Bithumb sichert sich vor dem Börsengang im Wert von 1 Milliarde US-Dollar 25 % des koreanischen Kryptomarktes

- Bithumb hält mittlerweile 25 % des südkoreanischen Kryptomarktes, im Jahr 2023 lag der Anteil noch im einstelligen Bereich.
- Die Plattform plant einen Börsengang (IPO) im Wert von 1 Milliarde US-Dollar an der koreanischen KOSDAQ bis Ende 2025, wobei Samsung Securities als Konsortialführer fungiert.
- Die Börse steht vor Problemen bei der Einhaltung der KYC-Vorschriften und unterliegt weiterhin strengen südkoreanischen Regulierungen.
Bithumb, Südkoreas größte Kryptobörse nach Handelsvolumen, hat sich erholt und konnte im Vorfeld ihres für Ende 2025 erwarteten Börsengangs im Wert von 1 Milliarde US-Dollar problemlos mehr als ein Viertel des gesamten Handelsvolumens digitaler Währungen des Landes zurückgewinnen.
Der Aufschwung ist eine willkommene Rückkehr zu alter Stärke für Bithumb, das ein turbulentes Jahr hinter sich hat. Gegründet 2014 unter dem Namen Xcoin und 2015 umbenannt, dominierte Bithumb einst den südkoreanischen Markt mit über 70 % des Handelsvolumens.
Die Börse geriet jedoch nach Hackerangriffen, darunter einem im Jahr 2018, bei dem sie rund 30 Millionen US-Dollar verlor, ins Wanken. Gleichzeitig erlangte der Konkurrent Upbit durch die Partnerschaft mit der reinen Online-Bank Kbank, die die digitale Abwicklung neuer Börsenbenutzer ermöglicht, große Bedeutung.
Doch 2024 feierte Bithumb ein fulminantes Comeback. Die Marketingausgaben wurden um mehr als das Zehnfache auf 192 Milliarden Won im Jahr 2024 erhöht, gegenüber 16 Milliarden im Jahr 2023.
Daten des Marktdatenanbieters Kaiko zeigen, dass Bithumb im Januar 2024 einen Marktanteil von 36 % hielt. Obwohl diese Zahlen seither rückläufig sind, konnte das Unternehmen seinen Anteil bei rund 25 % halten. Das ist deutlich mehr als der hohe einstellige Marktanteil Anfang 2023.
Bithumbs plötzlicher Wiederaufstieg stürzt den Markt in einem Land in Unordnung, in dem Upbit lange Zeit ein Quasi-Monopol innehatte.
Upbit war jahrelang ein wichtiger Wachstumstreiber für Kbank und konnte einen digitalen Onboarding-Prozess für Kunden einführen. Die Rückkehr von Bithumb deutet jedoch darauf hin, dass der Markt nun wettbewerbsfähiger ist.
Bithumb bereitet den Weg für den Börsengang
Bithumb bereitet sich derzeit auf seinen Börsengang vor. Die Börse strebt nun mit Hochdruck an, beim Börsengang eine Milliarde Dollar einzuwerben.
Die Börsennotierung ist für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant, Samsung Securities fungiert als Konsortialführer. Die Börse plant eine Notierung am südkoreanischen Aktienmarkt KOSDAQ und erwägt laut KRX eine Doppelnotierung des Kryptowährungsbörsenbetreibers am US-amerikanischen NASDAQ-Markt, um mehr internationale Investoren zutrac.
Bithumb hat seine Nicht-Börsengeschäfte bereits in kleinere Einheiten aufgeteilt, um das Unternehmen im Vorfeld des Börsengangs besser steuern zu können. NYC 5G (Bithumb A) wurde am 31. Juli 2025 ausgegliedert. Dieser Schritt soll die Unternehmensstruktur vereinfachen und Kernhandelsfunktionen aus anderen Projekten wie Blockchain-Forschung, Beratung und NFT- Aktivitäten auslagern.
Bithumb verfügt über solide Finanzkennzahlen, und der bevorstehende Börsengang wird als strategischer Schritt hin zu mehr Transparenz gesehen. Dieser Schritt erfolgt im Zuge der Bemühungen des Unternehmens, nach früheren Kontroversen, darunter Ermittlungen gegen ehemalige Führungskräfte wegen Betrugs- und Veruntreuungsvorwürfen, das Vertrauen wiederherzustellen.
Bithumb bleibt unter behördlicher Beobachtung
Trotz einiger jüngster Erfolge steht Bithumb weiterhin unter strenger behördlicher Beobachtung. Südkorea hat einige der weltweit strengsten Krypto-Regulierungen, Verstöße können schwere Strafen nach sich ziehen.
Im ersten Halbjahr 2025 wurde Bithumb aufgrund der KYC-Vorschriften (Know Your Customer) vor einer möglichen behördlichen Sperrung gewarnt. Die Finanzdienstleistungskommission musste daraufhin Gegenmaßnahmen für über 400 verdächtige Benutzerkonten entwickeln.
Vor diesem Hintergrund sind viele kleinere koreanische Kryptobörsen vom Markt verschwunden. Nur zwei große Anbieter sind im Land noch aktiv: Bithumb und Upbit. internationale Börsenbetreiber wie Binance sahen sich mit Schwierigkeiten seitens der Behörden konfrontiert, und das strenge Datenschutzgesetz erwies sich als schwer zu umgehen.
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