China plant eine Umstrukturierung seiner Geldpolitik, um den Binnenkonsum anzukurbeln

- Nach dem schwachen Wirtschaftswachstum im letzten Monat plant China, seine Geldpolitik im kommenden Jahr zu lockern, um den Binnenkonsum anzukurbeln.
- Das Land leidet zudem unter hohen Grundsteuern und einer steigenden Staatsverschuldung, was Chinas Wirtschaftswachstumsziele gefährdet.
- Die Regierung wird die aktuelle Wirtschaftslage überprüfen, um die notwendigen Änderungen für das Jahr 2025 vorzunehmen. Es wird spekuliert, dass das Wirtschaftswachstumsziel weiterhin bei 5 % liegen wird.
Laut einem Bericht des Politbüros des Zentralkomitees der KPCh vom 9. Dezember plant China eine Änderung seiner Geldpolitik, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und den Binnenkonsum zu steigern. Das Treffen fand statt, nachdem das chinesische Statistikamt den Inflationsbericht veröffentlicht hatte, der auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Land hindeutete.
Bei dem Treffen versprach die Pekinger Regierung, die Geldpolitik zu lockern und gleichzeitig die fiskalischen Konjunkturmaßnahmen zu verstärken. Das Politbüro, ein Gremium unter der Leitung von Chinasdent Xi Jinping, legte zudem weitere Prioritäten der Regierung für das kommende Jahr zur Verbesserung der Wirtschaft vor.
Das von Xi Jinping geleitete Treffen hatte zunächst die Analyse der aktuellen Wirtschaftslage zum Ziel. Laut Bericht soll die Leistungsüberprüfung die Grundlage für die Umsetzung der politischen Maßnahmen bis 2025 bilden. Die Pekinger Regierung erörterte im Rahmen des Treffens auch das Wirtschaftswachstumsziel für 2025 und plante den Staatshaushalt. Die politischen Änderungen des Gremiums werden dessen Beratungstätigkeit gegenüber anderen Sektoren, einschließlich des Parlaments, hinsichtlich künftiger Entscheidungen unterstützen.
Die Entscheidung des Politbüros, fiskalpolitische Änderungen einzuleiten, ist die erste seit 2010 und markiert die letzten politischen Anpassungen im Land vor über 14 Jahren. Ende 2010 hatte das Gremium nach der globalen Finanzkrise von 2008 bereits ähnliche Änderungen vorgenommen. Obwohl die Regierung in Peking nicht häufig Reformen durchführt, bleibt China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
China sieht sich mit wachsenden wirtschaftlichen Risiken konfrontiert
Das Politbüro bestätigte, dass die sinkende Inflation das Wirtschaftswachstum negativ beeinflusst hat. Die Zahlen vom November zeigten, dass die Inflation im Land einen Tiefststand der letzten fünf Monate erreicht hatte; der chinesische Verbraucherpreisindex stieg im Jahresvergleich lediglich um 0,2 Prozent. Im Monatsvergleich sank der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent, nach einem Rückgang von 0,3 Prozent im Oktober.
Viele Analysten warnten davor, dass der designierte US-dentDonald Trump Handelskriege auslösen könnte. Trump hat seine Zollpläne öffentlich gemacht, die vor allem China, Mexiko und Kanada treffen würden. Das Risiko wirtschaftlicher Instabilität durch Trumps Zölle hat maßgeblich zum langsamen Wirtschaftswachstum des Landes beigetragen. Diese Risiken haben die Instabilität in einigen Wirtschaftszweigen weiter verschärft, insbesondere im Wohnungssektor, der mit hohen Grundsteuern und Hypothekenzinsen zu kämpfen hat.
Laut Stansberry-Analyst Brian Tycangco erwartet von den aktuellen politischen Kursänderungen mehr Stabilität an den Aktien- und Immobilienmärkten. Der Analyst skizzierte zudem die Möglichkeit einer Erhöhung der Mindestreserveanforderungen, einer Reduzierung der Einkommensteuersenkungen und einer stärkeren Fokussierung auf direkte fiskalische Anreize. Tycangco fügte hinzu, dass die Maßnahmen darauf abzielen würden, das Wachstum in allen Wirtschaftszweigen des Landes aufrechtzuerhalten und die Binnennachfrage insgesamt zu steigern.
Analysten rechnen mit einem Wirtschaftswachstum von 5 %
Einem Reuters-Bericht zufolge ermutigen Berater der Pekinger Regierung diese, ein Wirtschaftswachstumsziel von 5 % für 2025 festzulegen. Der Bericht hob außerdem hervor, dass die Berater der Ansicht sind, dass die Konzentration auf fiskalische Anreize dem Land helfen wird, die Auswirkungen von Trumps Zöllen besser zu bewältigen.
Goldman Sachs schätzt , dass die Einführung eines 20-prozentigen Zolls auf chinesische Importe das chinesische BIP um 7 Prozentpunkte belasten würde. Der Bericht verweist zudem auf eine Reuters-Umfrage, der zufolge viele Analysten davon ausgehen, dass die Pekinger Regierung am Wirtschaftswachstumsziel von 5 Prozent für 2025 festhalten wird.
Eine weitere Umfrage deutete darauf hin, dass China im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von etwa 4,5 % erzielen würde. Der Bericht betonte, dass die meisten Analysten mit einem Wachstum zwischen 4 % und 5 % rechneten.
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Collins J. Okoth
Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.
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