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CBDCs und Blockchain: Die Frage des Vertrauens

VonGorica GligorijevicGorica Gligorijevic
3 Minuten Lesezeit
CBDCs
  • CBDC will keine Blockchain, sagten Manager europäischer Zentralbanken
  • Die Implementierung der Blockchain-Technologie für eine nationale Kryptowährung ist sinnlos; die Führungskräfte blieben dabei
  • In den letzten zwei Jahren haben sie ihre Meinung nicht geändert

Dies ist eine der Schlussfolgerungen der European Blockchain Convention Virtual 2020, die am 21. September stattfand. Aufgrund der Covid-19-Pandemie waren sich Martin Diehl von der Deutschen Bundesbank und Thomas Moser von der Schweizerischen Nationalbank während der virtuellen Diskussion einig, dass die weltweiten CBDC-Pläne, wie beispielsweise Chinas digitaler Yuan, keine Blockchain-Technologie benötigen.

Beide nannten zahlreiche Gründe für diese Behauptung und vertraten eine klare Position gegenüber der Blockchain-Technologie.

Moser erklärte, der ursprüngliche Zweck der Blockchain sei es, Vertrauen zu schaffen, wenn keine zentrale Instanz existiere. Er nannte Bitcoin als Beispiel.

Darüber hinaus erklärte er, dass die Beteiligung der Zentralbanken Vertrauen schaffe. Daher sei der Einsatz von Blockchain überflüssig.

„Ich glaube … es ist nicht wirklich einfach zu begründen, warum man eine Blockchain braucht“, bemerkte Moser.

Er kündigte außerdem an, dass die Schweizerische Nationalbank in Kürze einen Bericht mit einem Vorschlag für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) für den Einzelhandel veröffentlichen wird, die keine Blockchain-Technologie beinhaltet. Er erklärte, dass das Problem des Datenschutzes durch den Einsatz von Blindsignaturtechnologie gelöst werden könne.

Martin Diehl, Leiter der Zahlungssystemanalyse bei der Deutschen Bundesbank, erklärte ebenfalls, dass CBDCs keine Blockchain-Technologie benötigen. Er nannte als Beispiele zwei wichtige CBDC-Projekte: die schwedische E-Krone und den chinesischen digitalen Yuan.

„Weder die schwedische Riksbank noch die chinesische Volksbank scheinen Blockchain zu nutzen, daher ist Blockchain kein Muss“, erklärte er.

Diehl erklärte, die Implementierung einer Blockchain für eine nationale Kryptowährung sei sinnlos. Er vertrat diese Meinung mit Nachdruck. Diehl führte aus, dass, sobald ein Netzwerk für Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether existiere, keine zentrale Instanz eine öffentliche Blockchain betreiben könne. Daher seien die Systeme für alle offen und jeder könne daran teilnehmen.

„Dass nicht autorisierte Blockchains für offizielle Blockchain-Transaktionen verwendet werden, ist für mich unvorstellbar“, bemerkte Diehl.

Die Wahrung der Privatsphäre ist ein entscheidendes Merkmal von cash .

Die Haltung dieser beiden Zentralbankchefs ist kein ZufalldentEine Umfrage unter Bankfachleuten im Februar 2020 ergab, dass 65 Prozent von ihnen Daten zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) analysiert hatten. Die Umfrage förderte eine weitere wichtige Erkenntnis zutage: Zentralbanken müssen für nationale Kryptowährungen in ihren Ländern keine Blockchain akzeptieren. Sie lehnten die Ausgabe digitaler Währungen nicht ab, sondern würden stattdessen auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basierende Plattformen nutzen.

Nur eine Zentralbank gab an, die Blockchain für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) nutzen zu wollen.

CBDC ist das, was cash nicht ist

Sie lassen sich in der digitalen Wirtschaft leicht überwachen, zensieren und verbreiten. Die Privatsphäre ist jedoch gewährleistet, sodass Ihnen beispielsweise der Zugang zu einem eigenen Unternehmen nicht verweigert werden kann, selbst wenn Sie mit der regierenden Partei Ihres Landes nicht einverstanden sind und sich möglicherweise auf einer schwarzen Liste befinden.

CBDCs sollten auf den Bemühungen von Technologieunternehmen aufbauen, Zahlungen komfortabler und sicherer zu gestalten. Sie sollten die Möglichkeit von Geldtransfers über Apps, E-Mails und Instant Messenger erweitern. Dadurch würden Drittanbieter wie Banken bei Zahlungen keine Rolle mehr spielen. 

Die Europäische Blockchain-Konferenz hat gezeigt, dass die europäischen Zentralbanken derzeit kein Interesse daran haben, Blockchain für die Einführung nationaler Kryptowährungen zu nutzen. In den letzten Jahren haben sie sich für Zero entschieden.

Im Juni 2018 erklärte Thomas Moser, Kryptowährungen und Blockchain seien nicht innovativ genug, weshalb es keinen Grund für die Einführung einer nationalen digitalen Währung gebe. Er verglich Blockchain mit der „nutzlosen Innovation“ von CDs. Zudem behauptete er, Kryptowährungen seien lediglich eine Imitation von Finanzprodukten wie Anleihen oder digitalen Aktien.

Anscheinend hat sich seitdem nichts geändert. Wird sich das jemals ändern?

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Gorica Gligorijevic

Gorica Gligorijevic

Gorica ist eine serbische Journalistin mit über zehn Jahren Erfahrung in Print-, Online-, Fernseh- und Radiojournalismus sowie im Verlagswesen. In den letzten Jahren hat sie sich dem Onlinejournalismus und dem Handel mit Kryptowährungen gewidmet.

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