Epic Games zieht Kartellklage gegen Samsung zurück

- Epic Games hat seine Klage gegen Samsung kurz vor dem Unpacked-Event des Unternehmens zurückgezogen.
- Der Streit drehte sich um Samsungs Auto Blocker, der standardmäßig App-Stores von Drittanbietern blockierte.
- Der Videospielkonzern verklagt Google weiterhin wegen des Vorwurfs, mit dem Play Store ein Monopol zu betreiben.
Epic Games Inc. hat seine Kartellklage gegen SamsungtronCo. zurückgezogen, nur wenige Tage bevor der Smartphone-Riese seine nächsten Flaggschiff-Geräte auf seinem Samsung Unpacked Event vorstellt.
Mit der überraschenden Abweisung endet ein Rechtsstreit, in dem das Videospielunternehmen Samsung beschuldigte, sich mit Alphabet Inc.s Google verschworen zu haben, um App-Stores von Drittanbietern, einschließlich des eigenen App-Stores des Videounternehmens, zu unterdrücken.
In einer am Montag eingereichten Gerichtsakte zog das Unternehmen seine Klage gegen Samsung formell zurück, führt aber den Rechtsstreit gegen Google fort. Epic-CEO Tim Sweeney bestätigte dies in einem Beitrag auf X und erklärte: „Wir sind dankbar, dass Samsung auf Epics Bedenken eingeht.“ Weitere Details nannte er nicht.
Ein Sprecher von Epic lehnte eine weitere Stellungnahme ab, während Samsung auf Sweeneys Beitrag verwies. Google reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage nach einem Kommentar.
Die Auto-Blocker-Funktion stand im Mittelpunkt des Streits
Im Zentrum der Klage stand Samsungs umstrittene „Auto-Blocker“-Funktion, die standardmäßig auf Android-Smartphones aktiviert war undmaticdaran hinderte, Apps aus nicht ausdrücklich von Samsung autorisierten Quellen zu installieren. Der Videospielkonzern argumentierte, dies blockiere den Zugang zu konkurrierenden Marktplätzen wie dem Epic Games Store und verstoße somit gegen das Kartellrecht.
Im September 2023 schlug Sweeney zwei Möglichkeiten vor, wie Samsung die Bedenken des Videounternehmens ausräumen könnte: Entweder die automatische Blockierung standardmäßig deaktivieren oder einen fairen Whitelisting-Prozess einführen, der legitime App-Stores von Drittanbietern nicht unfairerweise ausschließt.
Der Videospielkonzern hat nicht bestätigt, ob Samsung einer der beiden Lösungen zugestimmt hat. „Über die eingereichten Unterlagen/den entsprechenden Beitrag hinaus gibt es nichts weiter mitzuteilen“, sagte Elka Looks, Kommunikationschefin von Epic, auf Anfrage.
Die Einigung löst Spekulationen im Vorfeld des Samsung Unpacked Events aus
Der Zeitpunkt der Einigung hat Verwunderung ausgelöst, da Samsung nur noch zwei Tage von seinem Unpacked-Event, auf dem voraussichtlich neue faltbare Handys und Software-Innovationen vorgestellt werden.
Obwohl beide Unternehmen noch keine Partnerschaft offiziell bestätigt haben, spekulieren einige, dass Samsung bald damit beginnen könnte, den Epic Games Store auf seinen Geräten vorzuinstallieren. Ein solcher Schritt könnte ein Zeichen für eine breitere Öffnung der App-Stores sein.
Eine Sonderbehandlung exklusiv für das Videospielunternehmen dürfte Sweeneys übergeordnetem Ziel jedoch nicht gerecht werden. Er hat wiederholt betont, dass die Rechtsstreitigkeiten des Unternehmens sowohl dessen eigenen Interessen als auch denen des gesamten Entwickler-Ökosystems dienen. „Hätten wir die Prozesse Epic gegen Apple und Epic gegen Google ausschließlich um Sonderrechte für Epic geführt, hätten wir alle Entwickler verraten“, sagte Sweeney in einem Interview im Jahr 2023.
Epics Kartellverfahren gegen Google ist noch anhängig. 2023 befand eine Jury Google einstimmig für schuldig, den App-Vertrieb auf Android monopolisiert zu haben. Ein Bundesrichter ordnete an, dass Google die Entwicklerbeschränkungen für konkurrierende Abrechnungssysteme und Marktplätze aufheben müsse. Die Umsetzung dieses Urteils ist jedoch größtenteils ausgesetzt, da das Unternehmen Berufung beim Neunten Bundesberufungsgericht eingelegt hat.
Unterdessen hat das Videospielunternehmen seine Ambitionen im Bereich mobiler Stores weiter vorangetrieben und daran gearbeitet, den Epic Games Store auf mehr Android-Handys weltweit vorzuinstallieren, obwohl die Nutzer auf Standard-App-Stores wie Google Play und den Samsung Galaxy Store angewiesen sind.
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