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Apple wehrt sich gegen EU-Vorwürfe gegen Ads und Maps wegen Gatekeeper-Status

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Apple argumentiert, dass seine Dienste „Ads“ und „Maps“ zu klein seien, um nach EU-Vorschriften als Gatekeeper zu fungieren.
  • Die Europäische Kommission wird die Unterlagen des Technologieunternehmens 45 Arbeitstage lang prüfen, bevor sie eine Entscheidung trifft.
  • Würden Ads und Maps als Gatekeeper eingestuft, unterlägen sie strengen Regeln, die sowohl Nutzer als auch Wettbewerber betreffen würden.

Apple hat die Bestrebungen der Europäischen Kommission, die Dienste Apple Ads und Apple Maps gemäß dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) als „Gatekeeper“ einzustufen, formell angefochten. Diese Einstufung hätte weitaus strengere Regulierungen zur Folge.

Die Kommission wird die vom Technologieunternehmen eingereichten Unterlagen bis zu 45 Arbeitstage lang prüfen, bevor sie entscheidet, ob einer der Dienste als Gatekeeper eingestuft wird. Falls ja, hätte das Unternehmen sechs Monate Zeit, die Dienste entsprechend anzupassen.

Die EU prüft Apples Werbe- und Kartendienste auf Einhaltung der Gatekeeper-Regeln.

Die Europäische Union nutzt den Digital Markets Act (DMA), umdent, die als Gatekeeper fungieren, wichtige digitale Dienste kontrollieren und dadurch möglicherweise kleinere Unternehmen benachteiligen oder die Wahlmöglichkeiten der Nutzer einschränken. Ein Unternehmen muss monatlich über 45 Millionen aktive Nutzer in der EU haben und einen Wert von über 75 Milliarden Euro aufweisen, damit der DMA es als Gatekeeper einstuft. 

Der DMA verpflichtet Gatekeeper zur Einhaltung strenger Regeln, die es Nutzern erleichtern, zwischen Diensten zu wechseln, den Schutz und die faire Nutzung von Nutzerdaten gewährleisten und kleineren Unternehmen einen fairen Zugang zu digitalen Werkzeugen ermöglichen. Das Gesetz stellt sicher, dass einige der größten Technologiekonzerne nicht allein aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung diktieren können, welche Apps, Dienste oder Werkzeuge die Nutzer verwenden.

Die Europäische Kommission erklärte, Apples eigene Unterlagen deuteten darauf hin, dass die Dienste „Werbung“ und „Karten“ so umfangreich und einflussreich seien, dass sie den Wettbewerb beeinträchtigen und die Wahlmöglichkeiten von Nutzern und Unternehmen einschränken könnten. Sie fungierten somit als Gatekeeper. Die Kommission wird Apples Unterlagen bis zu 45 Tage lang prüfen, um festzustellen, ob die beiden Dienste den Zugang zu wichtigen Tools unzulässig kontrollieren oder die Möglichkeiten anderer Unternehmen, Kunden zu erreichen, einschränken könnten.

Der App Store von Apple, iOS und Safari haben bereits einen Gatekeeper-Status gemäß DMA, daher wird die Aufnahme der Anzeigen- und Kartendienste von Apple in die Liste das Unternehmen zu großen Änderungen an seinen Diensten zwingen.

Die Änderungen werden sich auch auf Entwickler auswirken, die Apps für Apples Plattformen erstellen, sowie auf Wettbewerber, die auf Apples Werbe- oder Kartendienste angewiesen sind, und auf Nutzer, die diese Dienste für ihre täglichen Aufgaben nutzen.

Apple argumentiert, dass Anzeigen und Karten zu klein seien und nicht den Gatekeeper-Regeln unterliegen sollten.

Obwohl die numerischen Schwellenwerte erreicht wurden, argumentiert Apple, dass keiner der beiden Dienste dominant genug sei, um die Bezeichnung „Gatekeeper“ zu rechtfertigen. Das Technologieunternehmen erklärte, die EU habe die Zahlen falsch interpretiert und vermittle einen falschen Eindruck von der Bedeutung und Wichtigkeit dieser Dienste.

Das Unternehmen erklärte, dass Apple Ads im Vergleich zu größeren Unternehmen wie Google, Meta, Microsoft, TikTok und X einen sehr geringen Anteil am Werbemarkt einnimmt.

Das Technologieunternehmen erklärte, der Markt werde von großen Wettbewerbern mit größerer Marktmacht dominiert, weshalb die bloße Betrachtung der Nutzer- oder Impressionszahlen kein vollständiges Bild liefere. Der Tech-Riese argumentierte, dass die Rolle von Apple Ads als Gatekeeper es dem Unternehmen erheblich erschweren würde, seine Dienste zu verbessern und Tools anzubieten, die für alle Nutzer optimal geeignet sind. 

Apple erklärte außerdem, dass Apple Maps weniger Nutzer als Google Maps und Waze habe, die täglich für Wegbeschreibungen, Navigation, Reisen und die Suche nach lokalen Unternehmen genutzt werden. Viele Menschen in Europa bevorzugen andere Karten-Apps. Daher sei die DMA (Direct Markets Act) laut Apple für Dienste mit größerer Reichweite, einem bedeutenden Marktanteil und der Möglichkeit, andere Unternehmen zu blockieren, gedacht. 

Der iPhone-Hersteller erklärte, er werde sich weiterhin verteidigen, während die Europäische Kommission die App „Ads and Maps“ in den kommenden Wochen prüft. Das Unternehmen werde zusätzliche Beweise, Erklärungen und Kontext liefern, um darzulegen, warum seine Dienste die Anforderungen der DMA nicht erfüllen. 

Die Situation verdeutlicht, wie das Gesetz nun auch die Waren und Dienstleistungen von Technologieunternehmen ins Visier nimmt, die einen erheblichen Einfluss auf den Markt haben, bisher aber unberücksichtigt blieben. Die Debatte um Ads and Maps wird auch Einfluss darauf haben, wie die EU die DMA künftig auf andere Dienste anwendet.

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