Zusammenfassung (TL;DR)
- China blockiert inmitten des Kryptoverbots den Zugang zu den Kryptoanalyse-Websites CoinMarketCap und CoinGecko.
- Die Krypto-Community in China beginnt, sich zurückzuziehen.
- Die chinesische Regierung will Kryptowährungen vollständig aus ihrem System verbannen.
China hat seine Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Kryptoverbots im Land weiter intensiviert.
Zuletzt blockierte das Land den Zugang zu CoinGecko und CoinMarketCap, den beiden führenden Krypto-Analyse-Websites der Krypto-Branche, im Zuge seiner verschärften Maßnahmen gegen Kryptowährungen.
Laut lokalen Nachrichtenquellen werden die beiden Analyse-Websites von Chinas Internet-Firewall blockiert. Auch Greatfire.org, ein Online-Tool zur Überprüfung von Websites, die von der chinesischen Firewall zensiert werden, zeigt an, dass die beiden Seiten blockiert sind.
Laut Greatfire.org wurde der Zugriff auf die beiden Analyse-Websites für chinesische IP-Adressen nicht aktiv gesperrt. Vielmehr handelte es sich um eine Maßnahme der chinesischen Internetzensurbehörde. „Soweit wir wissen, haben wir nicht proaktiv blockiert“, sagte TM Lee, Mitgründer von CoinGecko.
China setzt alle Hebel in Bewegung, um ein Kryptoverbot durchzusetzen
Die Blockierung des Zugangs zu den Websites von CoinGecko und CoinMarkerCap ist ein Indiz dafür, dass China nicht nur Krypto-Unternehmen mit Wurzeln und Dienstleistungen im Land verdrängt, sondern auch versucht, den Zugang chinesischer Nutzer zu Marktinformationen einzuschränken.
Krypto-Nutzer in einigen Teilen Chinas (Festland) können jedoch auf beide Analyse-Websites zugreifen, indem sie über virtuelle private Netzwerke (VPN) die Firewall umgehen. Die Nutzung von VPNs ist unter Chinesen auch deshalb verbreiteter geworden, weil die Chinesische Volksbank am vergangenen Freitag Maßnahmen zur Verschärfung des Vorgehens gegen Kryptowährungen angekündigt hat.
Auch Krypto-Nutzer in China leben nun in Angst, da viele der in China beliebten WeChat-Chaträume bereits aufgelöst und zu Telegram gewechselt sind. Sie informieren andere über die Nutzung von VPNs und den Beitritt zu Telegram-Gruppenchats, um ihre Krypto-Diskussionen aufrechtzuerhalten.
Die verstärkten Bemühungen zur Bekämpfung von Kryptowährungen werden fortgesetzt
Trotz aller Bemühungen der Regierung und der am Freitag verschärften Repressionsmaßnahmen gegen Kryptowährungen geben die Behörden des Landes nicht nach. Sie entwickeln weiterhin neue Strategien und suchen nach neuen Krypto-Unternehmen, gegen die sie vorgehen können.
Am Dienstag berichteten die Entwicklungs- und Reformkommission der Stadt Bayannaoer in der Autonomen Region Innere Mongolei und andere Behörden, dass sie 10.100 nicht registrierte Mining-Maschinen beschlagnahmt hätten. Darüber hinaus gaben die Behörden bekannt, dass in der Inneren Mongolei 45 Projekte zum Schürfen virtueller Währungen stillgelegt wurden.

