Änderungen der Kryptopolitik steigern das Interesse an Selbstverwahrungslösungen

Hardware-Kryptowährungs-Wallet mit goldenen Bitcoin (BTC) auf dem Computer. Sichere Aufbewahrung für Kryptowährungen. Foto: MB Lifestyle
- Weltweit treiben Änderungen der Kryptopolitik das Interesse an der Einführung von Selbstverwahrungslösungen voran.
- Die Nutzer bevorzugen es heutzutage, die Kontrolle über ihre Finanzen selbst zu haben, da Behörden weltweit immer strengere Meldepflichten einführen.
- Die Nutzer verlieren zunehmend das Vertrauen in zentralisierte Systeme, da Analysten einen Anstieg der Nutzung von Selbstverwahrungslösungen vorhersagen.
Weltweit entwickeln Länder ihre Krypto-Richtlinien. Während einige Nutzer diese Richtlinien als Fortschritte im Kampf gegen die Risiken des Kryptomarktes sehen, betrachten andere sie als Mittel der Regierungen zur Überwachung ihrer Aktivitäten.
Laut einer Umfrage von Coinbase kennen mittlerweile 56 % der Krypto-Nutzer in den USA Lösungen zur Selbstverwahrung, wobei die Anzahl der Wallets ohne Verwahrung seit 2023 um 22 % gestiegen ist. Forscher der University of Illinois stellten fest, dass Wallets zur Selbstverwahrung 35 % des gesamten Marktangebots halten, gegenüber 25 % im Jahr 2022.
Obwohl Dezentralisierung nach wie vor ein Grundprinzip der Kryptoindustrie ist, ist es keine Neuigkeit mehr, dass Betrüger dies für illegale Transaktionen ausnutzen. Manche Nutzer stören sich jedoch nicht daran, da sie die Kontrolle über ihre Token behalten wollen und sich daher dem dezentralen Finanzsektor (DeFi) zuwenden. Zentralisierte Börsen versprechen zwar eine höhere Sicherheit für Gelder und Vermögenswerte, doch gab es bereits prominente Fälle von Hackerangriffen auf diese Plattformen.
Die Nutzer verlieren zunehmend das Vertrauen in zentralisierte Plattformen
Der Krypto-Wallet-Anbieter Exodus verzeichnete einen Umsatzanstieg von 107 %. CEO JP Richardson erklärte, der sprunghafte Anstieg der Nachfrage nach Self-Custody-Lösungen sei dafür direkt verantwortlich. „Self-Custody ist die Zukunft. Da das Vertrauen in zentralisierte Plattformen weiter schwindet, erkennen immer mehr Menschen, wie wichtig es ist, die Kontrolle über ihre Schlüssel zu haben“, so Richardson. „Die jüngsten Entwicklungen in den USA sind sehr erfreulich. Wir setzen uns – seit Jahren – aktiv bei den Regulierungsbehörden für Self-Custody als Grundrecht ein“, fügte er hinzu.
Mykhailo Adzhoiev, Gründer und CEO der Krypto-Wallet Cowchain, erklärte, die zunehmende Nutzung von Self-Custody-Wallets habe die weitverbreitete Annahme bestärkt, dass ein Token einem nicht gehört, wenn er sich nicht in der eigenen Wallet befindet. „Self-Custody ist nicht länger nur etwas für eingefleischte Krypto-Experten. Es entwickelt sich zum Einstieg für die nächste Generation von Nutzern“, so Adzhoiev.
Laut Analysten von NAKA tendieren Nutzer zunehmend zu dezentralen Systemen, da sie die Kontrolle über ihre privaten Schlüssel bevorzugen. Ihren Recherchen zufolge könnten Self-Custody-Wallets bis 2031 ein Volumen von 3,5 Milliarden US-Dollar erreichen.
Krypto-Richtlinien fördern Selbstverwahrungslösungen
Eine der wichtigsten Krypto-Regulierungen ist die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA). Der Regulierungsrahmen gilt weltweit als einer der umfassendsten, da er für Klarheit und Sicherheit in der Kryptoindustrie sorgt. Er zeichnet sich durch Transparenz, Marktintegrität, strenge Compliance-Maßnahmen und Anlegerschutz aus.
In den Vereinigten Staaten hat die Securities and Exchange Commission (SEC) traditionell übertrieben strenge Kontrollen im Bereich der Kryptobörsen durchgeführt und Nutzer dadurch dazu veranlasst, dezentrale Börsen (dezentrale Börsen) zu nutzen, um die Kontrolle über ihre Vermögenswerte zu erlangen. Obwohl die neue Trump-Regierung bessere Gesetze und eine verbesserte Durchsetzung versprochen hat, bleibt abzuwarten, ob sich die Situation tatsächlich ändern wird.
Die Reiseregel der FATF verpflichtet Kryptobörsen nun zur Erfassung und Weitergabe von Transaktionsdaten, was aufgrund von Datenschutzbedenken für Aufruhr sorgt. Dieser Schritt hat auch zu einem verstärkten Einsatz von Selbstverwahrungslösungen geführt, da Nutzer weiterhin nach Möglichkeiten suchen, die Kontrolle über ihre Kryptowährungen zu behalten. Darüber hinaus erarbeiten auch andere Länder Regulierungen, um diese Entwicklung zu fördern.
Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
Owotunse Adebayo
Adebayo ist ein Autor mit vier Jahren Erfahrung im Kryptobereich. Er absolvierte die Universität von Lagos mit einem Abschluss in Stadt- und Regionalplanung. Adebayo arbeitete für Tokenhell und CryptoTicker und verfasste dort Nachrichten zu Kryptowährungen und Fintech. Derzeit ist er als freier Mitarbeiter für Cryptopolitantätig.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














