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China stellt mittlerweile die größte Cyberbedrohung für Amerika dar und ist gefährlicher als Russland und Nordkorea

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 3 Minuten
China stellt mittlerweile die größte Cyberbedrohung für Amerika dar und ist gefährlicher als Russland und Nordkorea.
  • China gilt mittlerweile als die größte Cyberbedrohung für die USA und hat damit Russland und Nordkorea überholt.

  • Niederländische Geheimdienste enthüllten, dass China Telekommunikationsunternehmen in den USA und zehn europäischen Ländern ins Visier genommen hat.

  • Russland hat sein Verteidigungsbudget auf 149 Milliarden Dollar erhöht und verlegt Artillerie in die Nähe der NATO-Grenzen.

Laut Geheimdiensterkenntnissen, die von hochrangigen niederländischen Beamten mitgeteilt wurden, hat China den Spitzenplatz als größte Cyberbedrohung für die Vereinigten Staaten eingenommen und Russland und Nordkorea überholt.

Die Warnung kam von Vizeadmiral Peter Reesink, dem Chef des niederländischen Militärgeheimdienstes MIVD, in einem Interview mit POLITICO. Reesink sagte:

„China verfügt über ein sehr komplexes, gut organisiertes Cybersystem. Und wir sind nicht in der Lage, dessen Möglichkeiten vollständig zu erfassen. Ich würde sagen, es ist bedrohlicher als Russland.“

Diese veränderte Wahrnehmung globaler Bedrohungen beruht nicht auf Spekulationen. Der jüngste Bericht des chinesischen Militärs (MIVD) belegt eine wachsende Zusammenarbeit zwischen China und Russland in militärischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Bereichen. 

Reesink sagte, der Westen sei noch immer zu sehr von Putins Krieg in der Ukrainetrac, um zu verstehen, was China im digitalen Raum bereits leistet. Und was China tut, ist keine bloße Theorie – es basiert auf realer Infiltration.

Chinas Cyberkampagne trifft US-Telekommunikationsunternehmen und Europa

Im vergangenen Jahr enthüllten amerikanische Geheimdienste, dass eine chinesische Cyber-Gruppe namens Salt Typhoon über ein Jahr lang in den Netzwerken großer US-amerikanischer Telekommunikationsanbieter aktiv war. Dies war kein Einzelfall. Laut Reesink gab es ähnliche Angriffe auch in Europa, die sich gegen rund zehn Länder richteten.

Er sagte: „Wir haben in Europa etwas Ähnliches beobachtet, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in den USA.“ Er stellte jedoch klar, dass niemand wirklich wisse, wie tief Chinas Cyberinfrastruktur reiche. „Was wir beobachten können, ist nur ein begrenzter Teil“, sagte er.

Russland hingegen setzt seine Strategie der Desinformation fort. Der Bericht des russischen Militärs bestätigte, dass russische Hacker während der Europawahlen im Juni 2023 niederländische Parteienwebseiten und öffentliche Verkehrssysteme ins Visier genommen hatten. Ziel war es, das System zu blockieren und die Wähler am Wählen zu hindern.

Reesink erklärte, dass diese Art von politischer Einmischung nicht nur in den Niederlanden stattfindet. „Wir haben Informationen über russische Einmischung in verschiedene Wahlen, und zwar nicht nur durch Desinformation“, sagte er und fügte hinzu, dass dies hauptsächlich in Ländern geschehe, die früher unter Moskauer Kontrolle standen.

Doch selbst angesichts der Cyberangriffe Russlands und des Beschusses der Ukraine verfolgt China eine langfristige Strategie. Ruhig, kalkuliert und mit weitreichenderen Folgen, als irgendjemand erahnen kann. Reesink machte deutlich, dass dies nicht mehr allein Europas Problem ist.

Das russische Militärinstitut MIVD glaubt dennoch nicht, dass Putin morgen einen neuen Krieg beginnen wird. Reesink erklärte jedoch, Russland könne innerhalb eines Jahres zu einem weiteren größeren Konflikt bereit sein, abhängig vom Verlauf der Ukraine-Krise und dem Produktionstempo.

Deshalb befindet sich die NATO, einschließlich der Niederlande, bereits in erhöhter Alarmbereitschaft. Reesink räumte ein, dass Europa in den letzten 20 bis 30 Jahren gezögert habe, sagte aber: „Die meisten Ministerien mussten Budgetkürzungen hinnehmen – mit Ausnahme des Verteidigungsministeriums.“

Trumps Geheimdienstumstrukturierung sorgt für Spannungen mit Europa

Auch auf amerikanischer Seite herrscht keine Ruhe. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im November hat er die US-Geheimdienste systematisch beschnitten – Budgets gekürzt, Andersdenkende entfernt und Führungspositionen mit Gefolgsleuten besetzt. Reesink sagte:

„Es ist kein sehr beruhigendes Signal vonseiten der USA, wenn man sieht, dass die Führungsriege der Geheimdienste … nun ja, sich einen anderen Job suchen muss.“

Dennoch sagte er, dies habe Europa gezwungen, in den Spiegel zu schauen und endlich zu erkennen, dass es seine Probleme selbst in die Hand nehmen muss. „Es war ein guter Blick in den Spiegel für Europa und die Rolle, die wir dabei spielen müssen“, sagte Reesink. Diese Denkweise beginnt sich zu verfestigen.

Er wies darauf hin, dass kürzlich zum ersten Mal überhaupt ein vollständiges Treffen der militärischen und zivilen Geheimdienstchefs aus ganz Europa in Brüssel stattgefunden habe. Alle seien erschienen. Das sei ungewöhnlich, aber dies seien auch keine normalen Zeiten.

Trotz des Chaos betonte Reesink, dass die Zusammenarbeit zwischen europäischen und amerikanischen Geheimdiensten weiterhintronsei. Er warnte jedoch: Trumps Haltung gegenüber Russland – insbesondere die Verbreitung kremlfreundlicher Narrative über den Krieg in der Ukraine – habe erhebliche Spannungen erzeugt.

Reesink sagte, Europa müsse sich nun zweimal überlegen, ob es alles mit Washington teile. „Wir wägen unser Kooperationsniveau, den Umfang und die Intensität unserer Zusammenarbeit ab“, sagte er. „Und das könnte letztendlich bedeuten, dass wir die Art und Weise unserer Kooperation mit den USA verändern müssen.“

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