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45 % der US-Investoren geben an, an alternativen Anlagen wie Kryptowährungen und Öl interessiert zu sein

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • 45 % der US-Investoren wünschen sich ein Engagement in unkonventionellen Anlageklassen wie Kryptowährungen, Immobilienpartnerschaften, Private Equity und Hedgefonds.
  • In diesem Jahr sind bereits über eine Billion Dollar in ETFs geflossen, wobei Gold- und Krypto-ETFs besonderstronInteresse zeigen.
  • Regulatorische Änderungen öffnen den Zugang zu alternativen Vermögenswerten in betrieblichen Altersvorsorgeplänen und Spot-Krypto-ETFs.

Fast die Hälfte der Amerikaner verabschiedet sich von traditionellen Anlagestrategien. Laut einer gestern veröffentlichten Umfrage von Charles Schwab wollen 45 % der US-Investoren ihr Geld nun in unkonventionelle Anlagen investieren. Dazu gehören Kryptowährungen, Gold, Private Equity, Immobilienpartnerschaften und Hedgefonds.

Laut derselben Umfrage sind zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass es nicht mehr ausreicht, sich nur auf Aktien und Anleihen zu konzentrieren.

Berichten zufolge befragte Schwab 2.400 Personen (2.000 Erwachsene, zusätzlich 200 Angehörige der Generation Z und 200 Krypto-Investoren) zu ihrer Meinung über Geldanlagen. Die Botschaft war eindeutig: Das traditionelle Modell reicht nicht mehr aus. Vor allem junge Menschen haben die Nase voll. Experten haben sogar einen Begriff dafür: „Finanznihilismus“. Die Menschen wollen mehr Auswahl und scheuen sich nicht, neue Wege zu gehen.

Investoren investieren massiv in alternative Anlagen über ETFs

Alternative Anlagen, kurz „Alts“, umfassen alles außerhalb der üblichen Anlageformen wie cash, Aktien und Anleihen. Dazu gehören Rohstoffe wie Gold und Öl, Immobilien, nicht börsennotierte Unternehmen und natürlich Kryptowährungen. Diese Optionen sind jedoch komplex. Sie unterliegen komplizierten Regeln, Sperrfristen und weisen häufig eine geringe Liquidität auf. Hier kommen börsengehandelte Fonds (ETFs) ins Spiel.

Statt sich auf private Transaktionen zu konzentrieren, setzen immer mehr Anleger auf ETFs, die trac. Das ist eine sicherere Möglichkeit, einzusteigen, ohne das Kapital jahrelang zu binden. Laut State Street Investment Management sind in diesem Jahr bereits über eine Billion US-Dollar in US-amerikanische ETFs geflossen, und Analysten angeblich , dass ein Großteil dieses Geldes direkt in Gold- und Krypto-ETFs investiert wurde.

Cathy Curtis, CEO von Curtis Financial Planning, erklärt, dass ETFs bürokratische Hürden umgehen helfen. „Diese [privaten] Anlagen haben oft mehrjährige Sperrfristen, begrenzte Rücknahmezeiträume oder sind davon abhängig, dass der zugrunde liegende Fonds seine Bestände liquidiert, bevor Anleger ihre Auszahlung erhalten können“, sagte sie. Im Gegensatz dazu können ETFs, die dieselben Vermögenswerte halten, den ganzen Tag über gehandelt werden, sogar nach Börsenschluss.

Curtis warnte jedoch auch: Anleger mit kleineren Portfolios sollten nicht zu stark in alternative Anlagen investieren. „Bei kleineren Portfolios sollten Sie den Anteil alternativer Anlagen unter 5 % halten. Größere Anleger können ihn auf 10–15 % erhöhen“, sagte sie. ETFs bieten zwar Zugang zu solchen Anlagen, sind aber keine Wundermittel.

Regierungsinitiativen erleichtern den Zugang zu alternativen Zugangswegen

Auch das regulatorische Umfeld verändert sich. Im August unterzeichnete Ex-dent Donald Trump eine Exekutivanordnung, die es erleichtert, alternative Anlagen in betriebliche Altersvorsorgepläne zu integrieren. Gleichzeitig hat die US-Börsenaufsicht SEC Änderungen eingeführt, die die Einführung von Spot-Krypto-ETFs beschleunigen könnten. Beide Entwicklungen könnten Privatanlegern den Zugang zu alternativen Anlagen deutlich erleichtern, ohne komplizierte rechtliche oder finanzielle Hürden überwinden zu müssen.

Dennoch sind nicht alle davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, sich von traditionellen Anlageformen zu trennen. Andy Reed, Leiter der verhaltensökonomischen Forschung bei Vanguard, meint, der Hype könne zu Fehlentscheidungen führen. „Obwohl es im Anlagebereich ständig viele Neuigkeiten gibt, kann das Verfolgen von Trends oder aktuellen Schlagzeilen das Portfolio eines Anlegers kurz- und langfristig negativ beeinflussen“, so Reed.

Und die Daten geben ihm Recht. Hätten Sie im Februar 1970 1.000 US-Dollar in den S&P 500 investiert, besäßen Sie heute über 379.000 US-Dollar. Selbst eine Investition von 1.000 US-Dollar im Januar 2020 wäre laut Morningstar Direct bis zum 20. Oktober 2.200 US-Dollar wert.

Während immer mehr Anleger nach alternativen Anlagemöglichkeiten suchen, ist die Botschaft der Berater eindeutig: Nicht-traditionelle Anlagen gewinnen zwar an Bedeutung, sind aber keine Garantie für Erfolg. Wie Curtis es ausdrückte: „Auch mit klassischen Methoden lässt sich noch Geld verdienen.“

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