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Die Zinssenkung der Fed treibt die US-Inflation in die Höhe und lässt die Aktienkurse fallen. Was bringt das Jahr 2025?

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Die Zinssenkung der Fed treibt die US-Inflation in die Höhe und lässt die Aktienkurse fallen. Was bringt das Jahr 2025?
  • Die US-Notenbank senkte die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 4,25%-4,5%, doch die Inflation steigt und wird Prognosen zufolge im Jahr 2025 2,5% erreichen.
  • Nach der Entscheidung brach die Wall Street ein, der S&P 500 fiel und die Renditen von Staatsanleihen stiegen sprunghaft an, da die Anleger auf weniger erwartete Zinssenkungen im nächsten Jahr reagierten.
  • Die Inflation stieg im Oktober auf 2,3 % und könnte im November 2,5 % erreichen, was es der Fed erschwert, die Geldpolitik zu lockern, ohne weitere Preisspitzen zu riskieren.

Die US-Notenbank Federal Reserve senkte die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf eine Zielspanne von 4,25 % bis 4,5 %. Dies löste einen starken Kurssturz an der Wall Street aus und warf neue Fragen zur Inflation auf. Der S&P 500 brach ein und gab damit seine vorherigen Gewinne wieder ab, während die Inflationserwartungen stiegen.

Die US-Notenbank Fed hob ihre Inflationsprognose für 2025 von 2,1 % auf 2,5 % an und reduzierte die geplanten Zinssenkungen von drei auf zwei. Diese Entscheidung spaltete die Öffentlichkeit. Beth Hammack, Präsidentin der Federal Reserve Bank von Cleveland,dent dagegen und forderte gänzlich keine Zinssenkungen. Ihre abweichende Meinung verdeutlicht den Kampf der Zentralbank, Inflationsbekämpfung und Marktstabilität in Einklang zu bringen.

Parallel zur Zinssenkung aktualisierte die Fed ihre Quartalsprognosen, darunter die bekannten „Dot Plots“, die die erwartete Zinsentwicklung in den nächsten drei Jahren darstellen. Die Dot Plots prognostizieren nun nur noch zwei Zinssenkungen im Jahr 2025, im Vergleich zu den im September prognostizierten drei.

Die Märkte brechen ein, während die Renditen steigen

Die Renditen von US-Staatsanleihen, insbesondere die zweijähriger, stiegen sprunghaft an. Die Rendite zweijähriger Anleihen, die stark auf geldpolitische Änderungen der US-Notenbank reagiert, legte um acht Basispunkte auf 4,33 % zu und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende November. Die Rendite zehnjähriger Anleihen folgte diesem Anstieg und kletterte auf 4,43 %.

Vorsitzender Jerome Powell stellte klar, dass künftige Entscheidungen „dent“ sein würden. Die Märkte, die für 2025 eine aggressivere Reihe von Zinssenkungen eingepreist hatten, passten sich schnell der Realität eines langsameren Tempos an.

Die an die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank gekoppelten Swap-tracdeuten nun auf weniger Zinssenkungen im nächsten Jahr hin als bisher erwartet, was die Anleger vor die Herausforderung stellt, sich mit angespannteren finanziellen Bedingungen auseinanderzusetzen.

Die Aktualisierung des langfristigen Leitzinses durch die Fed – nun bei 3 % statt 2,9 % – verunsicherte die Märkte. Ein höherer Leitzins bedeutet, dass die Zentralbank selbst bei einermaticweniger Bedarf für drastische Zinssenkungen sieht. Das ist ein harter Schlag für die Märkte, die ohnehin schon wegen Inflation und schwachen Wachstumsaussichten nervös sind.

Die Inflation steigt

Die Inflation steht wieder im Fokus, und die Zahlen sind nicht ermutigend. Der Inflationsindikator, den die US-Notenbank zur Steuerung ihrer Geldpolitik heranzieht, stieg im Oktober auf 2,3 %. Für November wird ein Wert von 2,5 % erwartet, wobei die Kerninflation möglicherweise auf 2,9 % klettern könnte. 

Dieser Anstieg erschwert die Aufgabe der Fed. Höhere Inflation schmälert die Kaufkraft der Verbraucher, treibt die Kreditkosten in die Höhe und könnte den Lohndruck erneut anheizen.

Die revidierten Inflationsprognosen der Fed spiegeln diese Herausforderungen wider. Die politischen Entscheidungsträger gehen nun davon aus, dass die Inflation längerfristig höher bleiben wird, selbst bei vorsichtigen Zinssenkungen. Die Kursänderung der Fed deckt sich stärker mit den Markterwartungen, die seit September tendenziell steigen.

Für Händler sind das jedoch keine guten Nachrichten – es bedeutet strengere Finanzbedingungen und eine langsamere Lockerung der Geldpolitik im Jahr 2025. Besonders besorgt sind Anleiheinvestoren. Steigende Renditen haben bereits zu Verlusten für Inhaber älterer Anleihen geführt, da die Kurse bei steigenden Renditen fallen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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