Allbirds Inc.: Eine Meme-Aktie oder ein vielversprechendes KI-Unternehmen?

- Allbirds hat sich von seiner Schuhmarke zu einem Anbieter von KI-gestützten Rechenlösungen gewandelt.
- Das Unternehmen wird seine Marke veräußern und 50 Millionen Dollar für Investitionen in GPUs und Rechenzentren aufbringen.
- BIRD wird immer noch als Meme-Aktie gehandelt, was die Frage aufwirft, ob die KI-Strategie nachhaltig ist.
Allbirds, Inc. (Nasdaq: BIRD) gehört zu den jüngsten Aktien, die nach der Ankündigung einer KI-GPU-Flotte einen Kursanstieg verzeichneten. Das Unternehmen stellt zudem die Nachhaltigkeit des KI-Wandels in der Technologie auf die Probe.
Die Aktie von Allbirds, Inc. (Nasdaq: BIRD) notiert nach einem rasanten Kursanstieg auf einem Einmonatshoch. In der vergangenen Woche erreichte sie einen Höchststand von 21,95 US-Dollar, fiel später aber wieder auf 16,99 US-Dollar zurück.

Nach drei Jahren Stagnation reichte für den Aufschwung von Allbirds die Ankündigung einer KI-Einrichtung. Das Unternehmen stand sofort im Rampenlicht, ähnlich wie Rivian (Nasdaq: RIVN). Doch der Kurswechsel von Allbirds ist noch dramatischermaticda das Unternehmen ursprünglich als Hersteller nachhaltiger Schuhe mit Fokus auf die Ästhetik der Millennials und dem Einsatz natürlicher Materialien gestartet war.
Allbirds reiht sich nun in die Liste der Anbieter von KI-Rechenzentren und GPU-Flotten ein und konkurriert damit mit dem jüngsten Kurswechsel großer Bitcoin -Mining-Unternehmen. Das Unternehmen hat den Verkauf all seiner Schuhmarken und Vermögenswerte an die American Exchange Group, ein privates Unternehmen, vereinbart.
Ist die Allbirds-Rallye nachhaltig?
Der Kursanstieg von Allbirds ist erst wenige Tage alt, doch BIRD könnte bereits zum Meme. Trotz des Bekanntheitsgrades der Marke müssen die BIRD-Aktien nach ihrem Börsengang 2021 mit einer Bewertung von 4 Milliarden US-Dollar um eine zweite Chance kämpfen.
Das Unternehmen erzielte Quartalsumsätze von über 30 Millionen US-Dollar, verbuchte in den letzten drei Berichtsquartalen jedoch Nettoverluste zwischen 15 und 20 Millionen US-Dollar. Allbirds bewegte sich zwar weiterhin im Rahmen der Erwartungen, konnte aber den anfänglichen Hype um die Kultmarke nicht mehr erreichen.
Die Ankündigung der KI-Technologie führte zu einem Anstieg des BIRD-Handelsvolumens um das 875-Fache des üblichen Tagesvolumens. Das Unternehmen kündigte eine Investition von 50 Millionen US-Dollar in GPUs an; die Inbetriebnahme der entsprechenden Anlage wird noch in diesem Jahr erwartet.
Allbirds hat sich zum Ziel gesetzt, ein langfristig orientiertes KI-Unternehmen zu werden und wird sich dazu in NewBird AI umbenennen. Die Investition in Höhe von 50 Millionen US-Dollar stammt aus einer kürzlich ausgehandelten Finanzierungsvereinbarung, deren Abschluss im zweiten Quartal erwartet wird.
Da das Unternehmen sein Engagement für den Ausbau seiner KI-Rechenleistung unter Beweis gestellt hat, könnte BIRD von der wachsenden Aktivität und dem allgemeinen Interesse profitieren. Kurzfristig hat sich BIRD jedoch wie eine Meme-Aktie verhalten.
Allbirds löst Diskussionen über den Höhepunkt der KI aus
Bis vor Kurzem war die KI-Strategie der wichtigste Ausweg für Krypto-Mining-Unternehmen. Giganten wie Riot Platforms und Mara Holdings nutzten ihre bestehenden Stromverträgetracihre Erfahrung mit Mining-Farmen, um zu KI-Rechenzentren aufzurüsten.
Der Wandel von einem Schuhunternehmen zu einem Anbieter von KI-Rechenlösungen wird als Versuch gesehen, die Relevanz des Unternehmens und seinen Aktienkurs wiederzubeleben.
Aktuell besteht bei BIRD ein signifikantes Short-Interesse von über 18 % des Streubesitzes, während das Angebot zur Deckung weniger als einen halben Tag reicht. Ein Short Squeeze könnte die Rallye von BIRD zwar fortsetzen, doch dürfte Gegenwind eintreten, da die KI-Erzählung allein nicht ausreicht, um die Aktie zu stützen, und der Bau der Rechenzentren noch Monate entfernt ist.
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Hristina Vasileva
Hristina Vasileva ist Expertin für DeFi, Wirtschaft und Finanznachrichten. Nach einem vierjährigen Bachelor-Studium in Betriebswirtschaft, Journalismus und Massenkommunikation absolvierte sie ein Masterstudium in Philosophie an der Universität Sofia. Sie arbeitete für eine der führenden Zeitungen des Landes und berichtete über Rohstoffe und Unternehmensergebnisse. Derzeit ist Hristina als freie Autorin für Cryptopolitantätig.
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