Bitcoin die nächsten 1000 Jahre in einem arktischen Berg vergraben sein, wie GitHub bekannt gab. Der Ort liegt in einem eisigen Berg auf Spitzbergen in Norwegen, der Heimat von Eisbären; er wird zum ersten seiner Art als „Kaltspeicher“ für die Kryptowährung dienen.
Die Wahl des GitHub-Standorts steht im krassen Gegensatz zur Speicherung des Codes, der die nächste Generation von Kryptowährungen unterstützt. Allerdings ist der arktische Archipel von Gletschern bedeckt und bietet sich daher als Ort fernab der modernen Zivilisation an.
Bitcoin Core-Code soll 250 Meter unter
GitHub hat den Standort für die Speicherung des beliebten Open-Source-Codesdent. Der Code wird 250 Meter unter der Erde gelagert. Er ist die meistgenutzte Datenbank auf GitHub und bildet die Grundlage Bitcoin -Core-Infrastruktur.
Dies ist ein Archivierungsprojekt zur Bewahrung eines Teils der Geschichte der Blockchain-Technologie. Der Code-„Snapshot“ wird auf einer Filmrolle gespeichert und in einem Stahlgehäuse aufbewahrt. Ziel ist es, die Daten für die nächsten 1000 Jahre unverändert zu erhalten.
Das Projektteam arbeitet bereits an der Datenerfassung. Der genaue Termin für die Bergbesteigung und die Datenspeicherung steht allerdings noch nicht fest, soll aber voraussichtlich Ende April erfolgen.
Kryptoprojekte sollen zusammen mit Bitcoin Core-Code gespeichert werden
GitHub beschränkt sich nicht nur auf Bitcoin -Core- Code. Auch andere auf GitHub gespeicherte Projektcodes werden in dem Archiv für stillgelegte Kohlebergwerke archiviert. Dazu gehören der Lightning-Netzwerkcode sowie Dogecoin (DOGE) und Ethereum (ETH).
Das Projekt wird vom Internet Archive, einer gemeinnützigen digitalen Bibliothek, und der Long Now Foundation unterstützt. Zu den weiteren Unterstützern des „alten Archivs“ zählen Wissenschaftler, Anthropologen und Historiker.
Programmierer, die an Ethereum und Bitcoin -Projekten arbeiten, drängen auf diese Initiative. Laut einem Ethereum Entwickler, Ligi, sind mehr Backups immer besser. Wladimir van der Laan, Mitglied des Bitcoin Core-Wartungsteams, ergänzt, dass dieser Schritt die Sicherheit der sehr fragilen Daten verbessern wird.
Dieselbe Ansicht vertrat auch Bryan Bishop, der CTO von Avanti und ein engagierter Mitwirkender an Bitcoin Core.
„In gewisser Hinsicht handelt es sich um einen faszinierenden Abschnitt der Finanzgeschichte, den wir für zukünftige Studien bewahren sollten.“

