Cryptopia , das in der Blockchain-Branche immer wieder schwere Einbußen hinnehmen musste, hat nun in den Vereinigten Staaten von Amerika Insolvenzschutz beantragt.
Laut der Akte befindet sich die in Neuseeland ansässige Kryptowährungsbörse in einem Streit mit einem US-amerikanischen, genauer gesagt in Arizona ansässigen Unternehmen, dem die Speicherung der Datenbank der Börse anvertraut war.
Die Akte enthält außerdem die Information, dass Cryptopia und das Unternehmen in einen Streit geraten sind, der dazu führte, dass das Unternehmen aus Arizona eine Entschädigung in Höhe von 2 Millionen Dollar forderte.
Cryptopia verfügt natürlich nicht über diese Summe. Manche behaupten das zwar, aber laut den Führungskräften dienen alle Gelder, die sich derzeit im Namen von Cryptopia befinden, der Rückerstattung an die Kunden.
Warum wird die Datenbank so dringend benötigt?
Laut dem Insolvenzverwalter von Cryptopia enthält die SQL-Datenbank Informationen über die Portfolios der Kunden, Kontaktdaten und Transaktionshistorien. Ohne diese Daten sei eine Rückerstattung schlichtweg unmöglich, so das Unternehmen.
Der Rückerstattungsprozess hätte schon vor diesem Problem mindestens ein paar Monate dauern sollen; nun könnte er Jahre dauern, da der Fall vor amerikanischen Gerichten verhandelt wird, die dafür bekannt sind, sich bei solchen Streitigkeiten viel Zeit zu lassen.
Natürlich ist es für das in Arizona ansässige Unternehmen von Vorteil, da Cryptopia mit zunehmender Dauer des Streits eher bereit sein wird, die geforderten zwei Millionen Dollar Entschädigung zu zahlen. Das Unternehmen hat jedoch entschieden erklärt, dass es die Datenbank notfalls auch gerichtlich zurückfordern und dem Druck nicht nachgeben wird.
Die bisherigen Kunden können nur hoffen, dass es sich nicht um ein Mt.Gox 2.0 handelt.
Liquidation von Kryptopien