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Ein Konsens über das Urheberrecht für KI-Systeme fehlt der britischen Regierung, KI-Unternehmen und Kreativorganisationen

VonBrian KoomeBrian Koome
Lesezeit: 2 Minuten
KI
  • In Großbritannien gibt es keine Einigung über die Urheberrechtsbestimmungen für KI-Systeme, was die Lage unklar lässt.
  • Urheberrechtsklagen nehmen sprunghaft zu, da KI urheberrechtlich geschütztes Material ohne klare Regeln verwendet.
  • Gerechtigkeit erfordert Aktualisierungen des KI-Rechts, und Pioniere wie Ed Newton-Rex setzen sich für eine ethische Datennutzung ein.

Nach fast einem Jahr der Beratungen ist es dem britischen Amt für geistiges Eigentum (IPO) nicht gelungen, einen Konsens zwischen Regierungsbehörden, der KI- Branche und Kreativorganisationen hinsichtlich eines vorgeschlagenen Verhaltenskodex für das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschütztem Material zu erzielen. 

Ziel dieser Diskussionen war es, klare Richtlinien für die Praxis des Text- und Data-Mining zu erarbeiten, insbesondere im Hinblick auf KI-Modelle, die mit urheberrechtlich geschützten Büchern, Bildern und Filmen trainiert werden. 

Bedauerlicherweise konnte sich das vom IPO vermittelte Konsortium nicht auf einen freiwilligen Verhaltenskodex einigen. Folglich wurde die Verantwortung an die Beamten des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie zurückgegeben, ohne dass in absehbarer Zeit mit der Festlegung defiRichtlinien zu rechnen ist.

Eine Sorge für Kreativschaffende

Diese festgefahrene Situation in den Verhandlungen ist ein bedeutender Rückschlag für Kreativschaffende, die sich zunehmend Sorgen um den möglichen Missbrauch ihrer Werke machen. KI-Tools wie ChatGPT von OpenAI und der Text-zu-Bild-Generator Stable Diffusion von Stability AI greifen häufig auf Daten zurück, die aus dem Internet extrahiert werden, wodurch Inhalte generiert werden, die dem Originalmaterial stark ähneln können. 

Diese Praxis hat bei vielen Urhebern Besorgnis ausgelöst, die befürchten, dass ihre Werke ohne angemessene Quellenangabe oder Vergütung kopiert, reproduziert und verbreitet werden könnten.

Allein im Jahr 2023 erlebte die Technologiebranche einen sprunghaften Anstieg von Urheberrechtsstreitigkeiten. Tech-Unternehmen wurden vorgeworfen, Werke von Künstlern für das Training ihrer KI-Modelle unrechtmäßig verwendet zu haben. Einer der aufsehenerregendsten Fälle ereignete sich in den USA, wo die New York Times OpenAI und Microsoft wegen Urheberrechtsverletzung verklagte. Diese Klagen unterstreichen die dringende Notwendigkeit klarer Regelungen für KI und geistiges Eigentum.

Die rasante Ausbreitung der KI und die rechtliche Verzögerung

Die Unterhaltungsindustrie hat in den letzten Jahren eine rasante Integration von KI-Technologien erlebt – von automatisierten Hörbüchern und Sprachassistenten bis hin zu Deepfake-Videos und Text-to-Speech-Tools. Leider konnten die rechtlichen Rahmenbedingungen mit diesen technologischen Fortschritten nicht Schritt halten. Das Fehlen klardefiRichtlinien und Vorschriften hat sowohl Kreativschaffende als auch KI-Entwickler in eine Situation der Unsicherheit versetzt.

Equity, eine Gewerkschaft, die 50.000 Künstler und Kulturschaffende in Großbritannien vertritt, hat angesichts des dringenden Bedarfs an einer Gesetzesreform die Kampagne „Stoppt, dass KI die Show stiehlt“ ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, die Regierung zu umfassenden Gesetzesänderungen zu bewegen, um die Existenzgrundlage von Künstlern und Kreativen zu sichern.

 Die Gewerkschaft Equity hat ihre Bereitschaft zu Arbeitskampfmaßnahmen signalisiert, die an die Hollywood-Streiks von 2023 erinnern, sollten keine wesentlichen Vereinbarungen zu KI und geistigem Eigentum erzielt werden. Liam Budd, ein Funktionär der Gewerkschaft, kritisierte die vorsichtige Vorgehensweise der Regierung bei der KI-Regulierung und plädierte für proaktivere Maßnahmen.

Auch über die Kreativbranche hinaus haben Pioniere der generativen KI ihre Bedenken geäußert. Ed Newton-Rex, eine bekannte Persönlichkeit im KI-Bereich, verließ Stability AI im November aufgrund der Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte durch das Startup. 

Im Januar gründete er die gemeinnützige Organisation „Fairly Trained“, die KI-Unternehmen zertifizieren will, die ihre Daten ethisch einwandfrei beschaffen. Newton-Rex' Schritt unterstreicht die wachsende Dynamik im Bestreben nach ethischen KI-Praktiken und Urheberrechtsschutz.

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Brian Koome

Brian Koome

Brian Koome verfügt über mehr als sieben Jahre Erfahrung im Bereich Blockchain- und Kryptowährungsberichterstattung und ist seit 2017 in der Branche aktiv. Er hat für führende Publikationen wie BlockToday.com geschrieben. Darüber hinaus entwickelte er den Ethereum -101-Kurs für BitDegree.org, bevor er als festangestellter Autor zu Cryptopolitan wechselte. Brians Themenschwerpunkte umfassen Evergreen-Guides, detaillierte Analysen, Interviews und Preisanalysen. Sein Fokus auf DeFi, Blockchain-Innovationen und aufstrebende Kryptoprojekte begeistert die Leser.

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