Die südkoreanische Krypto-Börse Bithumb plant einen Börsengang in den USA.

- Die südkoreanische Börse Bithumb erwägt reportedly den Eintritt in den US-Markt.
- Die geplante Notierung soll an der Nasdaq erfolgen und spiegelt eine ähnliche Bewegung von Coinbase wider.
- Bithumb scheiterte bereits 2020 mit einem früheren Versuch, an der KOSDAQ, der südkoreanischen Börse, gelistet zu werden.
Bithumb, eine der größten Krypto-Börsen Südkoreas, zielt auf eine öffentliche Notierung an der Nasdaq in den USA ab.
Dieser Plan wurde während einer Aktionärssitzung heute Vormittag bekannt, bei der das Unternehmen bestätigte, dass es „die Notierung an der US-Nasdaq prüft“.
Das Unternehmen hat bereits die Räder für einen Börsengang (IPO) ins Rollen gebracht und plant, im zweiten Halbjahr nächsten Jahres an den Markt zu kommen.
Im März teilte Bithumb seine Personalressourcen auf, um sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, das „virtuelle Asset-Börse“ ist.
Die nicht-kernbezogenen Teile des Unternehmens, wie seine Beteiligungs-, Investitions- und Immobilienmaklerabteilungen, werden in eine neue Entität namens Bithumb A oder Bithumb Investment verlagert.
Warum Bithumb KOSDAQ aufgab
Bithumb ist diesen Weg bereits gegangen. Im Jahr 2020 versuchte das Unternehmen, an der KOSDAQ, der südkoreanischen Börse, notiert zu werden.
Allerdings gaben sie die Idee aufgrund unklarer Vorschriften rund um Krypto-Assets und Rechnungslegungsstandards auf. Ein Unternehmensvertreter sagte, dass „alle Möglichkeiten offen sind, nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland“.
Südkoreas Finanzbehörden erkennen digitale Assets nicht einmal als Finanzprodukte an. Außerdem gibt es in dem Land keine Bitcoin-ETFs.
Stattdessen könnte Bithumb aus dem Spielbuch von Coinbase abschreiben. Coinbase, die größte US-Kryptobörse, wurde erfolgreich an der Nasdaq notiert.
Südkoreas Gesetz zum Schutz der Nutzer virtueller Assets, das am 19. Juli in Kraft trat, konzentriert sich auf den Schutz der Anleger vor unseriösen Praktiken und zwingt Anbieter virtueller Asset-Dienstleistungen (VASPs), strenge Richtlinien einzuhalten.
Das Gesetz führt mehrere Anforderungen ein, wie z. B. eine Versicherung für Börsen im Falle von Hacks oder Sicherheitsverletzungen. Börsen sind auch verpflichtet, Kundengelder von ihren eigenen Mitteln zu trennen, um sicherzustellen, dass Anlegergeld geschützt ist, selbst wenn eine Börse insolvent geht.
Außerdem müssen VASPs verdächtige Transaktionen an die Korea Financial Intelligence Unit (KoFIU) melden. Nichtbeachtung kann zu schweren Strafen führen, einschließlich Freiheitsstrafen für illegale Aktivitäten, die mehr als 5 Milliarden Won (ca. 3,7 Millionen Dollar) generieren.
Ungefähr 3 Millionen Südkoreaner sind aktiv im Krypto-Handel tätig. Upbit, Bithumbs Hauptwettbewerber, dominiert den südkoreanischen Markt und kontrolliert fast 80 % des Marktes mit rund 8 Millionen registrierten Nutzern.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die globale Wirtschaft und geopolitische Ereignisse, die die Märkte beeinflussen. Sie hat für auf Blockchain spezialisierte Publikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierung und makroökonomische Trends verfasst. Sie hat die London School of Journalism besucht und dreimal Krypto-Marktanalysen in einem der führenden Fernsehsender Afrikas vorgestellt.
















