Palantir führt die Gewinne im Verteidigungstechnologiebereich an, da Anleger von der steigenden Konfliktbereitschaft profitieren wollen

- Die Aktien von Palantir sind in diesem Jahr um über 80 % gestiegen
- Die Marktkapitalisierung beträgt bis zu 325 Milliarden US-Dollar und übertrifft damit traditionelle Unternehmen wie BAE Systems deutlich.
- Die EU hat ihr Kreditprogramm für KMU auf 3 Milliarden Euro verdreifacht und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Unterstützung kleinerer Akteure im Verteidigungssektor.
Der Verteidigungstechnologiesektor scheint der größte Gewinner zu sein, da sich die globale geopolitische Lage dank der Aktionen und Gegenaktionen verärgerter Parteien im Nahen Osten immer weiter verschlechtert hat und die größte Volkswirtschaft der Welt in die Feindseligkeiten hineingezogen wurde.
Da die Angriffe auf iranische Atomanlagen nun die Aufmerksamkeit auf die Mittel der modernen Kriegsführung lenken – insbesondere auf solche von hohem technologischen Niveau –, positionieren sich Investoren, um die Chancen der eskalierenden Krise zu nutzen.
Die Investitionen und Kooperationen im Bereich Verteidigungstechnologie haben in den letzten Tagen explosionsartig zugenommen
Während die Rede vom Dritten Weltkrieg die Schlagzeilen beherrscht, haben Rüstungstechnologieunternehmen damit begonnen, hohe Investitionen zutrac, da sich die Länder auf das Schlimmste vorbereiten.
Die Aktien von Palantir, einem US-amerikanischen Unternehmen für Datenanalyse mit Verbindungen zum Pentagon, sind in diesem Jahr ebenfalls um mehr als 80 % gestiegen, und seine Marktkapitalisierung von 325 Milliarden US-Dollar ist viermal so hoch wie die von traditionellen Rüstungsunternehmen wie BAE Systems.
Um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können, müssen die Unternehmen in diesem Sektor Lieferketten sichern, Verträge mittracabschließen und auch selbst Hand anlegen.
Ein Problem, das dies gefährden könnte, sind zusammengebrochene Lieferketten, ein Problem, das durch die geopolitischen Spannungen rund um den Globus noch verschärft wird.
Das Unternehmen Airo, bekannt für seine Drohnen und Avionik, hat bereits auf die begrenzte Verfügbarkeit von Lieferanten für kritische Komponenten und Rohstoffe in Europa und Kanada hingewiesen. Um dem entgegenzuwirken, investieren Unternehmen wie Helsing und Anduril in Kooperationen.
Helsing übernimmt Berichten zufolge den Flugzeughersteller Grob Aircraft und ist eine Partnerschaft mit dem schwedischen Flugzeughersteller Saab eingegangen. Gleichzeitig hat der US-amerikanische Konkurrent Anduril Industries mehrere Akquisitionen getätigt, darunter Adranos, und sich mit Rheinmetall zusammengeschlossen, um Drohnen für Europa zu entwickeln.
Gebaut mit Europa, für Europa.
Heute geben wir eine strategische Partnerschaft mit @RheinmetallAG , um gemeinsam die Raketenmotoren Fury, Barracuda und Feststoffraketen von Anduril für europäische Streitkräfte zu entwickeln und zu liefern. pic.twitter.com/FwZfEwF9AH
– Anduril Industries (@anduriltech) 18. Juni 2025
Der bayerische Militärsoftwareentwickler Blackned hat sich ebenfalls mit dem deutschen Rüstungskonzern zusammengetan, und die beiden Unternehmen haben einentracder Bundeswehr in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erhalten.
Die EU unterstützt die Verteidigungsindustrie angesichts der Übernachfrage
Trotz der gestiegenen Nachfrage ist der Zugang zu Finanzmitteln, von Eigenkapital bis hin zu Bankkrediten, für kleinere Unternehmen nach wie vor schwierig.
Risikokapitalfinanzierungen haben einige Lücken geschlossen, aber auch Regierungen greifen ein. So hat beispielsweise die EU-Kreditagentur diesen Monat ihr Kreditprogramm für KMU der Verteidigungsindustrie Berichten zufolge verdreifacht und auf 3 Milliarden Euro aufgestockt.
Die Initiative ist Teil des paneuropäischen Sicherheits- und Verteidigungskreditprogramms der EIB, das darauf abzielt, Europas Verteidigungsfähigkeiten angesichts erhöhter geopolitischer Spannungen zu stärken.
Das erweiterte 3-Milliarden-Euro-Programm konzentriert sich auf die Bereitstellung von vermittelten Finanzierungen für KMU und mittelständische Unternehmen innerhalb der Sicherheits- und Verteidigungslieferkette der EU, da diese Unternehmen als wichtige Zulieferer für große Rüstungshersteller wie Airbus, Thales, Rheinmetall und Leonardo anerkannt sind.
Historisch gesehen folgen Fortschritte überall dort, wo Kapital fließt, selbst wenn sie nur durch Versuch und Irrtum erzielt werden. Während des Zweiten Weltkriegs bestanden viele Konstruktionen die Prüfung auf dem Reißbrett, versagten aber im Einsatz. Angesichts der absehbaren Eskalation könnten Rüstungsunternehmen und ihre Investoren dies als Chance sehen, Produkte zu testen, zu verbessern, zu vermarkten und schneller als in Friedenszeiten Gewinne zu erzielen.
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