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Dänemark macht einen Quantensprung und peilt den leistungsstärksten Computer der Welt an

VonEnacy MapakameEnacy Mapakame
3 Minuten Lesezeit
  • Dänemark wird gemeinsam mit der Novo Nordisk Stiftung den voraussichtlich leistungsstärksten Quantencomputer der Welt finanzieren.
  • Der Technologiekonzern Microsoft und Atom Computing sind an dem Projekt beteiligt.
  • Die ersten Betriebsabläufe werden voraussichtlich Ende nächsten Jahres erfolgen.

Dänemark startet über seinen Exportinvestitionsfonds ein neues Quantenprojekt und unternimmt damit einen mutigen Schritt, um im globalen Wettlauf um Quantencomputing eine führende Rolle einzunehmen. Unterstützt wird das Projekt von der Novo Nordisk Stiftung.

Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die dänische Regierung bestrebt ist, alle bestehenden Maschinen in Leistung und Performance zu übertreffen. Das ehrgeizige Ziel ist die Entwicklung des – wie sie hoffen – leistungsstärksten Quantencomputers der Welt.

Microsoft wird die Software für das Dänemark-Projekt bereitstellen

Die beiden Geldgeber gaben am Donnerstag bekannt, dass sie 80 Millionen Euro (etwa 93 Millionen US-Dollar) in ein neues Projekt namens QuNorth.

Während classicKI-Computer mit hochkomplexen Problemen, insbesondere in der Chemie und Medizin, zu kämpfen haben, versprechen Quantencomputer, diese Probleme im Handumdrehen zu lösen, indem sie eine schier unvorstellbare Anzahl von Berechnungen gleichzeitig durchführen.

Das Projekt ist keine Zukunftsmusik, denn die großen Technologiekonzerne sind bereits mit an Bord. Microsoft, das sein größtes Quantenlabor in Dänemark betreibt, liefert die Software. Die Hardware wird vom US-amerikanischen Unternehmen Atom Computing gefertigt. Der Bau beginnt im Herbst dieses Jahres, und das System soll voraussichtlich Ende nächsten Jahres betriebsbereit sein.

Laut Reuters wird der Quantencomputer den Namen Magne, nach dem Sohn Thors aus der nordischen Mythologie, einem Symbol für große Stärke. Ein passender Name für eine Maschine, die Berechnungen durchführen soll, die die Leistungsfähigkeit heutiger Supercomputer übersteigen.

Jason Zander, Executive Vice President von Microsoft, erklärte, dass die Maschine anfänglich mit 50 logischen Qubits arbeiten wird. Laienhaft ausgedrückt: Ein Qubit, oder Quantenbit, ist die kleinste Einheit der Quanteninformation. Logische Qubits sind jedoch etwas Besonderes; sie entstehen durch die Zusammenfassung mehrerer physikalischer Qubits, um eine stabilere und präzisere Verarbeitung zu ermöglichen.

Im vergangenen Jahr gelang es Microsoft und Atom Computing, 24 logische Qubits zu bauen – damals die höchste jemals erreichte Anzahl. Laut Zander tritt der wahre „Quantenvorteil“ erst bei Erreichen von 50 Qubits ein. Das bedeutet, Probleme lösen zu können, die mit herkömmlichen Computern unmöglich wären oder unrealistisch lange dauern würden.

Laut Zanderwürden 100 logische Qubits es Wissenschaftlern ermöglichen, sich mit realen Forschungsproblemen auseinanderzusetzen. Sobald Systeme einige hundert logische Qubits erreichen, könnten sie helfen, chemische Geheimnisse zu entschlüsseln. Und auf der Stufe von 1.000 Qubits, so glaubt er, werden Quantencomputer leistungsstark genug sein, um nahezu alles zu bewältigen – von der Entwicklung fortschrittlicher Medikamente bis hin zur Simulation neuer Materialien.

Die Möglichkeiten sind enorm. Beispielsweise könnte Quantencomputing in der Wirkstoffforschung helfen, die optimale Molekülkombination zur Behandlung komplexer Krankheiten zu finden. In der Materialwissenschaft könnte es die Entwicklung neuer, leichter und dennoch haltbarer Substanzen revolutionieren.

Dänemark strebt nach Führungsrolle im globalen Wettlauf

Dänemarks Initiative spiegelt ein breiteres Bestreben von Ländern und Unternehmen wider, in der nächsten Ära des Computings eine Führungsrolle zu übernehmen. Während die USA und China im Bereich der Quantentechnologie für Schlagzeilen gesorgt haben, signalisiert Dänemark, dass es nicht ins Hintertreffen geraten wird.

Die Stationierung der leistungsstärksten Quantenmaschine würde das wissenschaftliche Ansehen des Landes stärken und seiner Wirtschaft und seinen Forschungseinrichtungen enorme Vorteile bringen.

Gleichzeitig betonte Zander, dass es hier nicht nur um rohe Gewalt gehe. Es gehe auch darum, diese Gewalt verantwortungsvoll einzusetzen und bahnbrechende Fortschritte in den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit und Innovation anzustreben, die das Leben der Menschen zum Besseren verändern könnten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die dänische Regierung mit der Novo Nordisk Stiftung zusammenarbeitet. Bereits 2024 bündelten die beiden Partner ihre Kräfte beim Bau eines KI-Supercomputers mit Nvidia-Technologie, um unter anderem Pharmaforschern bei der Entwicklung neuer Medikamente und der Abstimmung klinischer Studien zu helfen.

Während Magne im Laufe des nächsten Jahres Gestalt annimmt, wird die Welt gespannt zusehen. Bei Erfolg könnte Dänemark die Heimat jener Maschine werden, die endlich das lang ersehnte Potenzial der Quantenphysik erschließt.

Abgesehen von Dänemark wird die Initiative, deren Ankündigung mit einem Treffen der EU-Wettbewerbsfähigkeitsminister zur Erörterung kritischer Technologien zusammenfällt, ganz Europa einen Vorsprung in der Quantentechnologie verschaffen. Großbritannien hat kürzlich Pläne zur Investition von 500 Millionen Pfund in Quantentechnologie bekannt gegeben, da das Land davon überzeugt ist, dass diese die Wirtschaft grundlegend verändern und die nationale Sicherheit stärken könnte.

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