Laut BlackRock könnte der KI-Boom die US-Kreditkosten in die Höhe treiben.

- BlackRock ändert seine Einschätzung zu langfristigen US-Staatsanleihen und verweist dabei auf Bedenken hinsichtlich der Kreditaufnahme im Zusammenhang mit KI.
- Technologieunternehmen planen inmitten einer Rekord-Staatsverschuldung von 38 Billionen Dollar die Aufnahme von Hunderten Milliarden Dollar an neuen Schulden für KI-Projekte.
- Das Unternehmen behält trotz steigender Kreditkosten im öffentlichen und privaten Sektor seinen positiven Ausblick für US-Aktien bei.
Der Investmentriese BlackRock hat seine Meinung zu langfristigen US-Staatsanleihen geändert und erklärt, dass eine Flut von Ausgaben für künstliche Intelligenz die Kreditaufnahme verteuern könnte.
Die Forschungsabteilung des Unternehmens erklärte am Dienstag, sie sei nun pessimistisch hinsichtlich dieser Anleihen, nachdem sie zuvor neutral geblieben war. Der Ausblick umfasst die nächsten sechs bis zwölf Monate.
Folgendes Problem: Technologieunternehmen bereiten sich darauf vor, Hunderte von Milliarden Dollar aufzunehmen, um KI-Projekte zu finanzieren. Ihre Bilanzen sehen solide aus, doch diese neuen Schulden kommen zu den bereits bestehenden Schulden der US-Regierung hinzu, die laut Cryptopolitan.
Steigende Verschuldung schafft Schwachstellen
„Höhere Kreditaufnahmen im öffentlichen und privaten Sektor dürften den Aufwärtsdruck auf die Zinssätze aufrechterhalten“, schrieb das BlackRock Investment Institute in seinem Ausblickbericht für 2026.
Das Institut befragte leitende Investmentmanager des weltgrößten Vermögensverwaltungsunternehmens. Sie sehen Warnzeichen.
„Strukturell höhere Kapitalkosten verteuern KI-bezogene Investitionen und wirken sich auf die Gesamtwirtschaft aus“, heißt es. Hinzu kommt das Problem der zunehmenden Verschuldung, die die Stabilität gefährdet. Das System wird anfällig für „Schocks wie beispielsweise Renditespitzen aufgrund fiskalischer Bedenken oder politischer Spannungen zwischen Inflationsbekämpfung und Schuldendienstkosten“.
KI-Investitionen treiben weiterhin den Aktienoptimismus an
BlackRock hat seine positive Einschätzung US-amerikanischer Aktien dennoch nicht verloren . Das Unternehmen geht davon aus, dass KI-Investitionen die Aktienkurse im nächsten Jahr weiter in die Höhe treiben werden. Die Umsatzsteigerungen durch KI dürften die Gesamtwirtschaft ankurbeln, auch wenn nicht alle Unternehmen cash . gleichermaßen davon werden
„Es werden sich voraussichtlich völlig neue, KI-generierte Einnahmequellen entwickeln. Wie diese Einnahmen verteilt werden, wird sich wahrscheinlich weiterentwickeln – und wir wissen noch nicht wie. Die Suche nach den Gewinnern wird ein aktives Investitionsthema sein“, so das Institut.
Der Bericht räumte ein, dass KI den Staatsfinanzen durch höhere Produktivität und gesteigerte Steuereinnahmen langfristig helfen könnte. Das werde aber Zeit brauchen.
Große Technologiekonzerne wie Oracle, Meta und Alphabet haben in diesem Jahr bereits massive Anleiheemissionen zur Finanzierung ihrer KI-Infrastruktur durchgeführt. Diese Kreditwelle erfolgt vor dem Hintergrund, dass KI-Investitionen zu einem Rückgrat des US-Wirtschaftswachstums geworden sind.
BlackRock äußerte sich auch negativer zu japanischen Staatsanleihen und wies auf höhere Zinssätze und ein vermehrtes Aufkommen von Anleihen auf dem Markt hin.
Es gab aber auch einen Lichtblick. Das Unternehmen zeigte sich nun positiver gegenüber Anleihen aus Entwicklungsländern und wandelte seine negative Haltung in eine positive um. Dies ist auf weniger neu emittierte Anleihen und eine solidere Staatsfinanzlage in diesen Ländern zurückzuführen.
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Noor Bazmi
Noor Bazmi ist Mitglied des Cryptopolitan -Nachrichtenteams und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften. Sie berichtet über Blockchain, Kryptowährungen, künstliche Intelligenz, Big Tech, den Markt für Elektrofahrzeuge, die Weltwirtschaft und politische Kurswechsel. Um ein internationales Publikum zu erreichen, absolviert sie derzeit ein Marketingstudium.
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