Christine Lagarde fordert Europa auf, die globale Rolle des Euro zu stärken, da Trump die Glaubwürdigkeit des Dollar schwächt

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Christine Lagarde sagte, Europa müsse jetzt handeln, um den Euro zu einer globalen Macht zu machen, da Trump das Vertrauen in den US-Dollar untergrabe.
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Sie forderte die EU auf, ihr schwaches Wachstum, die fragmentierten Kapitalmärkte und den Mangel an sicheren Anlagen zu beheben.
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Sie fordertetronHandelsabkommen, eine gemeinsame Verteidigungsfinanzierung und eine echte Kapitalmarktunion.
Diedent der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sagte am Dienstag vor europäischen Entscheidungsträgern, der Euro müsse nun zu einem echten globalen Akteur werden, nachdem Donald Trump die Glaubwürdigkeit des US-Dollars ruiniert habe.
In einem Gastbeitrag für die Financial Timeserklärte Christine: „Dieser Moment des Wandels ist eine Chance für Europa: Es ist ein Moment für den ‚globalen Euro‘.“ Sie forderte dringende Maßnahmen innerhalb der Eurozone, um die Rolle des Euro im globalen Finanzsystem zu stärken.
Christine erklärte, die USA unter Trump wendeten sich vom multilateralen System ab, das einst den Welthandel stützte. Sie verwies auf einen Anstieg von „Protektionismus, Nullsummendenken und bilateralen Machtspielen“ und warnte, dass dieser Trend Europa bereits hart treffe. Angesichts von 30 Millionen exportabhängigen Arbeitsplätzen könne sich die EU nicht leisten, tatenlos zuzusehen, wie das globale Handelssystem umstrukturiert werde.
Europa muss strukturelle Schwächen beheben, um den Euro voranzubringen
Christine erklärte, der Euro sei bereits die zweithäufigst verwendete Währung der Welt und halte 20 Prozent der Devisenreserven. Der Dollar hingegen kontrolliere, selbst unter Trump, immer noch 58 Prozent. Sie machte deutlich, dass Europa, um diese Lücke zu schließen, aufhören müsse, sich auf den Niedergang Amerikas zu verlassen und stattdessen seine eigenen Probleme angehen müsse.
Sie nannte drei Bereiche, in denen Europa hinterherhinkt: geopolitische Glaubwürdigkeit, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und institutionelle Stärke. Im Bereich Handel erklärte sie, die EU sei bereits der größte Handelspartner für 72 Länder und mache fast 40 Prozent des globalen BIP aus. Dennoch werde der Euro nur für etwa 40 Prozent der internationalen Rechnungen verwendet. Sie forderte die EU nachdrücklich auf, diese Marktmacht zu nutzen und bessere Handelsabkommen abzuschließen.
Christine erklärte, die EZB leiste bereits Hilfe, indem sie wichtigen globalen Partnern Swap- und Repo-Linien anbiete, um Euro-Engpässe im Ausland zu verhindern. Dies reiche jedoch nicht aus, um das notwendige globale Vertrauen zu gewinnen. „Investoren suchen Regionen, die ihre Bündnisse einhalten“, schrieb sie und fügte hinzu, dass allein Glaubwürdigkeit den Anteil einer Währung an den Devisenreserven um bis zu 30 Prozentpunkte erhöhen könne.
Die europäische Wirtschaft stellt ein weiteres Problem dar. Christine erklärte, das langfristige Wachstum der EU bleibe schwach und ihre Kapitalmärkte seien weiterhin fragmentiert. Sie räumte ein, dass die Gesamtverschuldung der EU – mit 89 Prozent des BIP – im Vergleich zu den USA mit 124 Prozent deutlich besser sei. Allerdings sei das Angebot an erstklassigen Staatsanleihen in Europa gering. Lediglich Anleihen mit einem Rating von mindestens AA machten knapp 50 Prozent des BIP aus, während es in den USA über 100 Prozent seien.
Sie forderte mutige Schritte, um dies zu beheben: die Vollendung des Binnenmarktes, den Abbau regulatorischer Hürden und die Schaffung einer echten Kapitalmarktunion. Zudem drängte sie auf EU-weite Maßnahmen zur Unterstützung wichtiger Sektoren wie grüner Energie und Verteidigung und erklärte, eine gemeinsame Finanzierung öffentlicher Güter wie Militärausgaben könne dazu beitragen, die von Anlegern gewünschten sicheren Anlagen zu schaffen.
Institutionelle Veränderungen sind notwendig, um die Finanzstimme Europas zu vereinheitlichen
Christine erklärte, das Vertrauen der Anleger in den Euro hänge auch von der Stärke der europäischen Institutionen ab. Sie räumte ein, die EU-Struktur sei komplex, betonte aber, dass ihr langsames und kompliziertes Entscheidungssystem dennoch Stabilität, Kontinuität in der Politik und Rechtsstaatlichkeit garantiere. Die Unabhängigkeit der EZB sei eine dertronund größten Stärkenmüsse geschützt werden.
Doch sie ignorierte das politische Chaos nicht. Sie kritisierte das System, das es einem Land ermöglicht, Entscheidungen zu blockieren, die 27 andere Länder betreffen. „Ein einzelnes Veto darf nicht länger den gemeinsamen Interessen der übrigen 26 Mitgliedstaaten im Wege stehen“, schrieb sie. Sie erklärte, qualifizierte Mehrheitsentscheidungen seien in wichtigen Bereichen notwendig, damit die EU „mit einer Stimme sprechen“ könne
Sie schloss ihren Beitrag mit dem Appell an die politischen Entscheidungsträger, dass Dominanz niemals von Dauer ist. „Die Geschichte lehrt uns, dass Regime scheinbar ewig währen – bis sie es nicht mehr tun“, sagte sie. Christine erklärte, der Moment sei jetzt gekommen, aber nicht von Dauer. „Um ihn zu nutzen und die Rolle des Euro im internationalen Währungssystem zu stärken, müssen wir als geeintes Europa entschlossen handeln und mehr Kontrolle über unser eigenes Schicksal übernehmen.“
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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