Bitcoin interessiert sich kein bisschen für Jerome Powells Rede in Jackson Hole. Während die traditionelle Finanzwelt gebannt vor ihren Bildschirmen saß und versuchte, jedes Wort von Powell zu entschlüsseln, verfolgt Bitcoin sein eigenes Ziel. Und das ist offenbar Konsolidierung.
Natürlich beobachten Investoren und Händler die Entwicklungen genau und warten gespannt darauf, ob Powell Andeutungen zu möglichen Zinsänderungen macht. Einige erwarten ein Signal für eine mögliche Zinssenkung, was den Bitcoin-Kurs in die Höhe treiben könnte.
Eine Kurssenkung könnte Bitcoin über die 61.000-Dollar-Marke treiben, wo er sich zuletzt eingependelt hat. Aber seien wir ehrlich:Bitcoin hat seinen eigenen Kopf. Er folgt nicht immer den gleichen Regeln wie die traditionellen Märkte.
Sollte Powell nicht den von manchen erhofften gemäßigten Ton anschlagen, könnte es zu einigen Turbulenzen am Kryptomarkt kommen. Für Bitcoinist das jedoch nichts Neues. Der Markt ist an Volatilität gewöhnt, und ehrlich gesagt, manche Händler profitieren sogar davon.
Ein Hinweis auf eine künftige Straffung der Geldpolitik könnte kurzfristig einen Kursrückgang bei Bitcoinauslösen, doch für diejenigen, die die Spielregeln kennen, ist das nur eine weitere Chance. Schließlich liegt das Geld im Bereich der Volatilität.
Während Bitcoin derzeit boomt, scheint Ethereum etwas mehr zu kämpfen. Die unterschiedliche Entwicklung der ETF-Zuflüsse zwischen diesen beiden Giganten ist aufschlussreich. Bitcoin Spot-ETFs verzeichnen einen stetigen Zufluss, was darauf hindeutet, dass die Anlegerstimmung weiterhin positiv ist.
Unterdessen erleiden Ethereum-basierte Produkte massive Kursverluste, die sich im Vorfeld von Powells Rede fortsetzen. Es ist offensichtlich, dass Investoren derzeit Bitcoin gegenüber Ethereum bevorzugen, wie fast immer.
Jerome Powell. Quelle: Reuters-Archivfoto