Europa bemüht sich mehr denn je um Südostasien, doch die Handelsbeziehungen der Region zu China und den Vereinigten Staaten werden weiterhin bestehen.
Angesichts steigender Zölle und zunehmend aggressivem Vorgehen Pekings in umstrittenen Gewässern schmieden führende Politiker in ganz Europa neue Allianzen. Doch laut CNBC bleibt die bittere Wahrheit: Die EU hinkt in allen wichtigen Bereichen – Handel, Einfluss und Präsenz – weiterhin hinterher.
Im vergangenen Monat tauchten chinesische Bomberflugzeuge auf den Paracel-Inseln auf, was die Spannungen mit den Philippinen verschärfte und Südostasien daran erinnerte, wer im Südchinesischen Meer das Sagen hat.
Gleichzeitig läuft die von Biden eingeführte 90-tägige Zollpause – die er vondent Trump übernommen und fortgeführt hat – im Juli aus. Angesichts der Machtdemonstration Chinas und der USA sieht Europa ein kleines Zeitfenster, um sich als dritte Option zu positionieren.
Macron mahnt zu engeren Beziehungen im asiatischen Verteidigungsforum
Beim Shangri-La-Dialog 2025 forderte der französische Präsident dent Macron eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und dem Indopazifik und warnte vor einer „Erosion“ globaler Bündnisse. Er verglich Chinas militärische Machtdemonstration mit Russlands Krieg in der Ukraine und bezeichnete beides als Bedrohung für die internationale Stabilität.
Macron möchte Europa als verlässlichen Partner präsentieren, aber Asien glaubt ihm nicht, solange die Handelszahlen dies nicht untermauern.
Bob Herrera-Lim, Geschäftsführer von Teneo, erklärte gegenüber CNBC, Europa sei daran interessiert, Waffen zu verkaufen und die Bodenschätze Südostasiens zu nutzen, um seinen grünen und digitalen Wandel zu unterstützen. Er stellte jedoch klar: Das reiche nicht aus. „In Südostasien folgt die Form der Funktion“, sagte Herrera-Lim. „Beziehungen basieren dort vor allem auf wirtschaftlichen Verbindungen.“
Europa hat zwar Abkommen mit Singapur und Vietnam unterzeichnet, doch die weitergehenden Gespräche über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und ASEAN stagnieren seit Jahren. Céline Pajon, Leiterin der Indo-Pazifik-Forschung bei Ifri, räumte ein, dass die EU beim Aufbau ihrer Präsenz und Investitionen in der Region „noch Fortschritte erzielen muss“.
China und die USA dominieren die Handelswege Südostasiens
In absoluten Zahlen liegt Europa mit großem Abstand auf dem dritten Platz. China ist seit 2009 Südostasiens wichtigster Handelspartner, und sein Handelsvolumen erreichte 2024 982,3 Milliarden US-Dollar. Die USA folgten mit 476,8 Milliarden US-Dollar. Europa brachte es lediglich auf 258,7 Milliarden Euro, umgerechnet etwa 299,7 Milliarden US-Dollar. Und die Entwicklung verläuft nicht positiv.
Bob sagte, wenn China seine Binnenmärkte nächsten Monat öffne, würden die Menschen aus Südostasien in Scharen nachziehen. „dent von ihrer jeweiligen Politik in vielen dieser Fragen“, fügte er hinzu und machte damit deutlich, dass Werte allein nicht die Rechnungen bezahlen.
Trotz zunehmender Spannungen im Meer und in den Handelsgesprächen Peking weiterhin, was Südostasien braucht. Es agiert schnell, massiv und ist bereits fest etabliert. Europas Handelsmaschinerie hingegen wirkt langsam und unkoordiniert.
Dennoch argumentierte Lizza Bomassi, Forschungsanalystin am Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien, dass Europa etwas anderes zu bieten habe – stabile Partnerschaften, die nicht auf Machtspielen beruhen. „Europas Wertversprechen liegt darin, ein verlässlicher Partner in kritischen Bereichen wie Energiesicherheit, grüner Infrastruktur und digitaler Governance zu sein“, schrieb Lizza in einer E-Mail an CNBC.
Céline erklärte, Südostasien könne die EU nutzen, um seine Optionen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von den beiden Supermächten zu verringern. Mehr Partner würden die Kosten für China erhöhen, sollte es versuchen, Konflikte zu eskalieren, insbesondere angesichts Pekings Fixierung auf sein Image des „friedlichen Aufstiegs“.
Europa bringt jedoch keine militärische Stärke mit. Lizza erklärte, die Beziehungen zwischen der EU und ASEAN funktionierten eher wie ein weicher Schutzschild – sie signalisierten, dass Südostasien nicht allein sei und mehr Verbündete am Verhandlungstisch habe. Das sei dermatic Puffer. Doch Freunde zahlen nicht wie Kunden.
Ja, Europa will mitmischen. Es klopft an die Tür und hofft, dass Südostasien es zum Abendessen einlädt. Doch ohne bessere Handelsangebote, schnellere Abkommen und engere Beziehungen bleibt es nur ein weiterer Gast am Spielfeldrand.

