Bitcoin erholt sich auf rund 106.000 US-Dollar, da Fortschritte bei der US-Sanktionierung risikoreichere Anlagen beflügeln

- Bitcoin stieg wieder über 106.000 Dollar, da die Fortschritte bei der Beendigung des US-Regierungsstillstands die Risikobereitschaft steigerten.
- Trumps Vorschlag einer aus Zöllen finanzierten Auszahlung von 2.000 Dollar trug dazu bei, die Kurse von Technologieaktien und Kryptowährungen, darunter Ripple und Solana, zu beflügeln.
- Die Märkte beobachten die Fed im Vorfeld der Dezember-Sitzung genau; Zinssenkungen und eine Ausweitung der Bilanz sind weiterhin möglich.
Bitcoin erholte sich am Montag wieder über 106.000 US-Dollar, nachdem er sich von dem Rückgang unter 100.000 US-Dollar in der Vorwoche erholt hatte. Händler reagierten damit auf Anzeichen, dass die Haushaltssperre der US-Regierung endlich zu Ende gehen könnte.
Die Rückkehr einer risikofreudigen Stimmung ließ auch Ripple und Solana steigen, und zwar um 10 % bzw. 3 %.
Gleichzeitig brachte Trump die Idee einer 2.000-Dollar-„Dividende“ für Amerikaner ins Spiel, finanziert durch Zolleinnahmen – eine Ankündigung, die dazu beitrug, dass Technologieaktien den S&P 500 und den Nasdaq noch weiter in die Höhe trieben.
Die mögliche Wiedereröffnung würde auch die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, die die US-Notenbank (Fed) benötigt, um bei ihrer nächsten Sitzung im Dezember über eine erneute Zinssenkung zu entscheiden. Sollte der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Schwäche zeigen, rücken Zinssenkungen wieder in den Fokus. Dies ist insbesondere für Kryptowährungen relevant, da eine lockerere Geldpolitik häufig das Interesse der Anleger an Bitcoin.
In diesem Zusammenhang sagte John Williams, der die Federal Reserve Bank of New York leitet, kürzlich, die Fed müsse möglicherweise ihre Bilanz durch Anleihekäufe ausweiten – ein weiteres Signal dafür, dass mehr cash in das Finanzsystem gepumpt werden könnte.
Diese Möglichkeit wurde in einem Bericht von 10X Research aufgegriffen, in dem es hieß: „Eine mögliche Ausweitung der Fed-Bilanz und insbesondere eine Zinssenkung im Dezember wären eindeutig positiv für Bitcoin und könnten den breiteren Bullenmarkt wiederbeleben.“
Doch dieselbe Analyse warnte davor, dass die Erholung nach dem Lockdown nur von kurzer Dauer sein könnte, falls die Fed ihre Maßnahmen nicht auch tatsächlich umsetzt. „Wir gehen davon aus, dass die Erholung nach der Wiedereröffnung der Regierung nur vorübergehende Unterstützung bietet und dass die ETF-Abflüsse wahrscheinlich wieder einsetzen werden, sofern die Fed die Liquidität nicht reduziert oder deutlich ausweitet“, fügten die Autoren hinzu.
Technischer Support und Daten zu Derivaten zeichnen ein gemischtes Bild
Die Erholung erfolgte nach einer schwierigen Phase im Oktober, als Bitcoin von einem Rekordhoch von über 126.000 US-Dollar auf knapp unter 100.000 US-Dollar fiel, da gehebelte Geschäfte zunichte gemacht wurden und langjährige Inhaber Gewinne realisierten.
Nikolaos Panigirtzoglou, Geschäftsführer bei JPMorgan, erklärte kürzlich, der Tiefpunkt des Kursrückgangs sei nun überstanden. „Die Phase des Schuldenabbaus liegt weitgehend hinter uns“, schrieb Panigirtzoglou und fügte hinzu, Bitcoin könne in den nächsten sechs bis zwölf Monaten auf 170.000 US-Dollar steigen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) erholte sich von unter 30, was darauf hindeutet, dass die starken Verkäufe nachgelassen haben könnten. Eine leichte Verbesserung des kumulierten Volumen-Deltas zeigt ebenfalls, dass die Verkäufer ruhiger werden und die Käufer wieder aktiver werden. Die Aktivität am Spotmarkt ist weiterhin hoch, was auf anhaltendestronInteresse schließen lässt, insbesondere wenn Bitcoin die Marke von 111.000 US-Dollar in Richtung 116.000 US-Dollar überschreiten kann – eine Widerstandszone, die Händler genau beobachten.
Bei den Derivaten sinkt das offene Interesse Bitcoin zwar immer noch langsam, während die Optionsmärkte weiterhin defensiv agieren und viele Händler sich gegen Kursverluste absichern, doch die schrumpfende Volatilitätsspanne deutet darauf hin, dass die Angst nachlässt.
Die On-Chain -Daten sehen besser aus: Die Transfervolumina steigen, die Adressaktivität ist stabil und die Transaktionsgebühren bleiben konstant – alles Anzeichen für ein funktionierendes Netzwerk, so Glassnode.
Die Profitabilität sieht weiterhin schlecht aus. Kurzfristig orientierte Anleger haben hohe Verluste, die sich durch steigende unrealisierte Verluste weiter erhöhen. Solche Phasen treten jedoch häufig vor Akkumulationsphasen auf, in denentronInvestoren das Angebot von schwächeren Anlegern aufkaufen. Bitcoin bewegt sich aktuell in einer Spanne zwischen 100.000 und 108.000 US-Dollar, und diese Zone könnte sich als neue Unterstützungszone erweisen, auch wenn der allgemeine Abwärtstrend der Profitabilität die Stimmung weiterhin belastet.
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