Mastercard bietet der Kryptobörse Binance Berichten zufolge wieder Zahlungsdienste an. Nutzer können nun Kryptowährungen kaufen, Auszahlungen mit Mastercard sind jedoch derzeit noch nicht möglich. Die Wiederaufnahme von Mastercard-Auszahlungen wird erst später erwartet.
Mastercard hat offenbar seine Position bezüglich Binance -Aktivitäten überdacht. Der Zahlungsdienstleister hatte seine Dienste auf der Kryptobörse Binance aufgrund regulatorischer Herausforderungen eingestellt. Seit August 2023 ist Mastercard auf der Börse nicht mehr verfügbar.
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Die Partnerschaft zwischen Binance und Mastercard wurde wiederhergestellt. Ein Sprecher Binance teilte mit, dass die Börse Mastercard-Zahlungen vorerst nur für Käufe wieder akzeptiert. Auszahlungen und andere Zahlungsoptionen sind derzeit noch nicht verfügbar.
Mastercard nimmt Kartenzahlungen an der Börse wieder auf
Ein Sprecher Binance teilte in einer E-Mail mit, dass Mastercard beschlossen habe, Käufe über Binancein seinem Netzwerk zu ermöglichen. Laut dem Sprecher habe Mastercard die Einhaltung der Compliance-Vorgaben durch die Börse eingehend geprüft. Mastercard habe sich demnach für die Akzeptanz von Krypto-Käufen entschieden, nachdem man mit den implementierten Prozessen und Kontrollen zufrieden gewesen sei.
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Der Sprecher fügte hinzu, dass man sich darauf freue, weitere Mastercard-Services auf der Plattform anzubieten. Aktuell können Nutzer lediglich Einkäufe tätigen. Zukünftig plant die Börse, weitere Mastercard-Services wie beispielsweise Auszahlungen anzubieten.
Mastercard antwortete Coindesk und bestätigte die Wiederaufnahme des Dienstes. Der Mastercard-Vertreter betonte jedoch, dass der Prozess noch andauert und der aktuelle Stand von weiteren Überprüfungen abhängt. In seiner Antwort erklärte der Mastercard-Vertreter:
„Wir haben in den vergangenen Monaten die Binance eingeführten verbesserten Kontrollmechanismen und Prozesse überprüft. Auf Grundlage dieser Bemühungen haben wir beschlossen, Binance-bezogene Käufe in unserem Netzwerk zuzulassen… dieser Status steht jedoch unter dem Vorbehalt laufender Überprüfungen.“
Die neuen Entwicklungen festigen die Akzeptanz von Kryptowährungen im traditionellen Finanzwesen weiter. Angesichts der großen Beliebtheit von Mastercard-Kreditkarten werden viele Nutzer Kryptowährungen an Kryptobörsen kaufen und halten können.
Binance steht vor regulatorischen Problemen
Binance hatte mit mehreren regulatorischen Problemen zu kämpfen. Seit der Trennung von Mastercard musste die Kryptobörse zahlreiche Hürden überwinden, um die regulatorischen Vorgaben zu erfüllen.
Beispielsweise gab eine Einigung mit den US-Regulierungsbehörden bekannt. Die Kryptobörse teilte mit, dass sie eine Einigung mit dem US-Justizministerium (DOJ), dem Office of Foreign Assets Control (OFAC), dem Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erzielt habe.
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Mit der Resolution wurde das Engagement der Kryptobörse für die Einhaltung der Vorschriften gewürdigt und ein neues Kapitel für die Transformation der Börse und ihre Angleichung an die Anforderungen in Bezug auf Registrierung, Compliance und Governance eingeleitet.
Die kanadischen Aufsichtsbehörden verhängten kürzlich eine Geldstrafe von 4,8 Millionen US-Dollar gegen Binance aufgrund von Geldwäschevorwürfen. Die Börse hatte Kanada im vergangenen Jahr verlassen und die unhaltbare Regulierung von Stablecoins als Grund angegeben.
Cryptopolitan Berichterstattung von Collins J. Okoth

