Schlechte Politik und steigende Schulden sind schuld am erschreckenden Zustand der Weltwirtschaft

- Die Weltwirtschaft leidet unter schlechter Politik, steigender Verschuldung und andauernden Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten.
- Die US-dentkönnten wirtschaftliches Chaos auslösen, insbesondere wenn Trumps vorgeschlagene Zölle auf Importe zu einem Handelskrieg mit China führen.
- Die europäische Wirtschaft ist schwach, und weitere Störungen durch Handelskonflikte oder Kriege könnten sie trotz der Bemühungen der Europäischen Zentralbank in noch größere Schwierigkeiten bringen.
Die Weltwirtschaft steht unter Druck. Es geht nicht nur um Inflation oder Lieferkettenprobleme. Diesmal sind verfehlte politische Entscheidungen und eine wachsende Verschuldung die Hauptursachen.
Die Regierungen häufen Rekordschulden an, und die politische Instabilität ist eine tickende Zeitbombe für alle. Die US-Wahlen stehen bevor, der Krieg in der Ukraine zieht sich in die Länge, es gibt Spannungen in Taiwan und im Nahen Osten braut sich Chaos zusammen. All das geschieht zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Die Finanzminister und Zentralbankchefs treffen sich diese Woche in Washington zu den Sitzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Doch niemand erwartet große positive Entwicklungen.
Die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, sagte, die Teilnehmer würden die Veranstaltung „ermutigt, aber auch etwas ängstlicher“ verlassen, in der Hoffnung, dass diese Angst sie zum Handeln ansporne. Die Aussichten sind düster.
Politische Instabilität verschlimmert die Lage
Die US-Wahlen sind ein wichtiger Faktor für die globalen Wirtschaftsprognosen. Angesichts der beiden grundverschiedenen Kandidaten steht viel auf dem Spiel.
Donald Trump will einen 10-prozentigen Zoll auf alle Importe erheben, wobei China noch härter getroffen werden soll – mit bis zu 60 Prozent.
Laut den Analysten Wendy Edelberg von der Brookings Institution und Maurice Obstfeld vom Peterson Institute for International Economics sowie unzähligen Ökonomen würde Trumps Plan verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.
Trump sieht das anders. Er sagte gegenüber Bloomberg:
„Je höher der Zollsatz, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Unternehmen in die Vereinigten Staaten kommt und dort eine Fabrik baut.“
Aber eines ist klar: Sollte China Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, könnte das amerikanische BIP laut Bloomberg Economics bis 2028 um 0,8 % sinken. China käme zwar auch nicht ungeschoren davon, der Einbruch würde aber mit 0,4 % geringer ausfallen.
Europa, das bereits mit einer schwachen Nachfrage und rückläufigen Investitionen zu kämpfen hat, könnte zwischen die Fronten geraten, wenn billige chinesische Waren seine Märkte überschwemmen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen seit Juni bereits dreimal gesenkt. Die Inflation scheint sich abzuschwächen, doch EZB- Christinedent Lagarde ist nicht erfreut.
„Jegliche Handelshemmnisse sind für eine so offene Volkswirtschaft wie die europäische von Bedeutung“, sagte sie mit Blick auf Europas Abhängigkeit vom internationalen Handel. Ein neuer Handelskrieg würde die Lage verschärfen und Europas fragile Erholung gefährden.
Während Europa mit Handelskonflikten zu kämpfen hat, kämpft Amerika mit seinen eigenen Problemen. Die Konsumausgaben sind weiterhintron, und Unternehmen stellen nach wie vor ein, doch die Staatsverschuldung steigt rasant.
Das US-Finanzministerium berichtete, dass die Zinskosten für Staatsschulden aufgrund steigender Zinsen und massiver defieinen Höchststand seit 28 Jahren erreicht haben. Amerika steht damit nicht allein da.
Der IWF prognostiziert, dass die globalen Staatsschulden bis Ende des Jahres 100 Billionen Dollar erreichen werden. Den Regierungen gehen die Möglichkeiten zur Lösung des Problems aus, und künftige Rezessionen könnten sie ohne die notwendigen Instrumente für eine wirksame Reaktion zurücklassen.
Kriege und Schulden: Eine globale Katastrophe mit Ansage
Nicht nur Handelskriege, sondern auch regelrechte Kriege richten verheerende Schäden an. Russlands Invasion in der Ukraine dauert noch an, und die Lage im Nahen Osten verschärft sich zusehends.
Bloomberg Economics schätzt, dass im Falle eines umfassenden Krieges im Nahen Ostendie Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel steigen könnten, was das globale Wachstum um 0,5 % verringern und die Inflation um 0,6 % erhöhen würde.
Höhere Ölpreise bedeuten, dass alles teurer wird, und Länder, die bereits mit Schulden zu kämpfen haben, werden die Folgen noch stärker zu spüren bekommen.
Unterdessen versucht China, seine Wirtschaft über Wasser zu halten. Das Wachstum des Landes hat sich verlangsamt, und der Immobiliensektor steckt in Schwierigkeiten.
Als Reaktion darauf haben die chinesischen Entscheidungsträger täglich Konjunkturmaßnahmen ergriffen, darunter die Senkung der Leitzinsen um 25 Basispunkte. Der einjährige Leitzins liegt nun bei 3,1 %, der fünfjährige bei 3,6 %.
Diese Kürzungen sollen die Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte ankurbeln, mit dem Ziel, Chinas Wachstumsziel von 5 % in diesem Jahr zu erreichen. Der Erfolg dieser Maßnahmen bleibt jedoch ungewiss.
Pan Gongsheng, der Gouverneur der chinesischen Zentralbank, deutete zudem weitere Senkungen des Mindestreservesatzes (RRR) an, der vorschreibt, wie viel cash die Banken vorhalten müssen.
Je nach Liquidität könnte es bis Jahresende zu einer Senkung um 25 bis 50 Basispunkte kommen. Der Zinssatz für siebentägige Reverse-Repurchase-Geschäfte soll um 20 Basispunkte und der Zinssatz für mittelfristige Kreditfazilitäten um 30 Basispunkte gesenkt werden.
Diese Maßnahmen sollen die Liquidität am Markt stützen, reichen aber möglicherweise nicht aus, um den wachsenden Herausforderungen für die chinesische Wirtschaft.
Letztendlich gilt: Wenn die Regierungen nicht schnell handeln, könnte sich die Situation deutlich verschlimmern.
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