China verhängt Verbot gegen kanadisches Unternehmen wegen Aufdeckung der Verwendung ausländischer Chiptechnologie durch Huawei

- China hat dem kanadischen Marktforschungsunternehmen TechInsights die Geschäftstätigkeit im Land untersagt.
- TechInsights enthüllte 2023, dass Huawei Smartphone-Prozessoren entwickelt und deckte auf, wie das Unternehmen US-Sanktionen durch Drittanbieter umgeht
- Das Verbot umfasst die japanischen, koreanischen und europäischen Niederlassungen von TechInsights sowie BAE Systems und mehrere Drohnenunternehmen, die auf Chinas Liste unzuverlässiger Unternehmen stehen.
China hat TechInsights, ein kanadisches Unternehmen, das für seine Analysen vontronbekannt ist, auf seine Liste verbotener Organisationen gesetzt. Dieser Schritt untersagt dem Forschungsunternehmen die Zusammenarbeit mit Organisationen und Personen in China, nachdem es zwei Jahre lang Details über die Computerchips von Huawei Technologies Co. veröffentlicht hatte.
Das Handelsministerium gab das Verbot am Donnerstag bekannt. TechInsights reiht sich damit in eine Reihe anderer Unternehmen ein, darunter auch einige Drohnenhersteller, denen China nun die Geschäftstätigkeit im Land untersagt hat. Das kanadische Unternehmen hat sich einen Namen gemacht, indem estronGeräte sorgfältig untersucht und alle verwendeten Bauteiledent.
Seit 2023 deckt TechInsights Informationen auf, die Huawei lieber geheim gehalten hätte. Das Unternehmen behauptet, dass Huawei trotz jahrelanger Bemühungen, alles selbst zu entwickeln, weiterhin auf Chips aus anderen Ländern angewiesen ist, damit seine Produkte funktionieren.
Vor zwei Jahren arbeitete TechInsights mit Bloomberg an einer umfangreichen Recherche. Dabei stellten sie fest, dass Huawei einen vollständig in China hergestellten Smartphone-Prozessor entwickelt hatte, der mit der Leistung von Chips von Qualcomm Inc. und Apple Inc. mithalten konnte.
Das Forschungsinstitut fand zudem Chips des taiwanesischen Halbleiterherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. in Huawei-Geräten, obwohl diese Chips eigentlich Beschränkungen unterliegen sollten. Diese Entdeckung trug dazu bei, zu erklären, wie Huawei die US-Sanktionen umging, indem es Mittelsmänner einsetzte, um die benötigten Bauteile zu beschaffen.
Erst letzte Woche berichtete TechInsights, dasstronin Huaweis neuesten und leistungsstärksten Chips für künstliche Intelligenz.
China nahm auch den Rüstungsgiganten ins Visier
Das chinesische Ministerium erläuterte seine Entscheidung in einer separaten Erklärung. Darin hieß es, ausländische Unternehmen wie Dedrone von Axon und TechInsights hätten ChinastronEinwände ignoriert und gemeinsam mit Taiwan an militärisch relevanten Technologieprojekten gearbeitet. Das Ministerium warf ihnen außerdem vor, schädliche Äußerungen über China getätigt und ausländische Regierungen bei der Bestrafung chinesischer Unternehmen unterstützt zu haben.
Auf Chinas schwarzer Liste stehen nicht nur das Mutterunternehmen, sondern auch dessen Niederlassungen in Japan, Korea und Europa sowie die Tochtergesellschaft Strategy Analytics.
Eine weitere wichtige Ergänzung der Verbotsliste ist BAE Systems Plc., ein in London ansässiges Unternehmen, das nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine eine wichtige Rolle bei der Modernisierung der europäischen Verteidigungsindustrie gespielt hat.
Die kürzlich von TechInsights durchgeführte Analyse ergab, dass Huawei in seinen Ascend-KI-Prozessoren fortschrittliche Komponenten führender asiatischer Technologieunternehmen verwendet. Die Forscher aus Ottawa untersuchten mehrere Exemplare der Huawei-Chips der dritten Generation, den Ascend 910C, und fanden Komponenten von drei verschiedenen Zulieferern.
Laut ihrer Untersuchung fertigte TSMC die Hauptchips für die Huawei-Beschleuniger. Das Team entdeckte außerdem einen älteren Speichertyp mit hoher Bandbreite namens HBM2E, der sowohl von Samsung als auch von SK Hynix hergestellt wurde. Diese Komponenten der beiden Hersteller fanden sich in zwei verschiedenen Exemplaren des Ascend 910C.
Huawei steht jahrelangem US-Druck gegenüber
Das in Shenzhen ansässige Unternehmen steht seit Donald Trumps erster Präsidentschaft im Fokus amerikanischer Beamter. Damals startete Washington eine Kampagne, um Chinas Fähigkeit zur Entwicklung fortschrittlicher Halbleiter einzuschränken.
Die Vereinigten Staaten setzten Huawei auf ihre Entity List, was es dem chinesischen Unternehmen erschwert, Technologie von amerikanischen Firmen zu beziehen.
Die umfassendere Strategie der USA beinhaltet die Blockierung von Exporten von KI-Chips, dem dazugehörigen Hochleistungsspeicher sowie den Werkzeugen und Bauteilen, die für deren Herstellung benötigt werden. Diese Maßnahmen sollen China den Zugang zu modernsten KI-Systemen verwehren und Huawei sowie andere chinesische Chiphersteller daran hindern, weltweit mit Nvidia Corp. konkurrieren zu können
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Noor Bazmi
Noor Bazmi ist Mitglied des Cryptopolitan -Nachrichtenteams und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften. Sie berichtet über Blockchain, Kryptowährungen, künstliche Intelligenz, Big Tech, den Markt für Elektrofahrzeuge, die Weltwirtschaft und politische Kurswechsel. Um ein internationales Publikum zu erreichen, absolviert sie derzeit ein Marketingstudium.
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