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Große Unternehmen müssen mit höheren Steuern rechnen, da die EU Ausgaben anstrebt

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
  • Die EU plant, Unternehmen mit einem Nettoumsatz von über 50 Millionen Euro zu besteuern, um ihren Haushalt von über einer Billion Euro zu finanzieren.
  • Die vorgeschlagene Abgabe gilt sowohl für multinationale Unternehmen innerhalb der EU als auch für solche außerhalb der EU und steigt mit der Unternehmensgröße.
  • Der Plan könnte auftronWiderstand seitens der Nettozahler-Mitgliedstaaten stoßen, sodass eine einstimmige Zustimmung ungewiss ist.

Die Europäische Kommission bereitet die Veröffentlichung eines Vorschlags zur Einführung neuer Abgaben für große Unternehmen vor, die in der EU tätig sind. Dies ist Teil der Bemühungen, den gemeinsamen Haushalt von über einer Billion Euro zu stärken und auf die steigenden Forderungen nach Verteidigung, Schuldendienst und Industriepolitik zu reagieren.

Ein Entwurf des Plans, der angeblich der Financial Times und nächste Woche offiziell veröffentlicht werden soll, skizziert eine neue „Unternehmensressource für Europa“ – eine Steuer für alle Unternehmen mit einem jährlichen Nettoumsatz von mehr als 50 Millionen Euro, unabhängig davon, wo sie ihren Hauptsitz haben.

Die Maßnahme ist Teil eines Pakets von Einnahmeinstrumenten, das die Kommission in den nächsten siebenjährigen EU-Haushaltszyklus einbringen möchte. Sollte die neue Unternehmenssteuer verabschiedet werden, würde dies eine bedeutende Veränderung in der Finanzierung der EU bedeuten.

Eine progressive Steuer für Großunternehmen

Dem Entwurf zufolge soll die neue Unternehmensabgabe progressiv gestaltet sein und ein Stufensystem vorsehen, wonach Unternehmen mit höheren Nettoeinnahmen mehr zahlen müssen. Die Steuer würde für alle großen, in Europa tätigen Unternehmen gelten, einschließlich multinationaler Konzerne von außerhalb der EU.

Die Kommission defiden „Nettoumsatz“ als Einnahmen nach Abzug von Steuern und Subventionen, um die tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung eines Unternehmens in der Region zu erfassen.

Dieser Änderungsvorschlag hat bereits Kritik von einigen Mitgliedstaaten und Wirtschaftsverbänden hervorgerufen, die warnen, dass er die wirtschaftliche Erholung behindern und Unternehmen dazu veranlassen könnte, ihre Geschäftstätigkeit in andere Regionen zu verlagern.

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, sagte kürzlich bei einem Treffen mit europäischen Wirtschaftsführern, dass Unternehmen in der Region aufgrund einer Mischung aus schleppendem Wachstum und hohen Energiekosten gegenüber US-amerikanischen und chinesischen Konkurrenten „an Boden verlieren“.

Dennoch argumentieren EU-Beamte, dass sich der Block nicht länger allein auf nationale Beiträge verlassen könne.

Neue Abgaben auf Tabak, Elektroschrott und E-Commerce

Zusätzlich zur Körperschaftsteuer plant die Kommission, weitere Einnahmequellen einzuführen, um die Haushaltsbasis zu diversifizieren. Zu den wichtigsten Vorschlägen zählt die Erhöhung des EU-Anteils an den Tabaksteuereinnahmen. Ein weiterer Plan zielt auf die wachsende Menge antronab: Für nicht abgeholten Elektroschrott wie ausrangierte Smartphones, Laptops und Haushaltsgeräte soll eine Gebühr erhoben werden.

Brüssel erwägt zudem eine Bearbeitungsgebühr für E-Commerce-Pakete, die über weite Strecken versendet werden. Diese Maßnahme wird weithin als Maßnahme gegen Billigimporte aus Asien verstanden. Frankreich hat bereits eine Bearbeitungsgebühr für Pakete unter 150 € vorgeschlagen, die sich gegen Plattformen wie Temu und Shein richtet, da diese seiner Ansicht nach Zollschlupflöcher ausnutzen.

Neben diesen Initiativen rechnet die EU auch damit, durch bestehende Mechanismen höhere Einnahmen zu erzielen.

Einige umstrittenere Ideen wurden stillschweigend fallen gelassen oder verschoben. Dazu gehören eine CO₂-Steuer auf Haushaltsheizung und Straßenverkehr, Einreisegebühren im Zusammenhang mit dem digitalen Grenzkontrollsystem der EU sowie eine Digitalsteuer, die in den Vereinigten Staaten auftronWiderstand gestoßen ist.

Politischer Widerstand von Netto-Spendern

Die größte Herausforderung für die Kommission besteht nicht in der Ausgestaltung der Steuern selbst, sondern in der Erzielung einer politischen Einigung. Jede neue Pauschalsteuer muss von allen 27 Mitgliedstaaten einstimmig gebilligt werden.

Länder wie Deutschland, die Niederlande, Österreich, Schweden und Finnland, die Nettozahler im EU-Haushalt sind, haben eine lange tracdarin, sich gegen Maßnahmen zu wehren, die ihre finanzielle Belastung erhöhen oder ihre nationale fiskalische Souveränität verringern könnten.

Die Kommission wird den Vorschlag voraussichtlich am Mittwoch offiziell vorstellen. Auch wenn die endgültigen Zahlen noch nicht endgültig feststehen und sich in den kommenden Wochen noch ändern können, ist die politische Absicht klar: Europa will einen größeren und flexibleren Haushalt und ist bereit, die Grenzen der Zahlungsbereitschaft der Mitgliedstaaten auszuloten, um dies zu erreichen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Hannah Collymore

Hannah Collymore

Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.

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