Experten warnen vor sinkenden Chancen für die Zulassung Bitcoin -ETFs

- Experten gehen aufgrund aktueller Marktindikatoren und Expertenanalysen von einer geringen Wahrscheinlichkeit aus, dass die SEC Bitcoin -ETFs genehmigen wird.
- Die implizite Volatilität der ATM-Option für Bitcoin ist deutlich gesunken, was auf Skepsis am Markt hinsichtlich der ETF-Zulassung hindeutet.
- Trotz des positiven Bitcoin Preistrends sind Experten der Ansicht, dass die ETF-Antragsteller die strengen Anforderungen der SEC nicht erfüllt haben.
In einer aktuellen Wendung der Finanzprognosen richten Experten ihren Fokus auf die schwindenden Chancen einer Zulassung eines Bitcoin ETFs durch die US-Börsenaufsicht SEC. Dieser Stimmungswandel, der sich in der Finanz- und Kryptowährungswelt bemerkbar macht, ist keine bloße Randerscheinung, sondern eine bedeutende Neubewertung der Erwartungen. Die einst vielversprechenden Aussichten für einen Bitcoin ETF sind nun von Skepsis geprägt, da Marktindikatoren und Expertenanalysen übereinstimmend eine weniger optimistische Prognose abgeben.
Marktindikatoren deuten auf Pessimismus für Bitcoin Spot-ETFs hin
Der Puls des Marktes, oft ein zuverlässiger Stimmungsbarometer, zeigt Anzeichen von Verunsicherung. Die implizite Volatilität (IV) von ATM-Optionen, ein wichtiger Indikator für die Markterwartungen, ist in dieser Woche auf 52 % gefallen und damit unter die für den Verfallstermin am 12. Januar festgelegte Marke von 65 % gesunken. Dieser Rückgang entspricht einem Niveau wie Ende letzten Jahres und signalisiert eine kollektive Marktverunsicherung. Parallel dazu ist ein deutlicher Anstieg der Put-Käufe in Blocktrades zu verzeichnen, was darauf hindeutet, dass institutionelle Anleger ihre Positionen gegen ein positives Ergebnis für den Bitcoin ETF absichern.
Die Marktstarre wird durch den Kursrückgang von Krypto-Mining-Aktien und einen Ausverkauf mehrerer US-amerikanischer Krypto-Aktien weiter verstärkt. Diese Schwäche in den Nebenmärkten trägt zusätzlich zur Unsicherheit über die Zukunft des Bitcoin -ETFs bei.
Expertenanalysen bestätigen die Marktbedenken
Vor diesem Hintergrund der Marktskepsis zeichnen Expertenanalysen ein ähnlich vorsichtiges Bild. Markus Thielen von 10x Research skizzierte in einem Bericht vom 3. Januar eine vom vorherrschenden Marktkonsens abweichende Ansicht. Trotz des Aufwärtstrends beim Bitcoin-Kurs argumentiert Thielen, dass ETF-Antragsteller die strengen Zulassungsvoraussetzungen der SEC nicht erfüllen. Diese Ansicht deckt sich mit der allgemeinen Einschätzung, dass die ETF-Vorschläge trotz häufiger Treffen und erneut eingereichter Anträge noch nicht alle regulatorischen Anforderungen erfüllen.
Zusätzlich verstärkt wird die Unsicherheit durch die bevorstehende Frist am 10. Januar, bis zu der die SEC über das Schicksal zahlreicher Anträge für Bitcoin -ETFs entscheiden muss. Während einige Analysten unter Verweis aufdentund jüngste Gespräche zwischen der SEC und Börsenvertretern weiterhin optimistisch sind, herrscht insgesamt Zurückhaltung und Vorsicht vor.
Der Fall des Spot- Bitcoin ETFs von Grayscale Investments, den die SEC zunächst ablehnte und nach einem Gerichtsurteil zur erneuten Prüfung zwang, ist ein gutes Beispiel dafür. Trotz dieses juristischen Rückschlags sind Experten wie James Murphy von Ludlow Street Advisors skeptisch, ob die SEC Bitcoin -ETFs in Zukunft genehmigen wird. Sie deuten auf mögliche Rechtsstreitigkeiten hin, sollte die SEC ihr Ablehnungsmuster fortsetzen.
Die tracPraxis der SEC macht die Angelegenheit noch komplexer. Da die SEC trotz zahlreicher Anträge von Vermögensverwaltern in den vergangenen Jahren nie einen Spot Bitcoin ETF für die Notierung und den Handel an einer US-Börse zugelassen hat, bleibt ihre Haltung ein zentraler Streitpunkt. Der Antrag von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, auf einen Spot Bitcoin -ETF im Juni 2023 hat das Interesse an diesem Anlageinstrument neu entfacht. Gleichzeitig hat er aber auch die Bedeutung der bevorstehenden Entscheidung der SEC erhöht.
Der Weg in die Zukunft: Unsicherheit und Spekulationen
Mit dem nahenden Stichtag bereiten sich die Krypto- und Finanzwelt auf die Entscheidung der SEC vor. Der Bericht des Matrixport-Analysten Thielen, der in den sozialen Medien und Nachrichtenportalen viral ging, prognostiziert eine Ablehnung des Bitcoin Spot-ETFs und deckt sich damit mit der allgemeinen Marktstimmung. Wu Jihan, Gründer von Matrixport, stellte klar, dass der Bericht für Kunden und nicht für die Medien bestimmt war, und unterstrich damit die Sensibilität und Tragweite solcher Prognosen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stimmung rund um den Bitcoin ETF von Vorsicht und angepassten Erwartungen geprägt ist. Zwar hegen einige Analysten und Investoren noch Hoffnung, doch herrscht letztendlich nüchterner Realismus vor. Die bevorstehende Entscheidung der SEC wird nicht nur ein Urteil über ein Finanzprodukt sein, sondern einen defiin der sich entwickelnden Beziehung zwischen dem traditionellen Finanzwesen und der aufstrebenden Welt der Kryptowährungen darstellen.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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