BlackRock trifft sich mit der Krypto-Taskforce der SEC, um über Staking und Optionen bei Krypto-ETFs zu sprechen

- BlackRock traf sich mit der SEC, um die Einführung von Staking bei Ether-ETFs zu besprechen.
- Der Vermögensverwalter prüft die Möglichkeit, Anleihen und Immobilien in Blockchain-Token umzuwandeln.
- Andere ETF-Anbieter wie Grayscale unterstützen diesen Schritt, aber die SEC hat Entscheidungen über Vorschläge im Zusammenhang mit Staking bisher verzögert.
Der Wall-Street-Gigant BlackRock traf sich mit der Crypto Task Force der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC), um über Staking bei Krypto-Börsenprodukten (ETPs) und die Tokenisierung traditioneller Wertpapiere zu sprechen.
Das Unternehmen erklärte, es wolle die Behandlung des Stakings erörtern, einschließlich der Möglichkeit, börsengehandelten Produkten (ETPs) anzubieten. Das Unternehmen merkte an, dass Ether-ETFs zwar erfolgreich seien, aber ohne die Möglichkeit zum Staking unvollständig wären.
BlackRocks aktueller Antrag für den Ether-ETF beschreibt Staking nicht. Das Unternehmen ist jedoch der Ansicht, dass Ethereum -ETFs ohne Staking ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen. Im Rahmen der Besprechung erklärte er wolle Ether-ETFs anbieten, die Staking ermöglichen, damit Anleger zusätzliche Renditen erzielen können.
Andere führende Anbieter von Krypto-ETFs, wie Grayscale und einige Regulierungsbehörden, stimmen dem zu. Grayscale beantragte zudem Regeländerungen, um Staking für seinen Ether-ETF zu ermöglichen. Im April vertagte die SEC ihre Entscheidung über Grayscales Antrag. Dies zeigt, wie vorsichtig die Regulierungsbehörde bei der Einführung von Staking-Funktionen vorgeht.
Selbst wenn die SEC das Staking in Ether-ETFs zulässt, könnte dies den Weg für ähnliche ETFs ebnen, die auf anderen Kryptowährungen basieren, die ebenfalls Proof-of-Stake verwenden, wie beispielsweise Solana oder Cardano.
BlackRock untersucht die Blockchain-Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte
Neben dem Staking sprach BlackRock auch über die Tokenisierung von Produkten aus der traditionellen Finanzwelt – wie Anleihen, Immobilien oder anderen Vermögenswerten. Dies beinhaltet die Umwandlung von Vermögenswerten wie Anleihen oder Aktien in Blockchain-basierte Token.
Die Tokenisierung ist ein heißes Thema im Finanzwesen. Sie bietet mehrere Vorteile, wie kürzere Abwicklungszeiten, niedrigere Gebühren und die Möglichkeit, rund um die Uhr zu handeln (im Gegensatz zu traditionellen Märkten, die an Wochenenden und Feiertagen geschlossen sind).
Der Vermögensverwalter ist mit seinem digitalen Fonds „BUIDL“ bereits Marktführer in diesem Bereich. Dieser Fonds ist ein tokenisierter Fonds oder STO-Fonds (Security Token Offering), der US-Staatsanleihen umfasst. Er basiert auf der Ethereum Blockchain und verwaltet Kryptowährungen im Wert von rund 2,9 Milliarden US-Dollar. Damit ist er der größte Fonds seiner Art weltweit.
Auch Franklin Templeton ist in diesem Ökosystem aktiv und hat seinen tokenisierten Fonds „BENJI“ aufgelegt. Die beiden Unternehmen gehören zu den Pionieren in einem Markt, der den Wertpapierhandel grundlegend verändern könnte.
Das Brokerhaus Robinhood arbeitet angeblich an einer eigenen Blockchain. Geplant ist, europäischen Privatanlegern den Handel mit US-Aktien in tokenisierter Form zu ermöglichen. Im Erfolgsfall könnte dies traditionelle Finanzinstitute grundlegend verändern und für mehr Transparenz und Geschwindigkeit im Handel sorgen.
Die Gespräche zwischen BlackRock und der SEC deuten auf steigendes institutionelles Interesse hin
der SEC spricht Crypto Task Force . Die erste Sitzung fand am 1. April statt und befasste sich mit dem von dem Unternehmen vorgeschlagenen Ethereum ETF.
Die laufenden Diskussionen deuten auf ein wachsendes Interesse der großen Finanzinstitute an Kryptoprodukten hin. Sie zeigen auch, dass die SEC zwar offen für die Meinung der Öffentlichkeit ist, aber dennoch vorsichtig agiert.
Bislang wurden nur wenige Bitcoin ETFs von der SEC zugelassen, der erste von BlackRock im Januar 2025. Das ist eine der wichtigsten Entwicklungen überhaupt. Doch nun dreht sich alles um Ethereum. Was werden die neuen EthereumETFs voraussichtlich beinhalten?
Die SEC hat noch nicht entschieden, ob sie Staking zulassen soll. Angesichts der Forderungen von Unternehmen wie BlackRock und der steigenden Nachfrage der Anleger nach innovativeren Anlagestrategien dürfte eine Entscheidung jedoch nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Eine Entscheidung zugunsten der ETFs könnte eine Flut neuer ETFs auslösen und Anlegern mehr Möglichkeiten bieten, von digitalen Währungen zu profitieren – und die Grenze zwischen traditionellem Finanzwesen und Blockchain-Technologie weiter verwischen.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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