Werkzeuge zur Erstellung von Deepfakes verbreiten sich rasant auf Darknet-Märkten

- Moderne Marktplätze im Darknet und eine wachsende Zahl von Werkzeugen und Dienstleistungen zur Erstellung von Deepfakes stellen eine zunehmende Bedrohung sowohl für Einzelpersonen als auch für große Unternehmen dar.
- Forscher von Kaspersky Lab haben festgestellt, dass der Kauf und Verkauf von Deepfake-Entwicklungswerkzeugen und -diensten auf Darknet-Märkten zugenommen hat.
- Die gefährlichen Folgen der Verbreitung von Deepfakes stellen potenziell eine große Bedrohung nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Einzelpersonen dar.
Moderne Marktplätze im Darknet und eine wachsende Zahl von Werkzeugen und Diensten zur Erstellung von Deepfakes stellen laut einem aktuellen Bericht des Forschungsunternehmens Kaspersky eine zunehmende Bedrohung sowohl für Einzelpersonen als auch für große Unternehmen dar.
Zunehmende Angriffe der Deepfake-Technologie
Forscher von Kaspersky Lab haben festgestellt , dass der Handel mit Deepfake-Entwicklungswerkzeugen und -diensten auf Darknet-Märkten zunimmt. Die Plattformen sind in der Lage, mithilfe generativer KI intuitive Inhalte zu erstellen, um zu täuschen und gefälschte Videos, Audioclips und Bilder zu entwerfen, mit denen Betrug, Erpressung und Datendiebstahl begangen werden können.
Dem Bericht zufolge sind diese Statistiken erschreckend. So lässt sich beispielsweise in nur einer Minute ein gefälschtes Video für 300 Dollar erstellen. Darüber hinaus ermöglicht die durch KI- und ML-Technologien verbesserte Zugänglichkeit Angreifern nicht nur, ihre Kampagnen effektiver durchzuführen, sondern auch, ihre Angriffe zu planen und umzusetzen.
Solche Deepfakes erzeugen künstlich erzeugte Bilder, die von realen Personen nicht zu unterscheiden sind und natürliche Sprachmuster sowie realistische Gesichtsausdrücke aufweisen, was ihre Erkennung nahezu unmöglich macht. Dennoch wurden bereits verschiedene Initiativen ergriffen, um die Öffentlichkeit auf die Gefahren von Deepfakes aufmerksam zu machen.
Dennoch ist es äußerst schwierig, echte von gefälschten Videosdentzu unterscheiden. Eine Umfrage von Kaspersky zum Thema Geschäftstechnologie und Digitalisierung zeigt, dass sich die Hälfte der Mitarbeiter, die META-Bereiche nutzen, selbst als fähig einschätzt, Deepfake-Inhalte zudent. Tatsächlich gelang dies jedoch nur 25 %. Diese Diskrepanz belegt das Potenzial für Social Engineering, um Organisationen oder Einzelpersonen gezielt mit Deepfakes zu manipulieren.
Ausblick für Unternehmen und Menschen
Die gefährlichen Folgen der Verbreitung von Deepfakes stellen potenziell eine große Bedrohung nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatpersonen dar. Diese perfiden Apps können für diverse Finanzbetrügereien missbraucht werden, beispielsweise durch die Vortäuschung der Identität von CEOs, die Generierung gefälschter Zahlungen oder die Erpressung von Personen mit kompromittierenden Videos oder Fotos. Darüber hinaus untergräbt die durch Deepfakes befeuerte Verbreitung von Desinformation und Betrug das Vertrauen in die Kommunikationssysteme und damit die Sicherheit.
Hafeez Rehman, Leiter der technischen Gruppe bei Kaspersky, betont, dass im Kampf gegen Deepfake-Bedrohung proaktives Handeln unerlässlich ist. Er hebt die Möglichkeit hervor, mithilfe von Sofort-Stimmgenerierung Personen fortlaufend zu imitieren, und bezeichnet dies als potenziell gefährliche Entwicklung. Kaspersky empfiehlt Privatpersonen und Unternehmen, sich mit den Besonderheiten von Deepfake-Videos vertraut zu machen und Tools wie Kaspersky Threat Intelligence zu nutzen, um mit der rasanten Entwicklung der Bedrohungslandschaft Schritt zu halten.
Darüber hinaus sollte der Entwicklung einer effektiveren „menschlichen Firewall“ mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dies umfasst die Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern, um deren Fähigkeiten im Erkennen von Deepfake-Bedrohungen zu verbessern. Obwohl sich diese Deepfake-Technologien rasant weiterentwickeln und verbreiten, stellen sie einen Hauptfaktor dar, der die Sicherheit der digitalen Kommunikation erschwert und untergräbt.
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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