Epic Games zieht sich aus dem Wettbewerb mit „Eintreiber“-Stores zurück

- Epic Games wird sich aus den konkurrierenden „Mietgeldeintreiber“-Stores zurückziehen.
- Der Spieleentwickler kündigte außerdem Pläne zur Einführung seines digitalen Shops für Android- und iOS-Geräte an.
- Fortnite und andere Spiele werden nicht mehr im Samsung Galaxy Store verfügbar sein.
Epic Games kündigte nach Inkrafttreten neuer EU-Vorschriften die Einführung eines digitalen Stores für Android- und iOS-Geräte an. Der amerikanische Videospiel-Publisher gab außerdem bekannt, dass bekannte Spiele wie Fortnite in Kürze aus dem Samsung Galaxy Store verschwinden werden.
Laut der Ankündigung vom 25. Juli ist der Ausstieg Teil der Initiative des Unternehmens, Samsungs neue Richtlinie zur Blockierung von Sideloading zu boykottieren, die Benutzer daran hindert, konkurrierende App-Stores zu installieren.
Neue EU-Vorschriften im Rahmen des Digital Markets Act haben Epic Games den Weg für den Start des Epic Games Store, eines digitalen Shops für Mobilgeräte, geebnet. Vor dem offiziellen Start des Stores kündigte Epic Games die Entfernung prominenter Spiele aus sogenannten „Rent Collector“-Stores an, die keinen fairen Wettbewerb für alle Entwickler gewährleisten.
Die Ankündigung führte aus, dass Epic Games Fortnite in Stores anbieten wird, die Entwicklern bessere Konditionen bieten. Zu diesen Stores gehört der auf Indie-Entwickler spezialisierte Altstore, neben zwei weiteren Drittanbietern.
Epic Games-CEO Tim Sweeney kommentiert die neuen Reformen bei Epic.
Wir haben unsere neue Strategie für die Veröffentlichung von Epic-Spielen in mobilen App-Stores angekündigt: Neben dem bald startenden Epic Games Store für Mobilgeräte werden wir auch andere unabhängigedent -Stores anbieten, die allen Entwicklern faire Bedingungen bieten, darunter https://t.co/wX14FI47KZ und https://t.co/mp3lq3fFbc .
— Tim Sweeney (@TimSweeneyEpic) 25. Juli 2024
Epic Games-Gründer und CEO Tim Sweeney kündigte zudem eine Umstrukturierung des Spieleentwicklers an, die den Start des ersten mobilen Stores des Unternehmens umfassen soll. Sweeney erwähnte, dass der Epic Games Store für mobile Geräte mit den Betriebssystemen Android und iOS verfügbar sein wird.
Laut Sweeney wird der Store Entwicklern wettbewerbsfähigere Konditionen bieten als die derzeit marktführenden App-Stores. Diese Konditionen beinhalten eine Store-Gebühr von 12 %, die niedriger ist als die von traditionellen App-Stores, und eine Gebühr von 0 % für diejenigen, die Zahlungsdienste von Drittanbietern nutzen.
Tim erwähnte außerdem, dass das Unternehmen im US-amerikanischen Kartellverfahren Epic gegen Google gegen Google gekämpft und gewonnen habe. In diesem Verfahren ging es um ein ähnliches Problem wie bei Samsungs Richtlinie zur Blockierung des Sideloadings.
Epic Games führt Rechtsstreitigkeiten gegen Apple
Im Jahr 2020 sperrte Apple Epics Fortnite-Entwicklerkonto und behinderte damit den Vertrieb des Spiels auf iOS-Geräten. Seitdem hat Epic Games eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten gegen Apple geführt, um seine Spiele wieder auf iOS veröffentlichen zu können. Diese Auseinandersetzungen scheinen jedoch an einer Mauer des Scheiterns angelangt zu sein, da die Gerichte überwiegend zugunsten von Apple entschieden haben.
Im Jahr 2021 entschied ein Richter in neun von zehn Klagepunkten gegen Epic und zugunsten von Apple. Laut Gerichtsakten fehlten Epic ausreichende Beweise dafür, dass Apple ein Monopol innehatte, das gegen kartellrechtliche Bestimmungen verstieß. Das neue EU-Gesetz über digitale Märkte deutet jedoch auf eine mögliche Rückkehr von Fortnite auf iOS in der EU hin.
Der Epic Games Store soll noch in diesem Jahr offiziell für Android- und iOS-Geräte erscheinen. Da in den USA noch Gerichtsverfahren laufen, wird der Store vorerst nur für iOS-Nutzer in der EU verfügbar sein. Android-Nutzer können jedoch weltweit darauf zugreifen. Epic Games hatte im Mai außerdem eine separate Ankündigung veröffentlicht, die über eine mögliche Wiedereinführung von Fortnite für iOS-Geräte in Großbritannien im Jahr 2025 spekulierte.
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Collins J. Okoth
Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.
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