Reuters berichtet, dass der stellvertretende Gouverneur der Bank von Japan, Masayoshi Amamiya, erklärt hat, die Zentralbank könne keine zentralisierte digitale Währung einführen, da dies die Abschaffung des cashbedeuten würde.
Laut Masayoshi würde die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) keine negativen Zinssätze für die Institutionen mit sich bringen, sondern im Gegenteil einen Anstieg bewirken.
Das Problem besteht darin, dass das Halten der CBDC Gebühren verursachen würde, was bedeutet, dass die negativen Zinssätze entweder auf null reduziert oder in die regulären Zinssätze umgewandelt würden, die die Bank derzeit anwendet.
Und die Nachwirkungen der Einführung digitaler Währungen rechtfertigen einfach nicht den Umstieg der Wirtschaft auf Kryptowährungen.
Amamiya fügte hinzu, dass die Abschaffung von cash eine ganze Reihe von Problemen für Investoren in Form von Zahlungsinfrastruktur mit sich bringen würde.
Eine vollständig digitalisierte Wirtschaft würde dies extrem unpraktisch machen, was die lokale Bevölkerung dazu veranlassen würde, weiterhin auf cash zurückzugreifen und letztendlich den Schwarzmarkt wiederzubeleben.
Japan zählt zu den kryptofreundlichsten Ländern weltweit. Die Akzeptanz ist so hoch, dass man dort praktisch alles mit Bitcoin bezahlen kann.
Allerdings müssen die Krypto-Besitzer für diese Vorteile einen hohen Preis zahlen, nämlich eine Krypto-Steuer von 55 %, die von zahlreichen Finanzorganisationen boykottiert wird.
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