Facebooks Libra gerät in die Kritik der US-Gesetzgebung: Die Regierung fordert, die Entwicklung zu stoppen

Eine Woche nach offiziellen Ankündigung gerät Facebooks eigene Kryptowährung Libra erneut in Schwierigkeiten. US-Abgeordnete fordern den Social-Media-Riesen auf, alle Entwicklungen in diesem Bereich zu stoppen. Aufgrund früherer Verleumdungsklagen gegen Facebook wegen Datenschutzverletzungen und Datenleckshaben Politiker beider Parteien – Republikaner wie Demokraten – ein Misstrauensvotum gegen die digitale Währung des Unternehmens ausgesprochen.
Reaktionen von Strafverfolgungsbehörden
Die Kongressabgeordnete Maxine Waters, Vorsitzende des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses (HFSC), veröffentlichte eine offizielle Erklärung: „Angesichts der Tatsache, dass Facebook in der Vergangenheit aufgrund von Datenskandalen in Krisen geraten ist, bin ich nicht vollends von seiner Fähigkeit überzeugt, eine systemische Währung einzuführen und zu betreiben. Daher fordere ich das Unternehmen auf, alle weiteren Schritte zu stoppen und die Genehmigung der Aufsichtsbehörden abzuwarten.“
Patrick McHenry von der Republikanischen Partei äußerte sich besorgt über die Auswirkungen der neuen Währung auf die Weltwirtschaft. In einer Stellungnahme sagte er: „Obwohl Facebooks neue Kryptowährung das Potenzial hat, die Zahlungsmethoden im digitalen Zeitalter grundlegend zu verändern, bleibt die Frage, ob sie den komplexen internationalen Finanzvorschriften entsprechen.“ Angesichts des enormen Umfangs des Projekts fordert McHenry zudem eine umfassende Bewertung seiner Stärken und Schwächen.
Facebooks berüchtigte Vergangenheit
Abgesehen von der Besorgnis über die Auswirkungen der digitalen Währung auf die wirtschaftliche Stabilität des Landes, bringen die Senatoren auch Facebooks Vergangenheit in ihre Argumente ein.
Als die Geschichte von Cambridge Analytica über den Missbrauch von Daten von Millionen Facebook-Nutzern für politische Kampagnen im vergangenen Jahr ans Licht kam, geriet Facebook wegen seiner Sicherheitsstandards massiv in die Kritik. Ein Jahr nach diesen erschütternden Enthüllungen hat das Unternehmen seine Datenschutzrichtlinien noch immer nicht reformiert.
„Angesichts der Folgen katastrophaler Datenschutzskandale, mit denen Facebook in der Vergangenheit konfrontiert war,wird es für das Unternehmen eine schwierige Aufgabe sein, die öffentliche Wahrnehmung zu ändern und ihr Vertrauen zurückzugewinnen“, erklärt Senator Mark Warner.
Während das Social-Media-Unternehmen seine Bereitschaft signalisiert , auf die von den Gesetzgebern geäußerten Bedenken einzugehen, muss die Welt abwarten, ob das Libra-Projekt tatsächlich startet.
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