China droht mit Maßnahmen als Reaktion auf die „KI-Hegemonie“ der USA

- Das chinesische Handelsministerium hat öffentlich gefordert, dass die USA aufhören, mit Sanktionen gegen chinesische KI-Firmen wegen angeblicher Modellabspaltung zu drohen.
- Das Ministerium bezeichnete die Kampagne als „KI-Hegemonie“ und versprach, „alle notwendigen Maßnahmen“ zum Schutz seiner Interessen zu ergreifen.
- Washington erwägt Beschränkungen für günstige chinesische Open-Source-Modelle, die mittlerweile mehr gerouteten Datenverkehr abwickeln als amerikanische Modelle.
Das chinesische Handelsministerium hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, die Drohungen mit Sanktionen gegen chinesische Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz einzustellen.
Das Ministerium hat gewarnt, dass es „alle notwendigen Maßnahmen“ ergreifen wird, um seine Interessen zu verteidigen, falls Washington gegen sie vorgeht.
Warum haben die USA Chinas KI sanktioniert?
Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums erklärte, die anhaltenden Sanktionsdrohungen der Vereinigten Staaten entbehrten jeglicher faktischen oder rechtlichen Grundlage und liefen auf das hinaus, was China als „KI-Hegemonie“ bezeichne.
Berichten zufolge wollen hochrangige US-Beamte chinesische Labore wegen der angeblichen „Kopie“ fortschrittlicher amerikanischer Modelle untersuchen und möglicherweise Sanktionen gegen sie wegen des Verdachts auf Diebstahl geistigen Eigentums verhängen.
Derselbe Sprecher argumentiert, dass mehrere chinesische Modelle etwa zeitgleich mit führenden US-Systemen auf den Markt kamen und in bestimmten Bereichen, darunter auch der Frontend-Programmierung, bereits zu den Besten zählen. Innovation, so der Sprecher weiter, gehöre keinem einzelnen Land.
Chinas schärfster Einwand ist laut Handelsministerium, dass viele US-amerikanische KI-Firmen chinesische Modelle während ihrer Forschung und Ausbildung übernommen haben. Das Ministerium merkte außerdem an, dass fast 200 US-Startups ihre Regierung aufgefordert haben, den Zugang zu chinesischen Open-Source-Modellen nicht zu sperren, da dies ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen würde, wie Cryptopolitan berichtete.
Ein Regierungssprecher wies die Diebstahlsvorwürfe zuvor ebenfalls zurückund bezeichnete sie als unbegründete, auf Vorurteilen beruhende „Verleumdung“.
Peking schloss mit dem Vorschlag, dass beide Länder eine von den Staatschefs beider Nationen erzielte Übereinkunft respektieren sollten.
Warum fließt das Geld in chinesische Modelle?
Cryptopolitan berichtete , dass chinesische Modelle mittlerweile 46,4 % des gerouteten Token-Verkehrs auf OpenRouter ausmachen, einer Plattform, die Entwicklern den Systemwechsel ermöglicht. Im Vergleich dazu liegt der Anteil US-amerikanischer Modelle bei 35,7 %. Allein DeepSeek trug im Juli 2026 17,6 % zu diesem Gesamtvolumen bei. Eine Studie von Hugging Face vom 16. März 2026 ergab, dass chinesische Open-Source-Modelle 41 % aller Open-Source-Modell-Downloads ausmachten.
Die Gründe für diese massive Übernahme chinesischer Technologie liegen darin, dass deren Rechenleistung wesentlich geringer ist und dass die Anfang 2026 von den USA verhängten Exportbeschränkungen für Zukunftsmodelle wie Anthropics Claude Mythos 5 und Fable 5 Marktlücken schufen, die von ausländischen Systemen gefüllt wurden.
Nach der Markteinführung von Kimi K3 durch Moonshot AI und den Behauptungen der Entwickler, dass die Leistung des Modells nahe an der von Anthropic's Fable und OpenAI's ChatGPT liege, jedoch zu einem weit niedrigeren Preis angeboten werde, erwägen die USA neue Maßnahmen gegen chinesische Technologie.
Die jüngste Bewertung von OpenAI lag bei 852 Milliarden US-Dollar und die von Anthropic bei 965 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einer kolportierten Bewertung von rund 30 Milliarden US-Dollar für Moonshot.
Cryptopolitan berichtete am 20. Juli, dass die USA voraussichtlich neue Vergaberegeln einführen, ihre Drohungen, chinesische Labore auf die Entity List des Handelsministeriums zu setzen, erneuern und öffentlichen Druck auf amerikanische Unternehmen ausüben werden, die chinesische Modelle verwenden. Die Entity List schränkt bereits den Kauf von US-Waren durch Hunderte chinesischer Firmen ohne Lizenz ein.
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Häufig gestellte Fragen
Was sagte das chinesische Handelsministerium zu den US-Sanktionsdrohungen?
Das Ministerium bezeichnete die Drohungen als unbegründete „KI-Hegemonie“ ohne faktische oder rechtliche Grundlage und erklärte, China werde „alle notwendigen Maßnahmen“ gegen jede Handlung ergreifen, die seinen Interessen wesentlich schade.
Was wirft die USA chinesischen KI-Unternehmen vor?
Berichten zufolge wollen hochrangige US-Beamte chinesische Labore wegen des mutmaßlichen „Abschreibens“ fortschrittlicher amerikanischer Modelle untersuchen, ein System anhand der Ergebnisse eines anderen Modells trainieren und haben Sanktionen wegen angeblichen Diebstahls geistigen Eigentums der USA in Erwägung gezogen.
Welchen Anteil am Markt für KI-Modelle haben chinesische Systeme mittlerweile?
Chinesische Modelle machen 46,4 % des gerouteten Token-Verkehrs auf OpenRouter aus, im Vergleich zu 35,7 % bei US-Modellen, wobei DeepSeek im Juli 2026 bei 17,6 % liegt. In einer Studie von Hugging Face vom 16. März 2026 stellten sie 41 % der Downloads von Open-Source-Modellen.

Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.
















