Die US-Notenbank steht vor einem Datenausfall, da der Shutdown in den USA Arbeitsplätze gefährdet

- Der Stillstand der US-Regierung hat wichtige Wirtschaftsberichte verhindert und die US-Notenbank (Fed) ohne wichtige Daten zurückgelassen.
- Die Fed-Beamten sind sich uneins darüber, ob die Zinsen gesenkt werden sollen, was die Entscheidungsfindung ohne neue Statistiken erschwert.
- Die Anleger beobachten die Äußerungen der US-Notenbank und die globalen Wirtschaftsdaten, um Hinweise auf den nächsten Schritt zu erhalten.
Die US-Notenbank Federal Reserve sieht sich mit einem gravierenden Datenblackout konfrontiert, da der Stillstand der US-Regierung, der nun der längste in der Geschichte ist, die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsindikatoren, darunter zwei aufeinanderfolgende monatliche Arbeitsmarktberichte, unterbindet und somit Entscheidungen über künftige Zinsschritte erschwert.
Die US-Notenbank bereitet sich auf eine der wichtigsten Entscheidungen des Jahres vor, doch ihr fehlen die entscheidenden Wirtschaftsdaten, die sie üblicherweise für ihre Zinspolitik heranzieht. Der anhaltende Shutdown lässt die Anleger in den Wochen vor der Sitzung, auf der über eine mögliche Zinserhöhung entschieden wird, im Ungewissen.
Die Regierung hat bereits zwei monatliche Arbeitsmarktberichte nicht veröffentlicht .Nun ist auch der für Oktober Verbraucherpreisindex (VPI) gefährdet. Das Statistikamt hat die Datenerhebung vor Ort eingestellt. Beamte und Analysten befürchten, dass der VPI für Oktober gar nicht veröffentlicht wird.
Dies verschärft die Unsicherheit in einer ohnehin schon von großer Unsicherheit geprägten Zeit, in der die US-Notenbank tief gespalten ist. Einige Entscheidungsträger argumentieren, die Wirtschaft verlangsame sich und benötige zusätzliche Unterstützung. Andere befürchten einen erneuten Inflationsanstieg, sollten die Zinsen zu schnell gesenkt werden. Ohne aktuelle Statistiken dürften diese Meinungsverschiedenheiten schwerer beizulegen sein.
Fed-Vertreter beraten über die nächste Zinsentscheidung, geben aber an, dass wichtige Daten fehlen
Die Fed-Sitzung im Dezember versprach von vornherein kontrovers zu werden. Die Zentralbank hatte die Zinsen im Oktober gesenkt, obwohl Fed-Chef Jerome Powell eine weitere Zinssenkung als nicht sicher bezeichnete. Bevor die Entscheidungsträger ihre nächste Entscheidung treffen konnten, benötigten sie neue Daten zu Inflation und Beschäftigungsentwicklung– Daten, die ihnen nun möglicherweise nicht rechtzeitig vorliegen werden.
Da diese Daten nun fehlen, füllen private Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie Einstellungszahlen von Unternehmen wie ADP und Indeed die Lücken in den Arbeitsmarktinformationen. Andere Inflationsindikatoren sind jedoch weniger aussagekräftig. Laut einem Prognosemodell der Federal Reserve Bank von Cleveland könnte die Inflation im Oktober auf etwa 3 % gesunken sein, genauso wie im September. Modelle sind jedoch Schätzungen und keine umfassenden Erhebungen.
Ökonomen warnen davor, dass Verzögerungen bei der Datenverarbeitung dazu führen könnten, dass die Inflationsberichte für Oktober und November selbst bei einer schnellen Beendigung der Haushaltssperre nicht rechtzeitig zur Abstimmung im Dezember vorliegen. Die Fed müsste dann ohne aktuelle Wirtschaftsdaten über ihr weiteres Vorgehen entscheiden.
Einige Analysten meinten, dass die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindexdaten für Oktober die Argumente für eine Zinssenkung gestärkt hätte. Ohne diese Informationen könnten die inflationsbesorgten Verantwortlichen jedoch vorerst abwarten.
Die Märkte warten gespannt auf Hinweise, während die politischen Entscheidungsträger die Bühne betreten
Die Finanzmärkte gehen weiterhin von einer Zinssenkung im Dezember aus, auch wenn diese Erwartung nachlässt. Anleger beobachten die Äußerungen hochrangiger Fed-Vertreter – darunter John Williams,dent der New Yorker Fed, und Raphael Bostic,dent der Atlantaer Fed –, um Hinweise darauf zu erhalten, wie fehlende Daten die internen Überlegungen beeinflussen.
Es gibt auch weitergehende Veränderungen im globalen politischen Umfeld. In Kanada wird die Zentralbank ausführlich erläutern, warum die Zinssätze nach ihrer letzten Senkung „etwa auf dem richtigen Niveau“ lagen.
Neue Zahlen zur Industrieproduktion und zum Einzelhandelsumsatz in China werden genau beobachtet, um mögliche Anzeichen einer Erholung zu erkennen. Gleichzeitig veröffentlicht Großbritannien Lohn- und Wachstumsdaten inmitten einer schleppenden Konjunktur. Japan und Schweden werden zudem die Protokolle ihrer jüngsten politischen Sitzungen veröffentlichen, die Aufschluss darüber geben könnten, wie die Entscheidungsträger weltweit die Risiken der Inflation gegen die der nachlassenden Nachfrage abwägen. In den Vereinigten Staaten hingegen agieren die politischen Entscheidungsträger ohne klares Verständnis der Lage.
Der Shutdown unterbricht nicht nur den Datenfluss, sondern beeinträchtigt auch die Datenerfassung. Selbst nach Wiederaufnahme der Regierungsarbeit rechnen Ökonomen mit Verzögerungen, Korrekturen und Datenlücken.
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