Bitcoin verhält sich erneut wie eine Technologieaktie mit risikofreudigem Handel. In der kommenden Woche könnten die Quartalsberichte führender Technologieunternehmen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben.
Die Korrelation der Bitcoin-Kurse zum Nasdaq 100-Index hat sich in den letzten 30 Tagen verstärkt. Die vergangenen und bevorstehenden Quartalsberichte von Technologieunternehmen für das erste Quartal könnten in den kommenden Wochen maßgeblich die Bitcoin-Kurse beeinflussen. Die Berichtssaison könnte sich bis zum 20. Mai hinziehen, wenn Nvidia (Nasdaq: NVDA) seine Geschäftszahlen veröffentlicht.
| Unternehmen | Ticker | Berichtsdatum | Zeitangabe (geschätzt) |
| Tesla | TSLA | 22. April 2026 | Gemeldet (nach Börsenschluss) |
| Alphabet | GOOGL | 29. April 2026 | Nach Börsenschluss |
| Microsoft | MSFT | 29. April 2026 | Nach Börsenschluss |
| Meta | META | 29. April 2026 | Nach Börsenschluss |
| Amazonas | AMZN | 29. April 2026 | Nach Börsenschluss |
| Apfel | AAPL | 30. April 2026 | Nach Börsenschluss |
| Nvidia | NVDA | 20. Mai 2026 | Nach Börsenschluss |
Technologieaktien werden ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Narrativ der künstlichen Intelligenz, das die traditionellen Technologiemärkte zu übernehmen droht.
Wird Bitcoin als Technologieaktie gehandelt?
Im vergangenen Monat tracBitcoin dem Nasdaq 100 sehr eng, mit einer nahezu perfekten Korrelation. Lediglich die dem Kryptohandel inhärente Volatilität unterbrach den Trend an einzelnen Tagen.

Im ersten Quartal 2025 widerlegte Bitcoin die Annahme, es verhalte sich wie digitales Gold. Stattdessen reagierte Bitcoin stark auf geopolitische Unsicherheiten und orientierte sich größtenteils am Aktienmarkt.
Am 28. April notierte Bitcoin bei 76.747,43 US-Dollar, nachdem der Widerstand bei 79.000 US-Dollar abgewiesen worden war. In der kommenden Woche könnte der Kurs wieder anziehen und sich der 80.000-Dollar-Marke annähern.
Im Verlauf des letzten Preiszyklus verlor Bitcoin seine Korrelation zu Aktien, insbesondere nach dem Crash im Oktober 2025. Im vergangenen Monat scheint sich die Korrelation jedoch wieder zu normalisieren, da sowohl Aktien als auch Bitcoin ähnlich auf die Nachrichten über den Krieg im Iran reagierten.
Kryptowährungen hinken den Rekordhochs des Aktienmarktes hinterher, haben aber ihren Reiz als risikoreiche Anlageklasse nicht gänzlich verloren.
Bitcoin versucht, ein schwieriges erstes Quartal abzuschütteln
Der Bitcoin-Kurs sank im ersten Quartal um über 22 %, weiterhin unter Druck durch den Liquidations-Crash Ende 2025. Das erste Quartal 2026 war in der Geschichte von Bitcoineinzigartig, da die führende Kryptowährung sowohl den Januar als auch den Februar zum ersten Mal in ihrer Handelsgeschichte im Minus abschloss.
Der Bitcoin-Kurs befand sich den Großteil des ersten Quartals im Bereich extremer Angst, und die Stimmung ist weiterhin von Furcht geprägt. Der Index erholte sich zwar auf rund 33 Punkte, was aber nach wie vor auf Angst hindeutet.
Bitcoin verzeichnete weiterhin Akkumulationen durch Großinvestoren und Käufe nahe dem Höchststand durch Strategy und andere Treasury-Unternehmen. Trotzdem bleibt die Stimmung am Kryptomarkt insgesamt relativ verhalten, bis neue Liquidität in den Bitcoin-Markt fließt.
Wie Cryptopolitan berichtete, zeigte sich bei Bitcoin (BTC) auch ein Trend hin zu einer Verlagerung des Anlegerkreises von Privatanlegern hin zu einer neuen Welle langfristiger Investoren. Kurzfristig werden die Kursbewegungen von BTC weiterhin vom Derivatemarkt bestimmt. Die jüngste Liquidations-Heatmap verdeutlichte, dass BTC leicht zu Liquidationen von Long-Positionen oder kurzfristigen Kursanstiegen aufgrund von Short Squeezes veranlasst werden kann.

