Nach Vitalik Buterins jüngstem Vorschlag, das Gaslimit im Ethereum Netzwerk zu erhöhen, befinden sich Ethereum Entwickler, Knotenbetreiber und Nutzer in einer hitzigen Debatte.
Am 11. Januar schlug eine „moderate“ Erhöhung des Gaslimits um 33 % vor, um den Netzwerkdurchsatz zu verbessern. Obwohl der Vorschlag seine Vorteile hat, hat er bei wichtigen Akteuren im Ethereum Ökosystem auch Bedenken ausgelöst.
Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum und eine prominente Persönlichkeit in der Ethereum, schlug eine Erhöhung des Gaslimits um 33 % vor. Diese Anpassung würde das Limit von derzeit 30 Millionen auf 40 Millionen anheben, mit dem Ziel, den Netzwerkdurchsatz potenziell zu verbessern.
Die Begründung für diesen Vorschlag liegt darin, mehr Transaktionen pro Block zu ermöglichen und dadurch theoretisch die Gesamtkapazität und den Durchsatz des Ethereum Netzwerks zu erhöhen.
Bedenken der Entwickler
Trotz der potenziellen Vorteile Ethereum Entwickler geäußert . Marius van der Wijden, ein Ethereum Entwickler, hob in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Warum die Erhöhung des Gaslimits schwierig ist“ ein wichtiges Problem hervor.
Ich habe heute meine Gedanken zur Anhebung des Gaslimits aufgeschrieben: https://t.co/gX0eihUyYa
— MariusVanDerWijden (@vdWijden) 11. Januar 2024
(Ich habe es nicht Korrektur gelesen, also könnt ihr es behalten, falls ihr einen Fehler findet.)
Er wies darauf hin, dass die größte Sorge im rasanten Wachstum des Blockchain-Datenbestands liegt, der Kontostände und Smart-trac-Daten umfasst. Aktuell benötigt dieser Datenbestand etwa 267 GB Speicherplatz, und eine Erhöhung des Gaslimits würde dieses Wachstum noch beschleunigen.
Wijden räumte ein, dass Speicherplatz relativ günstig sei, weshalb die Größe für die meisten Nutzer keinmatic darstellen dürfte. Er warnte jedoch davor, dass der Zugriff auf und die Änderung eines so großen Zustands mit der Zeit immer langsamer würden und es derzeit keine konkreten Lösungen für diese wachsende Herausforderung gebe.
Höhere Gaslimits würden auch zu längeren Synchronisierungszeiten führen und Herausforderungen für die Entwicklung diverser Ethereum -Clients mit sich bringen.
Martin Köppelmann, Mitbegründer von Gnosis, teilte diese Bedenken und betonte, dass eine Erhöhung des Gaslimits auch zu einem höheren Bandbreitenbedarf führen würde.
Ethereum Teamleiter Péter Szilágyi schloss sich dem Chor derer an, die Bedenken äußerten, und räumte ein, dass eine Erhöhung des Gaslimits zwar Vorteile haben könnte, aber auch Nachteile mit sich brächte, darunter ein schnelleres Zustandswachstum, eine langsamere Synchronisierung und ein erhöhtes Potenzial für Denial-of-Service-Angriffe (DoS).
Die Gasgrenze und ihre Bedeutung
Das Gaslimit im Ethereum Netzwerk bezeichnet den maximalen Rechenaufwand und die maximale Menge an Gas, die für die Ausführung von Transaktionen oder Smarttracinnerhalb jedes Blocks benötigt werden. Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass die Blöcke nicht zu groß werden, da dies die Netzwerkleistung und -synchronisation beeinträchtigen könnte.
Inmitten der anhaltenden Debatte wurden mehrere Lösungsansätze vorgeschlagen, um die Herausforderungen der Erhöhung des Gaslimits zu bewältigen. Ein bemerkenswerter Vorschlag ist der Ethereum Improvement Proposal (EIP)-4444, der das Problem des Ablaufs der Blockchain-Historie lösen soll.
Mit der Implementierung dieses Upgrades hoffen Ethereum Entwickler, die langfristigen Wachstumstendenzen des Blockchain-Zustands abzuschwächen.
Eine weitere Lösung ist EIP-4844, das die Verfügbarkeit von aggregierten Daten mithilfe von „Blobs“ verbessert. Dieser Vorschlag könnte dazu beitragen, die erhöhte Datenlast effizienter zu bewältigen und möglicherweise einige der von Entwicklern und Interessengruppen geäußerten Bedenken auszuräumen.
Die Ethereum Community ist in dieser Frage weiterhin gespalten. Während einige argumentieren, dass die Erhöhung des Gaslimits notwendig sei, um der steigenden Nachfrage nach Transaktionen und Anwendungen im Netzwerk gerecht zu werden, halten andere die potenziellen Nachteile, wie etwa das Wachstum des Zustands und Synchronisierungsprobleme, für bedenklich.
Als Reaktion auf die laufenden Diskussionen betonte der Softwareentwickler Micah Zoltu, wie wichtig es sei, Nutzern im Alltag die Möglichkeit zu geben, Ethereum Knoten auf ihren Rechnern zu betreiben. Er schlug vor, das Ziel nicht auf den Betrieb von Knoten auf bestimmten Hardwarekonfigurationen zu beschränken, sondern vielmehr eine breitere demografische Zugänglichkeit zu Ethereum -Knoten anzustreben.

