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Alibaba stellt ein multimodales KI-Tool vor, um OpenAI und DeepSeek herauszufordern

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Alibaba hat Qwen VLo auf den Markt gebracht, ein neues KI-Modell, das Bilder mithilfe von Text und visuellen Elementen generiert und bearbeitet.
  • Qwen VLo stellt die „progressive Generation“ vor, die es Benutzern ermöglicht, die Bildentstehung in Echtzeit zu verfolgen.
  • Mit diesem Schritt positioniert sich Alibaba im Wettbewerb mit OpenAIs GPT-4o und DeepSeek.

Alibaba Group Holding Ltd. hat QwenVLo, sein neuestes multimodales KI-Modell, vorgestellt. Der chinesische Technologiegigant baut damit seine Position im zunehmend wettbewerbsintensiven globalen KI-Wettkampf weiter aus. 

Das Modell ermöglicht es Benutzern, Bilder mit Texteingaben und visuellen Vorgaben zu erstellen und zu bearbeiten. Diese Fähigkeiten sollen mit führenden KI-Entwicklern wie OpenAI und DeepSeek gleichziehen oder sogar konkurrieren.

QwenVLo ist eine Verbesserung des vorherigen Basismodells Qwen2.5-VL und erweitert dieses um die Unterstützung neuer Aufgaben wie Text-zu-Bild- und Bild-zu-Bild-Konvertierung.

Ein herausragendes Merkmal ist die progressive Bildgenerierung. Das bedeutet, dass die Benutzer ein Bild während seiner Entstehung sehen können – ein Maß an Transparenz und Interaktivität, das bei den meisten KI-Tools heutzutage selten ist.

„Dieses neu aufgerüstete Modell ‚versteht‘ nicht nur die Welt, sondern erzeugt auf der Grundlage dieses Verständnisses auch qualitativ hochwertige Nachbildungen“, so das Unternehmen in einem Blogbeitrag.

Das Unternehmen erklärte, dass Benutzer ein Bild erzeugen können, indem sie eine Aufforderung senden, beispielsweise ein Bild einer süßen Katze zu generieren, oder ein bestehendes Bild modifizieren können, indem sie ein Katzenfoto hochladen und eine Bearbeitung anfordern, beispielsweise das Hinzufügen einer Mütze auf dem Kopf der Katze.

Alibaba schärft seine KI-Strategie mit der Qwen-Serie

Alibabas Vorstoß im Bereich KI ist längst kein bloßes Aushängeschild mehr für seine E-Commerce-Dominanz. Das Unternehmen arbeitet seit Anfang 2024 aggressiv daran, sich im KI-Bereich zu etablieren.

Im Februar erklärte Alibaba-CEO Eddie Wu, dass der E-Commerce- und IT-Riese seine Arbeit an künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) priorisieren werde. Er betonte, dass die Entwicklung von AGI nun Alibabas oberste Priorität sei und unterstrich damit die wachsende Bedeutung von KI für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in der Zukunft.

Alibaba hat bereits verschiedene Modelle der Marke Qwen auf den Markt gebracht, die jeweils auf eine bestimmte Datenart – Text, Bild, Video und Audio – zugeschnitten sind. QwenVLo ersetzt diese Kombination und ist für den Einsatz auf leistungsschwächeren Geräten wie Mobiltelefonen und Laptops konzipiert; im Gegensatz zu den meisten modernen KI-Modellen, die für einen effizienten Betrieb weiterhin hohe Rechenleistung in der Cloud benötigen.

Im März 2025 veröffentlichte Quark eine neue Quark-App mit der neuen Qwen-Funktionalität. Die App fungiert nun als KI-gestützter intelligenter Assistent mit Such-, Zusammenfassungs- und Kreativfunktionen. Sie unterstreicht Alibabas Bestreben, KI-Modelle zu entwickeln und in kundenorientierte Anwendungen zu integrieren.

Alibaba fordert DeepSeek und OpenAI im KI-Wettbewerb heraus

Die Veröffentlichung von QwenVLo durch Alibaba fällt mit einer weltweiten Welle von KI-Initiativen zusammen. Das US-amerikanische Unternehmen OpenAI hat GPT-4o, sein bisher fortschrittlichstes multimodales Modell, vorgestellt, das Text, Bilder und Audio verstehen und darauf reagieren kann. 

In China richteten sich alle Augen auf DeepSeek, ein einheimisches Startup-Unternehmen, für das Kosteneffizienz in der KI-Entwicklung immer mehr zu einer entscheidenden Herausforderung wird, da es behauptete, ein großes, wettbewerbsfähiges Sprachmodell für nur wenige Millionen Dollar entwickelt zu haben.

Seitdem haben chinesische Technologiekonzerne in Windeseile ähnliche KI-Dienste auf den Markt gebracht, die schneller, günstiger und vielseitiger sind. Einer der ersten ernstzunehmenden Konkurrenten ist Alibabas Qwen Vlo, das das Potenzial hat, sowohl westliche als auch chinesische Wettbewerber herauszufordern, indem es hochwertige und ressourcenschonende multimodale Funktionen bietet.

Im Wettlauf geht es heute mehr darum, wer das intelligenteste Modell entwickeln kann, aber auch darum, wer diese Intelligenz in großem Umfang nutzbar machen kann.

Alibaba setzt darauf, dass die Nutzergruppen, die täglich Apps verwenden –dent, Designer, Unternehmer und Entwickler –, sich für Tools begeistern werden, die schnell, einfach zu bedienen und für verschiedene Geräte optimiert sind.

Ob Qwen VLo jedoch zu den bekanntesten Anbietern gehören wird, bleibt abzuwarten. Alibaba hat die Botschaft jedoch deutlich gemacht: China hält im Wettlauf um die KI-Vorherrschaft nicht nur mit dem Rest der Welt Schritt – es ist entschlossen, ihn anzuführen.

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