Elon Musk bringt eine App für sein KI-Sprachmodell Grok auf den Markt

- Elon Musks xAI hat eine kostenlose App für seinen KI-Chatbot Grok auf den Markt gebracht.
- Grok bietet Echtzeitdaten über Musks X-Plattform an.
- xAI plant, mit einer Finanzierung von 6 Milliarden Dollar mit OpenAI zu konkurrieren.
Das KI-Startup xAI von Elon Musk hat seine erste eigenständige App für Grok auf den Markt gebracht, den Chatbot, der Giganten wie OpenAIs ChatGPT und Googles Bard herausfordern soll.
Die App erschien am Donnerstag still und leise im Apple App Store und bietet Nutzern eine neue Möglichkeit, auf Grok zuzugreifen, ohne Elons Social-Media-Plattform X nutzen zu müssen. Sie ist vorerst kostenlos, als Beta-Produkt gekennzeichnet und derzeit nur für Nutzer in den USA verfügbar.
Bislang war Grok an X gebunden, wo es letzten Monat kostenlos eingeführt wurde. Premium-Abonnenten der Plattform enjhöheren Nutzungslimits, doch mit dieser neuen App will Elon Grok vom X-Ökosystem lösen. Die Beschreibung im App Store lädt Nutzer ein, „kostenlos auf das neueste Modell von xAI, Grok 2, zuzugreifen“. Das ist alles – keine Abonnements, keine kostenpflichtigen Stufen.
Elons Grok verspricht etwas anderes: weniger politische Korrektheit und direkten Zugriff auf Echtzeitinformationen über X. Das ist Elons Antwort auf das, was er als „woke“ KI-Modelle der Konkurrenz bezeichnet.
Elons schwieriges Verhältnis zu OpenAI
Elons Weg zu xAI verlief nicht reibungslos. 2015 gründete er OpenAI als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, KI „zum Wohle der Menschheit“ zu entwickeln. Doch die Dinge liefen nicht wie geplant. Interne Meinungsverschiedenheiten über Finanzierung, Kontrolle und Struktur veranlassten Elon 2018 zum Rücktritt. Das bedeutete jedoch nicht, dass er das Projekt aus den Augen verlor.
Elon Musk war mit OpenAIs Entscheidung, 2019 auf ein Gewinnbegrenzungsmodell . Er kritisierte diesen Schritt und nannte ihn einen Verrat an der ursprünglichen Mission des Unternehmens. In E-Mails aus dem Jahr 2015 erklärte Musk dem OpenAI-CEO Sam Altman, dass gemeinnützige Organisationen mit bezahlten Führungskräften möglicherweise „falsche Anreize“ hätten. Seine Lösung? Ein traditionelles Unternehmen mit einer parallelen gemeinnützigen Organisation.
In Nachrichten an OpenAI-Mitbegründer Greg Brockman deutete Elon an, dass das gemeinnützige Modell zwar anfänglich sinnvoll, aber langfristig nicht tragfähig sei. 2017 schlug Elon vor, OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen umzuwandeln. Diese Pläne scheiterten jedoch an Meinungsverschiedenheiten darüber, wer die Kontrolle über das Unternehmen und wer die Position des CEO übernehmen sollte.
Elon ging, aber nicht still und leise. Bereits 2023 kritisierte er OpenAI öffentlich und behauptete, das Unternehmen habe sich zu weit von seinen ursprünglichen Zielen entfernt. Dann kam xAI ins Spiel.
Der Aufstieg von xAI und die Entwicklung von Grok
Elon Musk gründete xAI offiziell im Juli 2023, um direkt mit OpenAI und anderen Tech-Giganten wie Google und Meta zu konkurrieren. Er zögerte nicht lange. Innerhalb von vier Monaten brachte xAI Grok, seinen ersten Chatbot, auf den Markt. Seitdem folgen regelmäßig Updates, und Grok 2 ist aktuell das Herzstück der App.
xAI plant Berichten zufolge eine Finanzierungsrunde von bis zu 6 Milliarden US-Dollar bei einer Unternehmensbewertung von 50 Milliarden US-Dollar, unter anderem um 100.000 Nvidia-Chips für die KI-Entwicklung zu sichern. Diese Chips sind zwar nicht billig, aber unerlässlich für die Art von groß angelegter KI-Forschung, die Elon Musk anstrebt.
Ende letzten Jahres brachte das Unternehmen ein kostenpflichtiges Tool für Entwickler auf den Markt und bot Frühkäufern Rabatte an. Zu Elons Strategie gehört auch ein riesiges Rechenzentrum in Memphis, Tennessee. All dies ist Teil seines Plans, xAI zu einem wichtigen Akteur in einem Markt zu machen, der laut Analystenprognosen innerhalb des nächsten Jahrzehnts ein jährliches Umsatzvolumen von einer Billion US-Dollar erreichen könnte.
Groks Konkurrenz und Rechtsstreit
Der Markt für generative KI ist hart umkämpft, mit Anbietern wie OpenAI, Anthropic und Google, die alle um die Marktführerschaft ringen. ChatGPT von OpenAI ist nach wie vor der bekannteste Name, dank seines viralen Erfolgs nach dem Start Ende 2022. OpenAI wird mittlerweile mit unglaublichen 157 Milliarden US-Dollar bewertet, nachdem Microsoft Milliarden investiert hat.
Als Elon OpenAI verklagte, warf er dem Unternehmentracund Verletzung der Treuepflicht vor und behauptete, OpenAI sei von seiner Mission, KI „zum Wohle der Menschheit“ zu entwickeln, abgewichen
Der Rechtsstreit eskalierte im November, als seine Anwälte eine einstweilige Verfügung beantragten, um die Umwandlung von OpenAI in ein rein gewinnorientiertes Unternehmen zu verhindern. Sie argumentierten, OpenAI habe vertraulichedent, die durch Absprachen mit Microsoft-Aufsichtsräten erlangt worden seien. OpenAI konterte mit dem Vorwurf der Heuchelei.
Die eigenständige Grok-App ist Elons jüngster Versuch in einem riskanten Spiel. Indem er die App kostenlos anbietet, hofft Elon vermutlich, schnell eine große Nutzerbasis zutrac. Das Beta-Label deutet auf weitere Updates hin, doch aktuell punktet Grok vor allem mit seiner Unkonventionalität und der Integration von Echtzeitdaten von X.
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