Die Haltung des US-Justizministeriums zu unlizenzierten Geldtransferdiensten stößt in der Kryptoindustrie auf Kritik

- Kryptofirmen fordern die Kongressausschüsse auf, die Auslegung des Justizministeriums zu nicht lizenzierten Geldtransferdiensten zu korrigieren.
- Die Unternehmen wiesen darauf hin, dass die derzeitige Auslegung die Entwickler von Plattformen ohne Verwahrungsfunktion dem Risiko strafrechtlicher Haftung aussetzt.
- In dem von führenden Unternehmen wie Coinbase, DCG, Kraken, Consensys und Paradigm unterzeichneten Schreiben wird argumentiert, dass die Interpretation des US-Justizministeriums unlogisch sei.
Ein Zusammenschluss von 34 Krypto-Unternehmen und Interessenverbänden hat sich mit einem Schreiben an die Banken- und Justizausschüsse des US-Kongresses gewandt. In dem Schreiben fordert die Gruppe unter der Führung des DeFi Education Fund die Abgeordneten auf, die Auslegung des US-Justizministeriums (DOJ) zu nicht lizenzierten Geldtransferunternehmen zu korrigieren.
Nach der aktuellen Auslegung des US-Justizministeriums fallen Softwareentwickler ebenfalls unter die Bestimmungen des US-Strafgesetzbuchs und gelten als nicht lizenzierte Geldtransferunternehmen. Das Justizministerium wandte diese Auslegung erstmals 2023 in einer Anklage an.
jedoch Gruppe an, dass eine solche Auslegung zu Unklarheiten und Verwirrung führe und das Risiko strafrechtlicher Verfolgung eine erhebliche Bedrohung für die Softwareentwicklung in den USA darstelle. Sie wies darauf hin, dass diese Auslegung vor allem Blockchain-Entwickler betreffen könnte.

Der Brief lautet:
„Kurz gesagt, nach dieser Auslegung könnte im Prinzip jeder Blockchain-Entwickler als Krimineller verfolgt werden.“
Aus diesem Grund hat die Gruppe die Gesetzgeber aufgefordert, das Problem anzugehen und das Justizministerium zur Korrektur des Fehlers zu bewegen. Sie wies darauf hin, dass dies jeden Entwickler von Software ohne Verwahrungspflicht dem Risiko strafrechtlicher Verfolgung in den USA aussetzt, was viele Entwickler und Innovatoren zur Auswanderung aus den USA zwingen könnte.
Der Brief war an die Vorsitzenden und ranghöchsten Mitglieder des Bankenausschusses des Senats, des Justizausschusses des Senats, des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses und des Justizausschusses des Repräsentantenhauses gerichtet.
Zu den Unternehmen, die den Brief unterzeichneten, gehörten die Vermögensverwalter für digitale Vermögenswerte Paradigm, a16z Crypto, Dragonfly, Jump Crypto und Digital Currency Group. Führende Börsen wie Kraken, Coinbase und Crypto.com sowie Entwickler wie Polygon Labs, Jito Labs, Uniswap Labs und dYdX Trading Inc. gehörten ebenfalls zu den Unterzeichnern.
Wenig überraschend unterzeichneten die Wallet-Hersteller Consensys und Ledger sowie andere Krypto-Interessenverbände wie das Decentralization Research Center, die Blockchain Association und der Crypto Council for Innovation.
Krypto-Gruppe kritisiert Rechtsmissbrauch durch das Justizministerium
Ein Großteil des Schreibens befasste sich mit der Begründung, warum die Auslegung des Justizministeriums fehlerhaft sei. Laut dem Schreiben finden sich der Begriff „Geldtransfergeschäft“ nur im Strafgesetzbuch und in den Lizenzbestimmungen des Bankgeheimnisgesetzes, und beide Gesetze defiihn ähnlich.
Es wurde hinzugefügt, dass das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums im Jahr 2019 auch Leitlinien darüber herausgegeben hat, was ein Geldtransferunternehmen ausmacht, und diese Leitlinien schließen Entwickler von Non-Custodial-Plattformen ausdrücklich aus.
Daher ist die Entscheidung des Justizministeriums, diese Richtlinien zu ignorieren und eine Person, die nach dem Gesetz nicht als Geldtransferdienstleister anerkannt ist, für unlizenzierte Geldtransfers haftbar zu machen, unlogisch.
Es hieß:
„Logischerweise sollte eine Person, die kein „Geldtransfergeschäft“ im defider Gesetze betreibt, die die Lizenzierung von Geldtransfergeschäften vorschreiben, auch nicht wegen des Betriebs eines „nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts“ strafrechtlich verfolgt werden.“
Es ist derzeit noch zu früh, um die Auswirkungen des Schreibens auf eine Änderung der aktuellen Auslegung abzuschätzen. Bislang konnte die Kryptoindustrie mehrere Regierungsbehörden dazu bewegen, einige der unter der vorherigen Regierung erlassenen kryptofeindlichen Bestimmungen aufzuheben, und dieses Schreiben könnte diesen Trend fortsetzen.
Die US-amerikanische Einlagensicherungsbehörde (FDIC) hat kürzlich eine neue Krypto-Richtlinie veröffentlicht, die ihre bisherige Haltung gegenüber Banken im Kryptobereich revidiert. Gemäß der neuen Richtlinie benötigen Banken keine Genehmigung der FDIC mehr, bevor sie im Kryptobereich tätig werden.
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