Die Inflation in der Eurozone sinkt auf 2,2 % – stehen weitere Zinssenkungen der EZB bevor?

- Die Inflation in der Eurozone sank im August auf 2,2 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit drei Jahren.
- Sowohl die EZB als auch die US-Notenbank Federal Reserve deuten Zinssenkungen an, was risikoreiche Anlagen wie Bitcoinbeflügeln könnte.
- Nicht alle sind davon überzeugt, dass Zinssenkungen den Bitcoin-Preis in die Höhe treiben werden; einige warnen davor, dass andere wirtschaftliche Faktoren die Rallye stoppen könnten.
Die Inflation in der Eurozone hat einen neuen Tiefststand erreicht. Die neuesten Zahlen zeigen einen Rückgang auf 2,2 % im August – den niedrigsten Wert seit drei Jahren. Das ist ein Rückgang gegenüber 2,6 % im Juli und entspricht genau den Prognosen von Wirtschaftsexperten, dennoch sorgt der Rückgang für Aufsehen.
Dieser Rückgang könnte die Europäische Zentralbank (EZB) dazu bewegen, die Zinsen im September zu senken. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Energie und Nahrungsmittel ausklammert, sank ebenfalls von 2,9 % im Juli auf 2,8 %. Auch dies entspricht genau den Prognosen der Experten.

Der Euro hatte jedoch keinen guten Tag. Nach Veröffentlichung dieser Zahlen fiel die Währung gegenüber dem britischen Pfund um 0,1 % auf 0,8408. Gegenüber dem US-Dollar legte sie leicht um 0,04 % zu und schloss bei 1,1083.
Händler erwarten ebenfalls Zinssenkungen der US-Notenbank. Philip Lane, Chefökonom der EZB, hat angedeutet, dass weitere Zinssenkungen wahrscheinlich bevorstehen.
Er erklärte, dass ein zu langes Festhalten an zu hohen Zinssätzen dazu führen könnte, dass die Inflation eine Zeitlang unter dem Zielwert verharrt, und fügte hinzu, es sei noch ungewiss, ob die Inflation das 2%-Ziel der EZB in absehbarer Zeit erreichen werde.
Isabel Schnabel vom EZB-Direktorium vertritt dieselbe, wenn auch etwas vorsichtigere Position. Sie erklärte, sie sei ebenfalls offen für Zinssenkungen, halte es aber für ratsam, dass die Bank „schrittweise und umsichtig vorgehe“
Es herrscht also Uneinigkeit darüber, wie schnell und wie weit die EZB die Zinsen senken sollte.

Sollten sowohl die EZB als auch die Fed im September die Zinsen senken, könnte dies erhebliche Bewegungen am Kryptomarkt auslösen. Niedrigere Zinsen bedeuten in der Regel günstigere Kredite und mehr Geld im Umlauf, was mehr Menschen dazu bewegen könnte, in risikoreichere Anlagen wie Bitcoinzu investieren.
Marktprognosen deuten auf eine 65%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte und eine 35%ige Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um einen halben Prozentpunkt hin. Die EZB hingegen geht mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80% davon aus, die Zinsen um 25 Basispunkte zu senken.
Dies könnte ein günstiges Umfeld für Kryptowährungen schaffen, da diese von einem gewissen Marktchaos profitieren. Niedrigere Kreditkosten können zu einem höheren cash in den Markt führen und somit die Nachfrage nach risikoreichen, aber potenziell sehr rentablen Anlagen ankurbeln.
Nicht alle sind davon überzeugt, dass eine Zinssenkung die Lösung ist. Arthur Hayes, der Gründer von BitMEX, hat Bedenken. Er glaubt, dass Zinssenkungen nicht ausreichen könnten, wenn andere Währungen wie der Yen antrongewinnen.

Das könnte zur Auflösung von Carry-Trades führen, was risikoreiche Anlagen, einschließlich Bitcoin, hart treffen würde.
Auch die allgemeine Marktstimmung muss berücksichtigt werden. Selbst wenn die Fed und die EZB die Zinsen senken, könnten andere makroökonomische Faktoren eine wichtige Rolle für das Schicksal von Bitcoinspielen.
Im Falle eines Konjunkturabschwungs oder einer Finanzkrise könnten Zinssenkungen beispielsweise nicht den erhofften Erfolg bringen. Externe Faktoren wie Handelskriege, geopolitische Spannungen oder auch unerwartete Finanzschocks könnten – wie man so schön sagt – alles ruinieren.
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