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Die US-Notenbank Federal Reserve hält Zinssenkungen für datengestützte Auslöser bereit

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die US-Notenbank Federal Reserve hält Zinssenkungen für datengestützte Auslöser bereit
  • Die US-Notenbank Federal Reserve ist bereit, die Zinssätze bei Bedarf zu senken, sieht aber aufgrund der Stärke der Wirtschaft keinen unmittelbaren Bedarf.
  • Daly betont, dass man die Zinsen nicht übereilt senken sollte, bis die Inflation sich dem 2%-Ziel nähert, um einen unnötigen wirtschaftlichen Abschwung zu vermeiden.
  • Trotz der anhaltenden Inflation und der jüngsten Daten, die auf Preisdruck hindeuten, plädieren die Vertreter der US-Notenbank für ein geduldiges Vorgehen bei Zinsanpassungen.

Während die Wirtschaft des Landes weiterhintronschlägt, kursieren immer wieder Gerüchte über Zinssenkungen der US-Notenbank. Doch Vorsicht ist geboten. Die Fed-dent Mary Daly aus San Francisco gibt sich gelassen. Sie beobachtet die Wirtschaftslage genau und ist bereit, bei Bedarf einzugreifen. Gleichzeitig betonen sie jedoch: Es besteht kein Grund zur Panik.

Die Wirtschaft wird nicht morgen zusammenbrechen.

Daly und ihr Team wollen nichts überstürzen. Sie halten an ihrer Strategie fest, bis sich die Inflation beruhigt und sich dem angestrebten Zielwert von 2 % annähert. Es geht darum, die Wirtschaft nicht durch zu strenge Regulierungen in eine Abwärtsspirale zu stürzen. Es ist ein heikler Balanceakt zwischen Inflationskontrolle und Wachstumsförderung.

Und nicht nur Daly äußert sich so. Auch die Vertreter der US-Notenbank, allen voran Jerome Powell, teilen diese Ansicht. Sie alle plädieren für Geduld, obwohl der Preisdruck weiter steigt. Jüngste Statistiken zeigen, dass die Lebenshaltungskosten nicht sinken, im Januar sogar deutlich gestiegen sind. Aber Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut, und eine stabile Wirtschaft braucht Zeit.

Inmitten all dessen hält Daly Ausschau nach Anzeichen einer nachlassenden Inflation und stützt sich dabei auf eine Mischung aus harten Fakten und Gesprächen mit Geschäftsleuten. Sie entdeckt hier und da einige hoffnungsvolle Anzeichen, will aber noch nicht jubeln. Und obwohl sie sich mit dem Gedanken anfreundet, dass die Wohnkosten eine Atempause einlegen könnten, hält sie sich mit Jubelrufen noch zurück.

Daly ist unterdessen nicht der Einzige, der langfristig plant. In Atlanta deutet Fed-dent Raphael Bostic mögliche Zinssenkungen im Sommer an, allerdings nur unter optimalen Bedingungen. Und in Chicago mahnt Austan Goolsbee zur Besonnenheit angesichts der Inflationszahlen des letzten Monats. Es ist ein Marathon, kein Sprint, und diese Leute sind auf einen langen Atem eingestellt.

Was genau plant die Federal Reserve ? Sie hat ihren Leitzins bisher unverändert gelassen, die letzte Anpassung erfolgte im Sommer. Doch Gerüchte, angeheizt durch Spekulationen von Anlegern, kursieren bereits über mögliche Zinssenkungen im Juni. Dieser vorsichtige Optimismus deckt sich mit den Prognosen der Fed-Vertreter, die eine schrittweise Lockerung der Geldpolitik andeuten, sobald sich die Rahmenbedingungen verbessern.

In dieser ganzen Angelegenheit geht es darum, „datenbasiert“ zudent. Das ist die Fed-Sprache für: „Wir beobachten die Wirtschaft sehr genau und werden erst dann handeln, wenn wir absolut sicher sind, dass es die richtige Entscheidung ist.“ Das ist ein Wandel von den Zeiten, in denen der Markt über jeden Schritt im Voraus informiert wurde. Jetzt geht es eher darum, die Karten nicht offenzulegen und sich flexibel an die wirtschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Daly selbst sieht in diesem Ansatz die richtige Balance, um weder voreilig zu handeln noch hinterherzuhinken.

Während sich Powell auf sein Kräftemessen im US-Kongress vorbereitet, dürfte er an seiner Linie festhalten und angesichts des anhaltenden Preisdrucks weiterhin zu Geduld mahnen. Obwohl diese Haltung politisch heikel sein mag, insbesondere angesichts der bevorstehenden Wahlen, konzentriert sich die Fed weiterhin konsequent auf die Wirtschaftsindikatoren. Die anstehenden Datenveröffentlichungen, darunter der monatliche Arbeitsmarktbericht und verschiedene Umfragen, werden genau analysiert und liefern wichtige Anhaltspunkte für die nächsten Schritte der Fed.

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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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