Europäische Exporteure haben Schwierigkeiten, sich an die höchsten US-Zölle seit fast einem Jahrhundert anzupassen

- Ab Freitag erheben die USA einen 15-prozentigen Zoll auf eine breite Palette europäischer Importe.
- Von Wein- und Parfümherstellern bis hin zu großen Marken wie Adidas verzögern Unternehmen Lieferungen, erhöhen die Preise und warnen vor Stellenabbau und sinkenden Gewinnen.
- Die europäischen Aktienfutures gaben leicht nach, und die Unternehmen überarbeiten ihre Vertriebsnetze.
Die neuen Zölle vondent Trump treten am Freitag in Kraft, und europäische Unternehmen reagieren eilig. Einige verzögern Lieferungen, andere erhöhen die Preise, und einige warnen, dass sinkende Gewinnmargen ihre Existenz gefährden könnten.
Von kleinen Weingütern bis hin zu großen Konsumgüterherstellern bereiten sich die Unternehmen auf einen Kostenanstieg vor, der die Art und Weise, wie sie Geschäfte mit amerikanischen Partnern tätigen, verändern wird.
Nach den Regelungen wird Washington einen Zoll von 15 % auf den Großteil der aus Europa kommenden Waren erheben. Diese Gebühren sind Teil umfassenderer Strafmaßnahmen zur Beilegung alter Streitigkeiten.
Obwohl der Satz niedriger ist als die einst vorgeschlagenen 25 % und 30 %, handelt es sich laut Reuters.
„Den Unternehmen wird allmählich bewusst, dass wir es mit historisch hohen Zöllen zu tun haben“, sagte Andrew Wilson, Vizepräsident der Internationalen Handelskammer. Er betonte, dass eine Senkung dieser Zölle ohne einen gravierenden Abschwung der amerikanischen Wirtschaft unwahrscheinlich sei.
Die ICC verzeichnet einen sprunghaften Anstieg verschobener Lieferungen und beobachtet, wie Unternehmen ihre Vertriebsnetze umstrukturieren. „Der Handel mit den Vereinigten Staaten ist jetzt unerträglich schwieriger“, fügte er hinzu und beschrieb die neue Komplexität als etwas, „das sich niemand hätte vorstellen können“
Im deutschen Moseltal bemerkte Winzer Johannes Selbach, dass die Zölle Exporteure und Importeure gleichermaßen belasten. „Wir hatten auf einen vollständigen Zollausgleich gehofft, aber jetzt müssen wir alle 15 % zahlen“, sagte er inmitten von Stapeln hölzerner Weinkisten mit der Aufschrift „USA“
Selbach wies darauf hin, dass unzählige Familien in den europäischen Weinbergen sowie im US-amerikanischen Vertrieb und Gastgewerbe von diesem Austausch abhängig sind. Er warnte davor, dass geringere Gewinnspannen zu Stellenabbau führen und die Einnahmen vom Weinanbau bis zum fertigen Wein schmälern könnten.
Die Auswirkungen der von Trump verhängten Zölle werden je nach Branche unterschiedlich ausfallen
Premiummarken haben mehr Spielraum, diese Aufschläge an wohlhabende Käufer weiterzugeben, während globale Konzerne einen Teil der Verluste selbst tragen oder Teile ihrer Produktion näher an die US-Märkte verlagern.
Bekannte Marken wie Procter & Gamble haben angedeutet, die Preise in den US-amerikanischen Regalen noch vor Jahresende anzuheben, und auch Adidas hat moderate Preisaufschläge vorgeschlagen, um die Zollkosten auszugleichen.
Trump sagt, diese Zölle seien notwendig, um Handelsungleichgewichte zu beheben und die US-amerikanische Produktion wiederzubeleben, und glaubt, dass sie Arbeitsplätze zurückbringen werden, indem sie Unternehmen dazu anregen, im Inland zu produzieren.
Eine Verlagerung ist jedoch für Produkte, die an eine einzelne Region gebunden sind, nicht praktikabel. Champagner-Reben beispielsweise wachsen nur in ihrem ursprünglichen Terroir.
„Diese Arbeiten werden hier erledigt“, sagte Hugo Drappier. „Wir haben keine Möglichkeit, die Champagner-Reben umzusiedeln.“
Er sagte, einige US-Aufträge seien auf Eis gelegt, weil die Zollaussichten unklar seien, aber er sei vorsichtig optimistisch, dass Gespräche seiner Branche eine Ausnahme verschaffen könnten, und er bevorzuge 15 % gegenüber den einst angedrohten 30 %.
Corania, ein kleines, familiengeführtes Parfümhaus am Stadtrand von Marseille, steht vor ähnlichen Herausforderungen. Geschäftsführer Laurent Cohen schätzt, dass rund 25 % seines Umsatzes aus den USA stammen. Angesichts der nun defiZollsätze sondiert er neue Märkte und entwickelt Strategien, um seine Präsenz in den USA zu sichern.
Er räumte ein, dass die Gewinnmargen wahrscheinlich sinken und amerikanische Verbraucher mit höheren Preisen rechnen müssten. „Ich begrüße es, dass wir uns nicht länger in einer Phase der Unsicherheit befinden“, sagte er.
„Doch mit 15 % Zollgebühren auf unsere erschwinglichen Parfums müssen wir nun immensen Einfallsreichtum beweisen, um auf dem US-Markt weiterhin bestehen zu können.“
derweil Die europäischen Futures auf einen schwachen Start hin: Der Londoner FTSE 100 dürfte mit einem Minus von etwa 0,2 % eröffnen, der französische CAC 40 unverändert bleiben, der deutsche DAX um etwa 0,6 % fallen und der italienische FTSE MIB um 0,1 % nachgeben.
Der Stoxx Europe 600 und der Euro Stoxx 50 werden voraussichtlich jeweils 0,3 % bzw. 0,5 % niedriger eröffnen.
Wenn Sie einen ruhigeren Einstieg in die DeFi Kryptowährungen ohne den üblichen Hype wünschen, beginnen Sie mit diesem kostenlosen Video.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtrondentdentdentdentdentdentdentdent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















