Die US-Notenbank senkt die Zinssätze um 50 Basispunkte

Es ist endlich passiert.
Nach monatelanger panikbedingter Erwartung hat die US-amerikanische Zentralbank (Federal Reserve) schließlich beschlossen, die Zinssätze um 50 Basispunkte zu senken.
Dies ist das erste Mal seit März 2020, dass die Bank die Zinsen senkt. Anlass dafür sind aktuelle Daten, die zeigen, dass die amerikanische Wirtschaft stetig wächst, auch wenn sich das Beschäftigungswachstum verlangsamt hat.
Die Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen, bleibt aber relativ niedrig. Die Inflation nähert sich zwar dem Zielwert der US-Notenbank von 2 %, ist aber immer noch höher als gewünscht.
In ihrer Erklärung betont die Fed, ihr Ziel sei es, ein sensibles Gleichgewicht zwischen maximaler Beschäftigung und Preisstabilität zu wahren. Der Ausschuss ist der Ansicht, dass die Risiken, eines dieser Ziele nicht zu erreichen, heute ausgeglichener sind als zuvor.
Sie sind sich aber nicht ganz sicher, wie es mit der Wirtschaft weitergeht. Es ist noch immer schwer vorherzusagen, wohin die Reise gehen wird. Die Zentralbank erklärte dazu:
„Der Ausschuss wäre bereit, den geldpolitischen Kurs gegebenenfalls anzupassen, falls Risiken auftreten, die die Erreichung der Ziele des Ausschusses gefährden könnten.“
Erwartungen im Nachgang
Niedrigere Zinsen bedeuten, dass die Hypothekenzinsen wahrscheinlich sinken werden, was es einfacher macht, eine Immobilie zu refinanzieren oder zu kaufen. Wenn Sie also noch unentschlossen sind, ob Sie ein Haus kaufen sollen, könnte jetzt ein guter Zeitpunkt dafür sein. KÖNNTE.
Autokredite und Privatkredite sollten ebenfalls günstiger werden. Dies könnte mehr Menschen dazu bewegen, Kredite für größere Anschaffungen aufzunehmen, was die Konsumausgaben ankurbelt – ein wichtiger Faktor für eine funktionierende Wirtschaft.
Unternehmen dürften ebenfalls von günstigeren Kreditkosten profitieren. Dies könnte zu mehr Investitionen und Neueinstellungen führen.
Niedrigere Zinsen könnten es Unternehmen erleichtern, neue Projekte zu finanzieren oder ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten. Dies könnte den jüngsten Einstellungsrückgang umkehren und die Löhne ankurbeln, da Unternehmen verstärkt nach Arbeitskräften suchen.
Aktuell wächst die Wirtschaft laut Prognose der Federal Reserve Bank von Atlanta für das dritte Quartal 2024 jährlich um rund 3 %. Das ist besser als erwartet. Da die Verbraucher dank günstigerer Kredite mehr ausgeben, könnte dieses Wachstum sogar nochtronausfallen.
Wenn Sie hingegen bisher hohe Renditen auf Ihre Ersparnisse enjhaben, sollten Sie sich auf niedrigere Erträge einstellen.
Hochverzinsliche Sparkonten und Festgeldanlagen, die während der Zinserhöhungen der Fed solide Renditen boten, werden voraussichtlich sinkende Zinsen verzeichnen. Beispielsweise dürften sechsmonatige Festgeldanlagen, die bisher 6 % Zinsen brachten, nach dieser Senkung an Wert verlieren.
Wenn Sie auf traditionelle Sparprodukte setzen, sollten Sie Ihre Strategie vielleicht überdenken. Bei niedrigeren Zinsen sind die Renditen nicht mehr sotrac.
Und genau hier kommt Krypto ins Spiel. Einige Branchenkenner, wie etwa BitMEX-Gründer Arthur Hayes, halten dies jedoch für eine verheerende Nachricht für Bitcoin. Er sagte dazu:
„Die Zinssenkung ist eine schlechte Idee, da die Inflation in den USA weiterhin ein Problem darstellt, wobei die Regierung den größten Beitrag zu dem anhaltend hohen Preisdruck leistet. Wenn man Kredite verbilligt, verstärkt das die Inflation.“
Er fügte hinzu, die erste Reaktion werde pessimistisch ausfallen und die Fed werde mit weiteren Zinssenkungen reagieren, um die Krise abzumildern. Er sagte außerdem voraus, dass auch Aktien und der US-Dollar einbrechen würden. Laut Arthur sei die Ära der Zentralbanken vorbei.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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