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Chinas wirtschaftliche Aussichten für das Jahr 2025 sehen sehr verwirrend aus

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Chinas wirtschaftliche Aussichten für das Jahr 2025 sehen sehr verwirrend aus
  • Die Weltbank hat ihre Prognose für das chinesische BIP-Wachstum im Jahr 2025 auf 4,5 % angehoben, doch die schwache Binnennachfrage und strukturelle Probleme belasten die Wirtschaft weiterhin stark.
  • Trumps Rückkehr ins Weiße Haus droht China mit höheren Zöllen, strengeren Technologiekontrollen und eskalierenden Spannungen um Taiwan und das Südchinesische Meer.
  • Über 38 % der chinesischen Bevölkerung gehören einer gefährdeten Mittelschicht an und sind trotz jahrzehntelanger Fortschritte vom Rückfall in die Armut bedroht.

Chinas Wirtschaftsprognose für 2025 gleicht einem Blick auf eine chaotische, widersprüchliche Tabelle. Die Weltbank hat . ihre Erwartungen für das BIP-Wachstum des Landes im nächsten Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf 4,5 % angehoben

Das klingt in der Theorie gut. Doch bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass der Optimismus an einem seidenen Faden hängt. Die Versprechen aus Peking sind großspurig, aber die Ergebnisse? Nun ja, sie erfüllen die hohen Erwartungen nicht gerade.

Für 2024 erhöhte die Weltbank ihre BIP -Prognose auf 4,9 %, was nur knapp unter Chinas offiziellem Ziel von 5 % liegt. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Wirtschaft in den ersten neun Monaten des Jahres um 4,8 % wuchs.

Die zugrundeliegenden Probleme – schwache Binnennachfrage, deflationärer Druck und ein angeschlagener Immobilienmarkt – stellen jedoch eine harte Realität dar. Pekings Wirtschaftsteam unterdent Xi Jinping hat zwar Reformen und fiskalische Anpassungen angekündigt, Kritiker bemängeln aber, dass es sich nur um leere Worte handle und nicht um ausreichende Taten.

Schwache Nachfrage, große Versprechen und noch größere Fragen

Chinas wirtschaftliche Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in einem dreijährigen Zusammenbruch des Immobilienmarktes, der das Vermögen der Haushalte stark reduzierte und die Binnennachfrage schwächte. Auch Xis Hinwendung zu Hightech-Fertigung und -Industrie hat das Vertrauen nicht gestärkt.

Die Exporte, die bisherige Stütze der Wirtschaft, könnten durch Donald Trumps bevorstehende Wiederwahl einen schweren Schlag erleiden. Seine Rückkehr droht, China mit Zöllen von bis zu 60 % zu belegen, was ein Loch von 570 Milliarden Dollar in den bilateralen Handel reißen würde.

Die Weltbank warnt, dass traditionelle Konjunkturprogramme nicht ausreichen, um China aus der Krise zu führen. Tiefgreifendere Reformen sind in allen Bereichen nötig, von der Gesundheitsversorgung über das Bildungswesen bis hin zum Rentensystem. Und dann ist da noch das Hukou-Registrierungssystem, ein bürokratischer Albtraum, der seit Langem ein Hindernis für die wirtschaftliche Mobilität darstellt.

Laut Weltbank reichen „konventionelle Maßnahmen nicht aus“, um das Wachstum wieder anzukurbeln. Anders gesagt: Peking muss endlich Schluss machen mit den Schnelllösungen und ernsthaft handeln.

Und dann ist da noch die Mittelschicht – oder das, was davon übrig ist. Eine aktuelle Studie der Weltbank zur wirtschaftlichen Mobilität von 2010 bis 2021 zeichnet ein düsteres Bild: Über eine halbe Milliarde Menschen laufen Gefahr, aus der Mittelschicht abzurutschen. Der Bericht würdigt China dafür, in den letzten 40 Jahren 800 Millionen Menschen aus der Armut befreit zu haben – eine monumentale Leistung.

Doch heute steckt 38,2 % der Bevölkerung in einer prekären Lage fest und steht kurz davor, wieder in Armut abzurutschen. Diese Menschen verdienen zwar mehr als 6,85 US-Dollar pro Tag (Kaufkraftparität von 2017), aber nicht genug, um sich sicher zu fühlen.

Das Ergebnis ist ernüchternd: 17 % der 1,4 Milliarden Chinesen leben weiterhin in Armut, während 32,1 % als „gesicherte Mittelschicht“ gelten. Damit ist die Mehrheit nach wie vor finanziell instabil.

Geopolitik: Trump, Zölle und jede Menge Spannungen

Als ob die innenpolitischen Probleme nicht schon genug wären, braut sich für Xi Jinping ein geopolitischer Sturm zusammen. Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ist genau das Horrorszenario, das Peking befürchtet hat. Der US-dent hat deutlich gemacht, dass er den Druck auf chinesische Waren erhöhen und die Exportkontrollen für Spitzentechnologien wie Halbleiter, KI und Quantencomputer verschärfen will.

Als Trump das letzte Mal Zölle verhängte, stand Chinas Wirtschaft besser da. Heute, mit übermäßiger Verschuldung, Deflation und einer Immobilienkrise, ist das Land deutlich verwundbarer. Und es geht nicht nur um Handelskriege. US-Hardliner drängen auf eine härtere Linie gegenüber Taiwan und dem Südchinesischen Meer und schüren damit die Angst vor einer Konfrontation, die der Kubakrise in nichts nachstehen könnte.

Hinzu kommt das Problem der regionalen Beziehungen Pekings. Chinas aggressives Verhalten in umstrittenen Gewässern und sein wirtschaftlicher Druck haben die Nachbarländer im Laufe der Jahre näher an die USA herangeführt.

Trumps „America First“-Politik, einschließlich potenzieller Zölle auf ostasiatische Verbündete, könnte Peking die Chance bieten, die Beziehungen wieder zu verbessern. Doch das erfordert Kompromissbereitschaft – etwas, woran Xi bisher wenig Interesse gezeigt hat.

Russland, Ukraine und der Unsicherheitsfaktor: Ein Neustart der Beziehungen zwischen den USA und Russland

Der Krieg in der Ukraine verkompliziert die Lage zusätzlich. Europas Frustration über Pekings wahrgenommene Unterstützung Russlands hat die Beziehungen belastet, und Trumps Forderung an China, eine Rolle bei der Beendigung des Konflikts zu spielen, trägt weiter zur Komplexität bei.

Xi steckt in einem Dilemma: Entweder er setzt Wladimir Putin , ein Abkommen zu schließen, und riskiert damit die enge Freundschaft, die er als „grenzenlos“ bezeichnet, oder er verprellt Europa weiter. Und dann ist da noch die unberechenbare Variable, mit der niemand gerechnet hat – eine mögliche Annäherung zwischen den USA und Russland.

Die Vorstellung, dass Trump sich Moskau annähert, ist nicht abwegig und könnte für Peking verheerende Folgen haben. Ein solcher Kurswechsel würde Xis Freundschaft mit Putin schwächen und gleichzeitig US-Ressourcen freisetzen, um die Rivalität mit China weiter zu verschärfen.

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