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Ethereum könnte sich zu einem besseren Wertspeicher als Bitcoin entwickeln – VanEck

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
Ethereum könnte ein besserer Wertspeicher als Bitcoin werden – VanEck.
  • VanEck vermutet, dass das monetäre Design von EthereumToken-Inhaber stärker begünstigen könnte als das starre Angebotsmodell von Bitcoin.
  • Ethereum Treasuries gewinnen aufgrund von Staking-Belohnungen und DeFi Einkommen trac, im Gegensatz zu den begrenzten Renditeoptionen von Bitcoin.
  • Die Abhängigkeit von Bitcoinvon inflationären Miner-Belohnungen gibt Anlass zu Bedenken hinsichtlich der langfristigen Netzwerksicherheit.

Laut VanEcks Kryptomarkt-Übersicht vom Juli könnte Ethereum auf dem besten tracsein, Bitcoinlangjährigen Status als ultimativer Wertspeicher im Ökosystem digitaler Vermögenswerte in Frage zu stellen. 

In einer detaillierten Analyse der sich entwickelnden Trends im Treasury-Bereich und der makroökonomischen Politikveränderungen argumentiert Matthew Sigel, Leiter des Forschungsteams für digitale Vermögenswerte bei VanEck, dass die zunehmend deflationäre Geldstruktur von Ethereum, die Staking-Renditen und die tokeninhaberzentrierte Governance Vorteile gegenüber dem starren Design von Bitcoinbieten könnten.

„Ethereum könnte zu einem Wirtschaftssystem gelangen, das seine Tokeninhaber stärker begünstigt als Bitcoin“, heißt es in dem Bericht.

Ethereum Treasuries gewinnen an Bedeutung

Bitcoinfeste Angebotsobergrenze, der regelmäßige Ausgaberhythmus und die hohe Liquidität machten ihn zur ersten Wahl für Unternehmen, die sich gegen Inflation absichern wollten. Die Geldpolitik von Bitcoinist seit seiner Einführung weitgehend unverändert geblieben, was oft als seine größte Stärke gepriesen wird. Doch diese Starrheit könnte laut VanEck auch eine Schwäche sein.

Ethereum-basierte digitale Vermögensverwaltungsfonds (DATs) gewinnen zunehmend an Bedeutung, nicht nur aufgrund ihres Potenzials für Kurssteigerungen, sondern auch wegen ihrer Renditemöglichkeiten. Unternehmen, die ETH halten, können ihre Vermögenswerte staken, um Validator-Belohnungen zu erhalten und Netzwerktransaktionsgebühren zu vereinnahmen.

Darüber hinaus können ETH-Treasuries an dezentralen Finanzprotokollen (DeFi) teilnehmen, um die Rendite weiter zu steigern – eine Strategie, die Bitcoin Inhabern nicht so leicht zugänglich ist.

Der Bericht weist darauf hin, dass ETH-Treasuries traditionelle BTC-Strategien nachahmen, wie die Finanzierung zusätzlicher Käufe oder die Absicherung von Optionen, während sie gleichzeitig ETH durch Staking und DeFischneller anhäufen.

Die deflationäre Wende stärkt die These

Die monetäre Entwicklung von Ethereumhat maßgeblich zu seiner wachsenden Attraktivität beigetragen. Ursprünglich mit einer höheren Inflationsrate als Bitcoin (14,4 % gegenüber 9,3 %) eingeführt, hat Ethereum seither zwei grundlegende Änderungen implementiert, die seine Angebotsdynamik drastisch verändert haben.

Das erste war EIP-1559, das im August 2021 eingeführt wurde und einen Mechanismus zur Verbrennung der Basistransaktionsgebühren implementierte, wodurch ETH mit jeder Netzwerkinteraktion effektiv aus dem Umlauf entfernt wurde.

Der zweite Meilenstein war der bahnbrechende Übergang von Ethereumvom Proof-of-Work- zum Proof-of-Stake-Verfahren durch den sogenannten „Merge“ im September 2022. Dadurch reduzierte sich die tägliche ETH-Ausgabe von etwa 13.000 auf rund 1.700.

Infolgedessen fiel die Inflation von Ethereumbis März 2023 unter die von Bitcoin. Zwischen Oktober 2022 und April 2024 ging das ETH-Angebot sogar zurück, was einer jährlichen Deflationsrate von -0,25 % entspricht. Obwohl die ETH-Inflation seitdem aufgrund des erhöhten Netzwerkdurchsatzes leicht gestiegen ist, liegt ihre jährliche Rate weiterhin bei lediglich +0,38 %, verglichen mit +0,84 % bei Bitcoin.

Ethereum könnte ein besserer Wertspeicher als Bitcoin werden – VanEck.
Inflationstrend zwischen BTC und ETH von Juli 2016 bis Juli 2025. Quelle: Glassnode.

Bitcoinhingegen setzt weiterhin auf die inflationäre Ausgabe von Coins, um die Miner zu belohnen, was Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit aufwirft, insbesondere da Halbierungsereignisse die Belohnungen für die Miner verringern.

Im vergangenen Jahr verdienten Bitcoin -Miner lediglich 278 Millionen US-Dollar an Transaktionsgebühren, jedoch 14,6 Milliarden US-Dollar durch die Netzwerkinflation. Sollte Bitcoin-Kurs mit den sinkenden Blockbelohnungen nicht Schritt halten können, könnte das Sicherheitsmodell des Netzwerks unter Druck geraten und angepasst werden müssen.

Eine vorgeschlagene Lösung, eine Hard Fork, die eine neue Inflation einführt, würde einem der Grundprinzipien von Bitcoinwidersprechen, nämlich dem „festen Angebot“

VanEcks Argument wird durch das Wachstum von Ethereum in den Bilanzen börsennotierter Unternehmen untermauert, nämlich auf 966.000 ETH (im Wert von etwa 3,5 Milliarden US-Dollar) von nur 116.000 Ende 2024.

Die institutionelle Nachfrage nach ETH ist ebenfalls stark gestiegen, was unter anderem auf Zuflüsse aus neu zugelassenen Ethereum ETFs und Regulierungen zurückzuführen ist, die Stablecoins klarer definiert und ihnen zu breiter Akzeptanz verholfen haben. Im letzten Monat legte der ETH-Kurs um 54 % zu und übertraf damit Bitcoin-Anstieg von 10 %.

Trotz der Unsicherheiten hinsichtlich des langfristigen Inflationspfads von ETH sind Analysten der Ansicht, dass die aktuelle Entwicklung und der Nutzen von ETH es zu einem glaubwürdigen Wertspeicher machen.

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