Laut einer Mitteilung eines Schweizer Zentralbankers fällt Facebooks neues Libra-Projekt unter die Bestimmungen des lokalen Regulierungsrahmens und wird daher auf keine Probleme stoßen.
Nach fast einer Woche voller Spott und rechtlicher Unsicherheit seitens nahezu aller Finanzaufsichtsbehörden weltweit wirkt diese Äußerung des Bankers wie Balsam für die Seele. Derzeit ist die Bank von England der einzige weitere lautstarke Unterstützer.
Der Schweizer Banker Thomas Moser erwähnte, dass der Social-Media-Riese unmissverständlich klargestellt habe, dass er sich an die lokalen Bestimmungen halten werde. Die bisherigen Geschäftsbeziehungen des Unternehmens mit dem Land dürften maßgeblich zu dieser entspannten Reaktion beigetragen haben.
Facebook hatte die Libra-Vereinigung in der Schweiz gegründet, noch bevor das Projekt offiziell angekündigt wurde. Dies deutet darauf hin, dass die Schweiz das Projekt möglicherweise bereits in seiner vollen Umfang erlebt hatte und von dessen Vereinbarkeit mit dem lokalen Finanzrecht überzeugt war.
Obwohl die Schweizerische Nationalbank und die Bank von England mit den von Facebook bereitgestellten Informationen zufrieden zu sein scheinen, fordern andere Aufsichtsbehörden und Großbanken wie die italienische Zentralbank neben dem Whitepaper zusätzliche Daten an.
Ungeachtet des Spottes und des Widerstands ist das Libra-Projekt in vollem Gange und soll in Kürze starten. Es mangelt ihm weder an finanzieller Unterstützung noch an Popularität in der Krypto-Community.
Schweizer Zentralbank