Die chinesische Regierung hegt traditionell ein Misstrauen gegenüber westlichen sozialen Medien, Suchmaschinen und anderen digitalen Angeboten, und nun soll die chinesische Zentralbank Berichten zufolge eine eigene Kryptowährung entwickeln, die mit Facebook Libra konkurrieren soll.
Wang Xin, Direktor des Forschungsbüros der Chinesischen Volksbank (PBOC), erklärte auf einer Veranstaltung, dass die aktuelle Ereigniskette die Entscheidung dem chinesischen Volk aufbürdet. Dies sei angesichts der bisherigen Vorgehensweise der chinesischen Regierung gegenüber verschiedenen Akteuren notwendig.
China hat Bitcoin oder Kryptowährungen nie wirklich unterstützt, da diese den ohnehin schon angeschlagenen Yuan bedrohen und die Beibehaltung des Kapitals in Yuan für das Land oberste finanzielle Priorität hat.
Dies führte Ende des dritten Quartals 2017 zu einem berüchtigten umfassenden Verbot der Kryptowährung sowie von Initial Coin Offerings (ICOs) durch China.
Aufgrund zunehmender Stromdiebstähle wurde in China auch ein Verbot des Bitcoin -Minings verhängt. Das Verbot trat im ersten Quartal des laufenden Jahres in Kraft.
Warum Facebook Libra für Chinas Finanzpolitik von Bedeutung ist
Facebook Libra ist ein in den USA ansässiges Unternehmen, das maßgeblich vom Aufsichtsrat des Unternehmens beeinflusst wird. Darüber hinaus wird erwartet, dass das Unternehmen Zugang zu über zwei Milliarden (2,4 Milliarden) Nutzern erhält.
Zu allem Überfluss steht Facebook Libra unter Druck von verschiedenen Mitgliedern des Kongresses, was China Zeit verschafft, ernsthafte Maßnahmen gegen die Währung zu ergreifen, oder die Finanzstabilität in China gefährdet.
China ergreift diese Maßnahme, und das Team der PBOC arbeitet nun mit Zustimmung des chinesischen Staatsrats an einer digitalen Zentralbankwährung.
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