Künstler werfen Midjourney massiven Abklatsch vor: KI imitiert Tausende ohne Erlaubnis

- Eine Urheberrechtsklage gegen Midjourney enthüllt eine Tabelle mit über 4.700 Künstlern, deren Werke die KI angeblich ohne Erlaubnis imitiert.
- Künstler behaupten, Midjourney profitiere unrechtmäßig von ihrem geistigen Eigentum und verstoße mit seinem Text-zu-Bild-Tool gegen das US-amerikanische Urheberrecht.
- Der Rechtsstreit entfaltet sich in Nordkalifornien und fügt der Sammelklage weitere Namen hinzu, wobei die Liste als wichtiges Beweismittel dient.
Eine brisante Enthüllung, die die Kreativszene erschüttert hat, hat Tausende von Künstlern in einen Rechtsstreit mit Midjourney verwickelt, einem Startup-Unternehmen, dem vorgeworfen wird, unrechtmäßig von ihrem geistigen Eigentum zu profitieren. Kern des Falles ist eine als Beweismittel in einem laufenden Urheberrechtsstreit eingereichte Tabelle. Diese wirft Midjourney vor, mit seinem KI-Bildgeneratormaticdie Stile von über 4.700 Künstlern ohne deren Zustimmung nachgeahmt zu haben.
Im Zentrum der Kontroverse steht eine Tabelle, die in einem Urheberrechtsstreit gegen Midjourney als Beweismittel vorgelegt wurde. Dieses Dokument soll Tausende von Künstlern katalogisiert haben, deren Werke die KI des Startups nachahmen konnte. Die Klage, deren Schwerpunkt in Nordkalifornien liegt, argumentiert, dass Midjourneys Text-zu-Bild-Tool es der KI ermöglicht, Künstlerstile ohne deren Zustimmung zu kopieren und damit gegen US-amerikanisches Urheberrecht zu verstoßen. Die von Midjourney zusammengestellte Liste umfasst ein breites Spektrum an Künstlern, von Ikonen wie Andy Warhol und Norman Rockwell bis hin zu einem sechsjährigen Gewinner eines Magic: The Gathering-Kartenkunstwettbewerbs, dessen Erlös einem Krankenhaus zugutekam.
Die Vorwürfe und Details der Klage gegen Midjourney
Die an der Klage beteiligten Künstler behaupten, dass Midjourney und andere Anbieter von Text-zu-Bild-Software, darunter Stability AI, Runway AI und DeviantArt, urheberrechtlich geschützte Bilder für das Training ihrer Machine-Learning-Modelle verwendet haben. Diese Modelle werden wiederum öffentlich zugänglich gemacht, wodurch Nutzer potenziell urheberrechtsverletzende Werke ohne Erlaubnis oder Entschädigung der Urheber erstellen können. Die Kläger argumentieren, dass solche Praktiken nicht nur ihre Rechte verletzen, sondern auch den Markt mit Plagiaten überschwemmen und ihnen finanziellen Schaden zufügen.
Die Klage geht noch einen Schritt weiter und behauptet, dass Midjourney-CEO David Holz die Liste der Künstler absichtlich zusammengestellt hat. Laut Anklage sammelte Holz die Namen in einem Google Sheet mit dem ausdrücklichen Ziel, dass Nutzer und Lizenznehmer diese Namen als Begriffe in Eingabeaufforderungen verwenden. Die Software sollte die mit diesen Künstlern assoziierten Stiledentund imitieren, sobald sie in Eingabeaufforderungen erwähnt werden, wodurch potenziell eine endlose Imitationsschleife entsteht.
Der andauernde Rechtsstreit begann mit den Illustratorinnen Sarah Andersen und Kelly McKernan sowie der Malerin Karla Ortiz, die in einem Urheberrechtsstreit um KI die Führung übernahmen. Obwohl einige Klagepunkte von Richter William Orrick abgewiesen wurden, zeigen die neuesten Gerichtsakten eine Ausweitung der Sammelklage. Die Namensliste ist als Anlage J beigefügt und verdeutlicht die weitreichenden Folgen der mutmaßlichen Praktiken von Midjourney.
Unterstützende Beweise und Discord-Konversationen
Zu den im Gericht vorgelegten Beweismitteln gehören Screenshots interner Konversationen von Midjourney-Mitarbeitern, darunter auch CEO David Holz. In den Nachrichten geht es um Urheberrechtsverletzungen und das gezielte Entwenden von Werken von Künstlern für Trainingsdatensätze. Die Klage wirft Holz und seinem Team vor, wissentlich entwendete Datensätze verwendet und vorgeschlagen zu haben, die Herkunft zu ignorieren, um rechtliche Probleme zu umgehen.
Während der Rechtsstreit in Nordkalifornien seinen Lauf nimmt, wartet die Kreativszene gespannt auf den Ausgang dieses wegweisenden Falls. Die Vorwürfe gegen Midjourney werfen entscheidende Fragen zum ethischen Einsatz von KI im kreativen Bereich und zur Verantwortung von Technologieunternehmen für den Schutz des geistigen Eigentums von Künstlern auf. Wird dieser Rechtsstreit einen Präzedenzfalldent die Zukunft KI-gestützter Kreativwerkzeuge schaffen oder die Grenzen zwischen Inspiration und Imitation in der sich ständig wandelnden Landschaft der digitalen Kunst weiter verwischen?
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Aamir Sheikh
Aamir ist Technologiejournalist mit fast sechs Jahren Erfahrung in der Krypto- und Technologiebranche. Er absolvierte die MAJ University mit einem MBA in Finanzen und Marketing. Derzeit arbeitet er für Cryptopolitan, wo er über die neuesten Entwicklungen auf den Kryptowährungsmärkten und Preisprognosen berichtet.
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