Anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums als CEO von Advanced Micro Devices (AMD) sprach Lisa Su mit Emily Chang von Bloomberg. Im Gespräch erläuterte Su ihre Pläne, Nvidia im KI-Sektor herauszufordern und AMDs globale Marktpräsenz auszubauen.
Laut Lisa hat sie AMD während ihrer Amtszeit als CEO erfolgreich durch schwierige Zeiten geführt und das Unternehmen zu einem bedeutenden Akteur in der Halbleiterindustrie gemacht.
Unter ihrer Führung hat sich das Unternehmen neu erfunden und den Aktienkurs von 2 US-Dollar auf über 130 US-Dollar pro Aktie gesteigert. Aus dem einst schwächelnden Unternehmen ist heute ein wichtiger Akteur im Bereich High-Performance-Gaming und -Computing geworden, der Chips für Geräte wie die PlayStation 5 und die Xbox Series X liefert.
AMD will Nvidia im KI-Sektor übertreffen
Su ist fest entschlossen, die Rolle des Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz auszubauen. Im Gespräch mit Emily Chang von Bloomberg in den AMD-Laboren in Austin erläuterte die CEO ihre Vision, Nvidia . Bislang hat der Chiphersteller mit fast 84 % Marktanteil im KI-Chip-Sektor eine nahezu uneinholbare Führungsposition in der KI-Branche inne.
Nvidia und Intel waren schon immer AMDs Hauptkonkurrenten im Bereich der Hochleistungsrechnertechnologie. Aktuell werden Nvidia-Chips von Unternehmen wie Meta, Google und Amazon eingesetzt. AMD erhofft sich von der Veröffentlichung seiner neuen Zen-Architektur eine Aufholjagd.
Zu Sus Strategie, Nvidia auf dem KI-Markt herauszufordern, gehört auch die Nutzung der hochmodernen Hardware von AMD zur Unterstützung von KI-Workloads.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass KI die bahnbrechendste Technologie ist, die ich in meiner Karriere erlebt habe“, sagte Lisa zu Emily. Sie fügte hinzu: „Das Tempo des Wandels in dieser Branche ist schneller als alles, was wir je gesehen haben.“
AMD ist offen für einen globalen KI-Markt
Mit dem Ausbau seiner Präsenz auf den Märkten für KI und Computertechnik steht AMD vor mehr als nur finanziellen und operativen Herausforderungen. Da Chips geopolitisch immer wichtiger werden, ergibt sich für das Unternehmen eine neue Herausforderung. Insbesondere China und die USA bereiten Lisa die größten Schwierigkeiten im Umgang mit geopolitischen Spannungen.
Die US-Regierung hat aus Sicherheitsgründen Maßnahmen ergriffen, um die Exporte von Chips, Rohstoffen für die Fertigung und sogar fortschrittlicher Technologie in bestimmte Länder einzuschränken. Su erkennt zwar die nationalen Sicherheitsinteressen an, betont aber auch, dass AMD einen möglichst offenen Markt anstrebt
Auf die Frage, ob die Chipherstellung jemals wieder in die USA zurückkehren werde, sagte Su: „Ich denke, wir werden die Chipherstellung wieder in den USA sehen. Wir sollten uns jedoch bewusst sein, dass die Halbleiterbranche global ist. Dieser Zug ist abgefahren.“
im gesamten Interview , dass AMD wettbewerbsfähig und innovativ bleiben werde. Das Unternehmen werde auch weiterhin erfolgreich sein und in der Branche wachsen und alle Herausforderungen meistern.

