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Die Nvidia-Aktie stürzt um 3 % ab, nachdem China dem Unternehmen Verstöße gegen das Kartellrecht vorgeworfen hat

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Nvidia-Aktie stürzt um 3 % ab, nachdem China dem Unternehmen Verstöße gegen das Kartellrecht vorgeworfen hat.
  • China warf Nvidia vor, im Zusammenhang mit der Übernahme von Mellanox im Jahr 2020 gegen kartellrechtliche Bestimmungen verstoßen zu haben.

  • Die Nvidia-Aktie fiel nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um 3 %.

  • China droht Nvidia mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 10 % seiner 17 Milliarden Dollar Umsatz aus dem Land.

Die Nvidia-Aktie fiel am Montagmorgen um 3 %, nachdem Peking das Unternehmen öffentlich beschuldigt hatte, gegen das chinesische Kartellrecht verstoßen zu haben. Die Anschuldigung kam von der chinesischen Staatlichen Marktregulierungsbehörde (SAMR), die erklärte, eine Voruntersuchung habe ergeben, dass Nvidia die Regeln im Zusammenhang mit der Übernahme des israelischen Chipherstellers Mellanox Technologies im Jahr 2020 nicht eingehalten habe.

Laut SAMR hat Nvidia möglicherweise gegen die von China bei der Genehmigung des Mellanox-Deals festgelegten Bedingungen verstoßen. Die Behörde beließ es nicht dabei. Offizielle Stellen gaben an, die Untersuchung dauere an und werde fortgesetzt. Bis Montag hatte Nvidia keine Stellungnahme abgegeben.

Regulierungsbehörden werfen Nvidia vor, seine Zusagen für 2020 gebrochen zu haben

Bereits 2020 erhielt die chinesische Genehmigung zur Übernahme von Mellanox – einem Hersteller von Netzwerkhardware für Rechenzentren und Server – allerdings unter Auflagen. Die Übernahme wurde erst genehmigt, nachdem Nvidia den chinesischen Regulierungsbehörden konkrete Zusagen gemacht hatte. Nun behauptet die SAMR, diese Zusagen seien gebrochen worden.

Die SAMR (Sozialversicherungsbehörde für Marktregulierung) gab bekannt, dass der US-amerikanische Chiphersteller Nvidia im Verdacht steht, gegen vertraglich vereinbarte Verpflichtungen verstoßen zu haben. Laut dem vorläufigen Bericht der Behörde verstößt Nvidias Verhalten gegen das chinesische Kartellrecht. Die Behörde bestätigte, dass das Verfahren noch läuft. Die Meldung führte der Nvidia- im US-amerikanischen vorbörslichen Handel zu einem Kurssturz

Nach chinesischem Kartellrecht drohen Unternehmen, die wettbewerbswidrig handeln, Geldstrafen in Höhe von 1 % bis 10 % ihres Vorjahresumsatzes. Nvidia erzielte im letzten Geschäftsjahr, das am 26. Januar endete, einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar in China. Dies entsprach 13 % des Gesamtumsatzes von Nvidia, wie aus dem jüngsten Geschäftsbericht hervorgeht. Die Strafe könnte daher enorm ausfallen.

All dies geschieht, während sich US-amerikanische und chinesische Beamte in Madrid treffen, um über Handelsfragen zu beraten. Berichten zufolge stehen Halbleiter ganz oben auf der Tagesordnung, und auch Nvidia ist im Gespräch. Da die USA Exportbeschränkungen für hochentwickelte Chips nach China verhängt haben und Peking seine eigenen Regeln verschärft, sind die Spannungen bereits jetzt extrem hoch.

China leitet Antidumping-Untersuchung gegen US-Chipimporte ein

Zwei Tage vor der SAMR-Ankündigung reagierte das chinesische Handelsministerium mit einem weiteren Schritt: Es leitete eine Antidumpinguntersuchung gegen analoge integrierte Schaltkreise aus den Vereinigten Staaten ein.

In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung sagte ein Ministeriumssprecher: „Die US-Regierung hat in letzter Zeit den Begriff der nationalen Sicherheit überstrapaziert, Exportkontrollen und extraterritoriale Gerichtsbarkeit missbraucht und Chinas Chipindustrie sowie die KI-Branche böswillig blockiert und unterdrückt.“ Weiter hieß es, diese Maßnahmen verstießen „schwerwiegend gegen die WTO-Regeln“ und schadeten chinesischen Unternehmen.

Die Untersuchung folgt einer Beschwerde des regionalen Verbandes der Halbleiterindustrie, der chinesische Chiphersteller vertritt. Das Ministerium erklärte, die Untersuchung werde sich auf Schnittstellen-ICs und Gate-Treiber-ICs konzentrieren, die mit 40-Nanometer- oder kleineren Prozesstechnologien hergestellt werden. In der Antidumping-Beschwerde wird argumentiert, dass die US-Importe dieser Chips nach China um 37 % gestiegen seien, während die Preise um 52 % gefallen seien. Dieser Preisverfall habe die lokale Chipproduktion geschädigt.

Das Handelsministerium bestätigte, dass die Klage nach chinesischem Recht und WTO-Regeln eingereicht wurde und die Antidumpinguntersuchung fair und ordnungsgemäß durchgeführt werde. Das Verfahren soll voraussichtlich bis zum 13. September 2026 abgeschlossen sein, könnte sich aber bei Eintritt „besonderer Umstände“ um weitere sechs Monate verlängern.

Das Ministerium erklärte, die chinesischen Behörden würden die gesetzlichen Verfahren einhalten, die Rechte aller Beteiligten schützen und auf Grundlage der Beweislage ein endgültiges Urteil fällen. Die Untersuchung sei nicht politisch motiviert, sondern durch die Interessen der heimischen Industrie getrieben.

Im Konflikt zwischen den USA und China um Chippolitik, Handelswege und globale Lieferketten wächst der Druck auf Nvidia rasant. Das Schweigen des Unternehmens wird nicht ewig anhalten, und die Gefahr einer massiven Geldstrafe aus Peking ist nun sehr real.

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